BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Juni 1919

Mittwoch, den 25. Juni 1919


4. Mose 3,1-4

Wie wir schon aus dem vorigen Kapitel sahen, hatten Mose und Aaron mit ihren Familien einen besonderen Platz beim Eingang des Heiligtums. Mose war ja der berufene Führer des ganzen Volkes, der mit Gott in ganz besonders vertrautem Umgang stand und jederzeit Zugang hatte ins Allerheiligste. (Vgl. 2. Mose 33,7-11; 4. Mose 7,89; 12,6-9; 5. Mose 34,10-12.) Die Söhne Moses wurden wieder unter die Leviten eingereiht, und zwar in die Familie der Kehathiter, aus welcher Mose und Aaron stammten und welche unter den drei Levitengeschlechtern die höchsten und heiligsten Aufgaben hatte. - Aaron war von Gott berufen zum Hohenpriester und seine Söhne und Nachkommen bildeten das Priestertum, welches Gott am Altar und im Heiligtum diente. Aarons Weib hieß Elischeba. (2. Mose 6,23.) Von Aarons vier Söhnen hatten zwei gleich nach ihrer Salbung zum Priesterdienst fremdes Feuer vor dem Herrn dargebracht und waren durch göttliches Strafgericht von plötzlichem Tode im Heiligtum ereilt worden. (Vgl. 3. Mose 10.)

Wir erkennen aus diesem Schriftabschnitt, wie der vertraute Umgang des Herzens mit Gott das höchste Vorrecht und auch der einzig wahre Ausgangspunkt alles Dienstes für Gott ist. - Das göttliche Strafgericht über Nadab und Abihu redet eine ernste Sprache. „Auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer!“ (Hebr. 12,29; Ps. 89,7.) Gerade wenn wir Gott nahestehen und dienen, erwartet Er auch heilige Ehrfurcht und freudigen, pünktlichen Gehorsam von uns! Er spricht: „In denen, die Mir nahestehen, will Ich geheiligt, und vor dem ganzen Volke will Ich verherrlicht werden!“ (3. Mos. 10,3.) Wo dies von uns, den Gläubigen, versäumt oder mißachtet wird, da greift unser heiliger Gott richtend ein, denn gerade in Seinem Hause kann Er Ungehorsam, Eigenwillen, Unlauterkeit oder irgendwelches andere Unrecht nicht dulden. Es heißt: „Wenn ihr Den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeden Werk, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in (heiliger Ehr-) Furcht, indem ihr wisset, daß ihr ... erlöst worden seid ... mit dem kostbaren Blute Christi!“ (1. Petr. 1,17-19.)

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