BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Februar 1918

Freitag, den 22. Februar 1918


Hosea 14,7.8 (Luther 14,8.9)

In dem herrlichen Tausendjährigen Reiche Christi auf Erden soll das erlöste Volk Israel an der Spitze der Völker solch ein mächtiger, Frucht und Schatten spendender Baum sein. Alle Glieder des Volkes sollen froh und kraftvoll gedeihen unter den inneren und äußeren Segnungen Gottes und Ihm Ehre und Frucht bringen. - Häufig wird Israel in der Schrift mit einem Weinstock verglichen. Doch während das alte Israel Gott immer wieder enttäuscht hat durch Ungehorsam, Undank und Unfruchtbarkeit, wird das neue Israel der Zukunft zur Verherrlichung Gottes dastehen und - beschämt über seine traurige Vergangenheit - Ihm dankbar und doppelt die guten Früchte bringen, die Er auf all Seine Gnade hin erwarten kann. So wird es dann seinem Namen lieblich entsprechen! (Ephraim = „doppelte Fruchtbarkeit“.) - Nun folgt ein köstliches Zwiegespräch zwischen dem erlösten Israel und seinem Gott. Es fragt - beschämt an seine Vergangenheit gedenkend: „Was habe ich fortan mit den Götzen zu schaffen?“ O, daß es in dem Leben jedes einzelnen Gläubigen schon zu einem so entschiedenen Wendepunkt gekommen wäre, daß „fortan“ die Gesinnung und der Wandel völlig gelöst wäre von den „Götzen“, denen das Herz vorher noch so häufig neben dem Herrn gedient hat! - Auf diese Frage des befreiten Israel, welche zugleich zu einem Gebet um Bewahrung wird, weil es die eigene Ohnmacht so tief empfindet, antwortet der Herr: „Ich, Ich habe dich erhört und auf dich geblickt.“ Ja, solche Fragen, solche Herzensentschlüsse und Bitten um Bewahrung beantwortet der Herr so gerne. Er kann sie einem gedemütigten, Ihm vertrauenden Herzen wunderbar erhören und erfüllen, denn Er blickt gnädig, wohlgefällig und segnend auf dasselbe. - Von neuem spricht das erlöste Israel in dem glückseligen Bewußtsein dessen, was die Gnade aus ihm gemacht hat: „Ich bin wie eine grünende Zypresse!“ (Lies Ps. 92,12-15 [Luther 92,13-16].) Ja, wir dürfen uns in Demut dessen freuen, was des Herrn Barmherzigkeit an uns getan und aus uns gemacht hat! Der Herr aber in Seiner Liebe und Weisheit erinnert uns stets neu daran, daß alles Gute - auch das, was sich nun in unserem Leben zu Seiner Ehre zeigt - von Ihm kommt: „Aus Mir wird deine Frucht gefunden!“ Laßt uns dessen stets eingedenk bleiben, liebe Miterlöste! Der Herr Jesus ruft uns zu: „Bleibet in Mir! ... Wer in Mir bleibet und Ich in ihm, dieser bringt viel Frucht; denn ohne Mich könnt ihr nichts tun!“

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