BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
Januar 1921

Dienstag, den 18. Januar 1921


Nahum 1,2

Nahum schildert einleitend die göttliche Gerechtigkeit und ihr strafrichterliches Walten. Damit legt er dar, daß alles, was geschieht - auch das Schreckliche und Schlimme - unter Gottes Zulassung geschieht und in Übereinstimmung steht mit Seinen vorgefaßten Plänen. Ganz gewiß ist jeder Mensch für sein Tun verantwortlich, und Gott wird alle Sünde und Ungerechtigkeit - sei sie groß oder klein - heimsuchen zu seiner Zeit. Sein Gericht kommt - zum Teil in diesem Leben, vor allem aber in der Ewigkeit! (1. Tim. 5,24.)*) Gottes Zorneseifer, von dem die Schrift viel redet, hat seinen Grund in Seiner aufs tiefste verletzten Liebe und Heiligkeit, gegen welche die Menschen sich so namenlos schwer versündigt haben. (Vgl. 5. Mos. 29,20-28; 32,15-19; Jes. 59,12-18.) Die meisten Menschen glauben nicht an Gott und Seine strafende Gerechtigkeit, sonst geschähe nicht so entsetzlich viel Sünde und freche Ungerechtigkeit! Doch ob die Menschen es glauben oder nicht: für die ganze Welt kommt der Tag der Abrechnung! Gerade in Verbindung mit dem Evangelium wird der endgültige Gerichtstag Gottes für die ganze Welt angekündigt. (Lies Apg. 17,30.31; Röm. 1,18; 2,2-11.) Auf diesen heute noch zukünftigen, aber vielleicht sehr nahen „Tag des Herrn“ (vgl. 2. Petr. 3,3-10) geht auch Nahums Weissagung hier; alle Propheten des Alten und des Neuen Testaments kündigen denselben an, und die Offenbarung des Johannes beschreibt ihn ausführlich.

Wir Kinder Gottes sollten nicht nur erfüllt sein von der Gnade des Evangeliums - auch den Schrecken des Herrn im Gericht sollten wir kennen und bedenken. Dann werden wir zittern für die Ungeretteten und die Liebe Christi wird uns drängen, daß wir sie bitten: „Entfliehet dem kommenden Zorn! Laßt euch retten! Laßt euch versöhnen mit Gott! Es gibt ja für den unwiedergeborenen Menschen kein Entrinnen vor dem göttlichen Zorneseifer, es sei denn, der einzelne nehme jetzt am Tage der Gnade und des Heils ganz persönlich durch Buße und Glauben Zuflucht zu der sündentilgenden Kraft des Blutes Jesu Christi: „Wer an Ihn glaubt, der ist gerecht!“ „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm!“

*) Sehr oft sind böse Menschen und selbst finstere Gewalten Gottes Zuchtrute, die Er gebraucht, um Seinen Willen durchzuführen und Seine Strafgerichte zu vollziehen. Ist die Zuchtrute ausgebraucht, so kommt sie je nach ihrem Charakter und Tun, selbst ins Gericht. (Vgl. Jes. 10,5-19.24.25.) Dem Gottesfürchtigen, welcher dies glaubt, verleiht das große innere Ruhe. Er weiß: Kein Haar fällt von meinem Haupte, kein Sperling vom Dache ohne den Willen und die Zulassung meines himmlischen Vaters! (Vgl. Röm. 8,28.)
Es kann mir nichts geschehen,
Als was Er hat ersehen
Und was mir heilsam ist.
Ich nehm’ es, wie Er’s gibet,
Was Ihm mit mir beliebet,
Das hab’ ich willig auch erkiest.

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