BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Mai 1918

Mittwoch, den 22. Mai 1918


Joel 3,1-8 (Luther 4,1-8)

Jene Endzeit, von welcher Kap. 2,28-32 [Luther 3,1-5] bereits redet, wird also die Zeit der endgültigen Befreiung Israels aus aller Erniedrigung, Zerstreuung und Bedrängnis unter den Nationen sein - die Zeit ihrer Sammlung und Segnung im Heiligen Lande! Wie Gott etwa 300 Jahre nach Joels Lebzeiten aus der babylonischen Gefangenschaft einen Überrest der Juden heimkehren ließ, so steht Israel in vielleicht naher Zukunft eine unendlich herrlichere Rückkehr in ihr Land, eine wunderbare innere und äußere Erneuerung und Segnung bevor. Die den Juden feindlichen Völker des Ostens werden sich allerdings gerade dann, wenn dieselben wieder in ihrem Lande ansässig geworden sind, noch ein letztes Mal zum Kampfe wider sie rüsten in der sicheren Hoffnung, das an sich nicht starke Volk endgültig zu besiegen. Zunächst werden die Feinde auch tatsächlich Gelingen haben, indem sie Jerusalem einnehmen und im ganzen Lande entsetzliche Verwüstung anrichten. (Sach. 13,8.9; 14,1.2.) Diese furchtbare Drangsal dient zur letzten Sichtung und völligen Scheidung zwischen den ungläubigen und den an Christum gläubigen Juden; den ersteren, die ja Anhänger des Antichristen sind, wird die furchtbare Not zum wohlverdienten Strafgericht; den letzteren gereicht sie zur tiefen Demütigung und Läuterung. Doch im Augenblick höchster Bedrängnis wird Jehova Jesus Selbst mit Seinen Kriegsheeren vom Himmel erscheinen, um mit den Feinden abzurechnen. (Sach. 14,3-7.12-15.) Es wird dann an den Nationen heimgesucht werden, was sie an den Juden gesündigt haben - vor allem, daß sie sie jahrhundertelang von ihrem Erblande ferngehalten und unterdrückt haben!

V. 4-6: Die Philister, welche sich in der Endzeit auch gegen Juda erheben werden, haben keinen begründeten Anlaß dazu. Vielmehr haben auch sie sich von alters her schwer und vielmals an Juda versündigt*) und werden deshalb dem göttlichen Strafgericht nicht entgehen! Jehova, der Gott Israels, wird in der Endzeit das bisher so traurige Los Seines irdischen Bundesvolkes gänzlich wenden. Dasselbe wird aus der Zerstreuung und Verbannung gesammelt und in seinem alten Heimatlande zu Macht und Ehren gebracht werden durch den Herrn Selbst, dem es als seinem Messias, Erlöser und König huldigt. Ihren Feinden aber geschieht im Gericht alles das, was sie zuvor den Juden angetan haben an Schmach und Schaden! (V. 7.8.) „Ja, Herr, Gott, Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind Deine Gerichte!“ (Offb. 16,7.)

*) Es lebte zu Joels Tagen noch frisch in der Erinnerung des Volkes der schreckliche Überfall, den die Philister und Araber in den Tagen Jorams in Juda und Jerusalem machten (2. Chron. 21,16.17), wobei sie Schätze an Silber und Gold fortnahmen und auch zahlreiche Söhne und Töchter des Volkes und selbst des königlichen Hauses als Gefangene wegschleppten und z. T. als Sklaven an ferne Völker weiterverkauften.

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