BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 262 (Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr )
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

h) Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr (3. Mose 23,33-44 )


3. MOSE 23,40-44 ( VII. Das Laubhüttenfest )

40 Und sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmenzweige und Maien von dichten Bäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott. 41 Und sollt also dem HERRN das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, daß sie im siebenten Monat also feiern. 42 Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhütten wohnen, 43 daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Hütten wohnen, da ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott. 44 Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HERRN.

Beachtenswert ist, daß in erster Linie Früchte – Zweige von Fruchtbäumen – genannt sind, mit denen die Kinder Israel ihre Laubhütten schmückten, daran sie sich laben sollten. – Wird nicht jeder treue Gläubige in der ewigen Herrlichkeit mit Jubel ernten und genießen, was er hienieden in einem Leben des Gehorsams und der Hingebung unter Leiden und Mühen und häufig mit Tränen gesäet hat? (Lies Ps. 126,5.6.)

Psalm 126,5.6 -- 5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Gilt nicht uns allen die Aufmunterung und Verheißung: „Lasset uns im Gutestun nicht müde werden, denn zu Seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten!"? (Gal. 6, lies V. 7-10.)

Galater 6,7-10 -- 7 Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 9 Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. 10 Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Wie konnte sich doch ein Paulus freuen auf die Herrlichkeit, da die Gläubigen, die er für Christum gewonnen und gefördert hatte, seine „Freude“ und „Ruhmeskrone“ sein werden. (1. Thess. 2,19.20; vgl. Phil. 4,1.)

1. Thessalonicher 2,19.20 -- 19 Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unserm HERRN Jesus Christus zu seiner Zukunft? 20 Ihr seid ja unsre Ehre und Freude. / Philipper 4,1 -- Also, meine lieben und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, besteht also in dem HERRN, ihr Lieben.

Selbst ein Trunk frischen Wassers, aus Liebe zum Herrn Jesus einem Durstigen dargereicht, wird dort seine Belohnung finden. (Mark. 9,41.)

Markus 9,41 -- Wer aber euch tränkt mit einem Becher Wassers in meinem Namen, darum daß ihr Christo angehöret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben.

Und von Christo Selbst heißt es: „Von der Mühsal Seiner Seele wird Er Frucht sehen und Sich sättigen.“ (Jes. 53,11.)

Jesaja 53,11 -- Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden.

Außerdem sollten die Israeliten von „dicht belaubten Bäumen“ Zweige pflücken; besonders wird genannt die Bach- oder Trauerweide und der Palmbaum; bei der Laubhüttenfeier in Neh. 8 finden wir auch noch Myrten- und Ölbaumzweige. Die Palme redet von vollendetem Sieg, die Myrte von hochzeitlicher Freude, der Ölbaum von der Kraft und Fülle des Geistes. So wird die ewige Ruhe und Herrlichkeit, der wir entgegengehen, gekennzeichnet sein durch vollendeten Sieg, hochzeitliche Freude und ungehinderte Wirksamkeit und Kraft des Heiligen Geistes! Warum aber finden wir auch die Bachweide dazwischen, die doch von Trauer spricht? Wird es im Himmel noch Schmerz, Trennung, Leiden oder Tod geben? O nein! aber die Erinnerung an die Trübsale wird bleiben, nicht als etwas Schmerzliches, sondern als Lob und Preis und Dank gegen den Herrn, der durch das alles uns hindurchgeholfen und geläutert hat und es uns überwinden ließ. Ja, Er machte Schmerz, Sünde und Tod zu Gelegenheiten, um Seine herrliche, alles besiegende Gnadenmacht zu offenbaren, die wir ewiglich preisen werden! – Unvermischte Freude! das ist es, was jenes Schlußfest des jüdischen Jahres kennzeichnen sollte nach Gottes Absicht: „Du sollst nur fröhlich sein!“ so gebot Er. (5. Mose 16,15.)

5. Mose 16,15 -- Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der Stätte, die der HERR erwählen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem Einkommen und in allen Werken deiner Hände; darum sollst du fröhlich sein.

Und von dem erlösten Israel im Tausendjährigen Reiche sowohl als erst recht von den Kindern Gottes im Himmel heißt es: „Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, sie werden Wonne und Freude erlangen und Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ (Jes. 35,10.) „Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“ (Offb. 21,4.)

(Diese Auslegungen der sieben Feste sind geschrieben in teilweiser Anlehnung an das Büchlein: „Die Feste Jehovas“ von Dr. E. Dönges. Verlag von Geschw. Dönges, Dillenburg, Nassau.)

(Sonntag, 30. Juni 1918)

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