BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Juni 1918

Sonntag, den 30. Juni 1918


3. Mose 23,40-44 (VII. Das Laubhüttenfest)

Beachtenswert ist, daß in erster Linie Früchte – Zweige von Fruchtbäumen – genannt sind, mit denen die Kinder Israel ihre Laubhütten schmückten, daran sie sich laben sollten. – Wird nicht jeder treue Gläubige in der ewigen Herrlichkeit mit Jubel ernten und genießen, was er hienieden in einem Leben des Gehorsams und der Hingebung unter Leiden und Mühen und häufig mit Tränen gesäet hat? (Lies Ps. 126,5.6.) Gilt nicht uns allen die Aufmunterung und Verheißung: „Lasset uns im Gutestun nicht müde werden, denn zu Seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten!"? (Gal. 6, lies V. 7-10.) Wie konnte sich doch ein Paulus freuen auf die Herrlichkeit, da die Gläubigen, die er für Christum gewonnen und gefördert hatte, seine „Freude“ und „Ruhmeskrone“ sein werden. (1. Thess. 2,19.20; vgl. Phil. 4,1.) Selbst ein Trunk frischen Wassers, aus Liebe zum Herrn Jesus einem Durstigen dargereicht, wird dort seine Belohnung finden. (Mark. 9,41.) Und von Christo Selbst heißt es: „Von der Mühsal Seiner Seele wird Er Frucht sehen und Sich sättigen.“ (Jes. 53,11.) – Außerdem sollten die Israeliten von „dicht belaubten Bäumen“ Zweige pflücken; besonders wird genannt die Bach- oder Trauerweide und der Palmbaum; bei der Laubhüttenfeier in Neh. 8 finden wir auch noch Myrten- und Ölbaumzweige. Die Palme redet von vollendetem Sieg, die Myrte von hochzeitlicher Freude, der Ölbaum von der Kraft und Fülle des Geistes. So wird die ewige Ruhe und Herrlichkeit, der wir entgegengehen, gekennzeichnet sein durch vollendeten Sieg, hochzeitliche Freude und ungehinderte Wirksamkeit und Kraft des Heiligen Geistes! Warum aber finden wir auch die Bachweide dazwischen, die doch von Trauer spricht? Wird es im Himmel noch Schmerz, Trennung, Leiden oder Tod geben? O nein! aber die Erinnerung an die Trübsale wird bleiben, nicht als etwas Schmerzliches, sondern als Lob und Preis und Dank gegen den Herrn, der durch das alles uns hindurchgeholfen und geläutert hat und es uns überwinden ließ. Ja, Er machte Schmerz, Sünde und Tod zu Gelegenheiten, um Seine herrliche, alles besiegende Gnadenmacht zu offenbaren, die wir ewiglich preisen werden! – Unvermischte Freude! das ist es, was jenes Schlußfest des jüdischen Jahres kennzeichnen sollte nach Gottes Absicht: „Du sollst nur fröhlich sein!“ so gebot Er. (5. Mose 16,15.) Und von dem erlösten Israel im Tausendjährigen Reiche sowohl als erst recht von den Kindern Gottes im Himmel heißt es: „Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, sie werden Wonne und Freude erlangen und Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ (Jes. 35,10.) „Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“ (Offb. 21,4.)

(Diese Auslegungen der sieben Feste sind geschrieben in teilweiser Anlehnung an das Büchlein: „Die Feste Jehovas“ von Dr. E. Dönges. Verlag von Geschw. Dönges, Dillenburg, Nassau.)

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