BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Oktober 1918

Sonntag, den 27. Oktober 1918


Amos 5,16.17

In V. 16-20 wird nun das angekündigte göttliche Gericht dem Volke tatsächlich vor Augen gemalt. Wie so oft in den prophetischen Büchern schaut Amos hier gleichzeitig das Nationalunglück, daß innerhalb 80 Jahren durch die Assyrer über Israel kam und den heute noch zukünftigen, großen Endgerichtstag Jehovas, der über Israel und die ganze Erde hereinbrechen soll. - Wie einst, als Gott über Ägypten Gericht hielt, kein Haus im Lande war, da nicht ein Toter war, so sollte auch bei dieser göttlichen Heimsuchung Tod, Jammer und Verderben auf allen Straßen und in allen Häusern herrschen. Ja, Trauer und Wehklage sollte dann Stadt und Land erfüllen; allenthalben würden Tote zu beweinen sein. Selbst in den Weinbergen, die sonst jeden Herbst von Jubel und fröhlichem Gesange erfüllt waren (vgl. Jes. 16,10), würde man nur Jammer vernehmen. - Es wird der Herr Selbst sein, der richtend und strafend durch Israels Mitte zieht, wenn auch die irdischen Feinde, die Assyrer, Seine Werkzeuge sein werden. (Vgl. 2. Mose 12,12.) - Wie buchstäblich hat sich dies alles an dem abtrünnigen Israel erfüllt, als im Jahre 724 v. Chr. Salmanassar, der König von Assyrien, wider Samaria, die Hauptstadt des Zehnstämmereiches, heraufzog, sie drei Jahre lang belagerte und dann einnahm. Welch ein Jammer, welch eine Wehklage in ganz Israel um ungezählte Tote! Und alle, die am Leben blieben, wurden in die Gefangenschaft in ein fernes Land geschleppt, um nie mehr in die Heimat zurückzukehren.

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