BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Mai 1918

Donnerstag, den 23. Mai 1918


Joel 3,9-17 (Luther 4,9-17)

Hier wird uns das Herannahen der feindlichen Nationenheere gegen Jerusalem [Kap. 3,2; Luther 4,2; alte Luther 3,7] näher beschrieben. (Lies Offb. 16,12-16.) Dasselbe geschieht, wenn auch durch finstere Mächte, so doch im letzten Grunde auf den Wink und unter der Zulassung Gottes, denn Er will sie gerade bei Jerusalem und durch die Hand Seines Bundesvolkes endgültig richten und vernichten.*) Doch nicht nur die Feinde sind „Starke“ und „Helden“; auch Jehova hat Seine Helden, Seine Starken (V. 11b), und vor ihnen müssen die Helden der Feinde weichen und unterliegen: „Das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen!“ Das wird sich auch an dem gläubigen Juda der Zukunft offenbaren. Wie die Ähren unter der scharfen Sichel fallen, so sinken die in Menge herangezogenen feindlichen Heere durch das siegreiche Schwert des Herrn und Judas dahin; sie werden in der „Kelter des Grimmes Gottes“ zerstampft, vernichtet, denn „groß ist ihre Bosheit“! (Lies Offb. 14,14-20.) Furchtbar tobt der Kampf im „Tale der Entscheidung“; in der Verwirrung reiben die Widersacher Jerusalems sich gegenseitig auf. Sonne und Mond verhüllen ihr Angesicht, und selbst die Sterne verhalten ihren Glanz; sie mögen das furchtbare Blutbad nicht schauen! - Wie ein Löwe wird Jehova aus Zion brüllen, so daß Himmel und Erde erbeben. Doch so furchtbar Er Seinen Feinden ist - dem wahrhaftigen Israel, den gläubigen Juden, ist Er Zuflucht und Burg. Sie stehen unter Seiner Führung und dürfen jubeln unter Seinem Schutz. Er führt sie zu herrlichem Sieg, indem Er alle ihre Feinde vor ihnen vernichtet und deren Reichtümer und Schätze in ihre Hand fallen läßt. (Lies Sach. 14,12-14.) So erkennt und erfährt das Volk, daß Jehova ihr Gott ist und daß Er Wohnung genommen hat in ihrer Mitte auf Seinem heiligen Berge. Fortan soll Jerusalem in Wahrheit eine heilige Stadt sein, die kein „Fremder“, d. h. kein Feind oder Unreiner mehr betreten wird; sie wird nur noch von Gerechten und Gesegneten bewohnt. (Jes. 60,21.22; Sach. 14,20.21.)

*) Das Tal „Josaphat“ ist jedenfalls jenes Tal, welches der Herr Selbst erst bei Seiner plötzlichen Erscheinung durch ein gewaltiges Erdbeben schaffen wird, indem der Ölberg bei Jerusalem sich in zwei Hälften spalten und eine große Kluft bilden wird. (Sach. 14,3-5.) Dieser Kluft gibt der Prophet den bedeutsamen Namen „Tal Josaphat“, d. h. „Jehova hat gerichtet“, denn hier sollen die Feinde Judas endgültig gerichtet werden von Gott. In V. 14 heißt dieses Tal auch das „Tal der Entscheidung“ oder „des Urteils“, weil es daselbst zu einer letzten Entscheidung zwischen dem Herrn und Seinen Feinden, zu einem abschließenden gerichtlichen Urteil über sie kommt.

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