BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Oktober 1919

Mittwoch, den 29. Oktober 1919


Jona 4,10.11

Gott gebraucht den tiefen Unmut und bitteren Ingrimm des Propheten, dessen Selbstsucht und Verkehrtheit, um ihm im Gegensatz dazu Sein Herz voll selbstlosen Erbarmens und heiliger Liebe verständlich zu machen. O Jona, wird es endlich deinem Gott gelingen, dich bis auf den Grund zu zerbrechen und zu heilen? Wirst du jetzt einmal so vor Ihm zusammenbrechen in Beschämung und Buße, daß Er wirklich ein Neues in dir und aus dir schaffen kann? - Gott zeigt dem Propheten, daß er mehr Liebe für den Wunderbaum habe, als für die Millionen unsterblicher Seelen in der großen Stadt Ninive! - Was ist’s mit mir und dir, lieber Leser? Wir nennen uns Kinder des Gottes, der die Liebe ist und der für die verlorene Welt und Menschheit Seinen Sohn opferte: „Also hat Gott die Welt geliebet, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe!“ (Joh. 3,16.) Was geben wir auf, daß armen, verblendeten Sündern, die den Weg zur Gnade und zum Heil noch nicht wissen, dieser Weg klar gewiesen, die herrliche Erlösung, die in Christo Jesu ist, deutlich kundgetan wird? Was tun wir, um unsterbliche Menschenseelen vom Weg der Sünde und des Verderbens zu retten und zum ewigen Leben zu führen? - Sind wir vielleicht bisher doch nicht besser als der Prophet Jona, der mit seinem Wunderbaum ganz befriedigt war und ruhig zugesehen hätte, wenn die Millionenstadt im Feuer und Rauch des Zornes Gottes untergegangen wäre, wenn zahllose Menschen in ewige Nacht und Qual und Verdammnis gesunken wären?

Denken wir nur an die vom Evangelium noch nicht erreichten Millionen Chinas, an die in dunkle Sündennacht des Heidentums eingeschlossenen Negerstämme Afrikas, an die gequälten Frauen Indiens! Was tue ich, was tust du für diese Mitmenschen, deren täglich mehr als eine Million in die Nacht und Schrecken des ewigen Verderbens sinken? In China, das den vierten Teil der Menschheit umfaßt, sterben jedes Jahr zwölf Millionen Menschen, jeden Monat eine Million, jeden Tag mehr als 30 000 Menschen, jede Stunde mehr als 1000 Menschen - unsterbliche Seelen, die ohne Christum verloren sind!

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