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JAHRGANG 1917
September 1917

Sonnabend, den 22. September 1917


3. Mose 21,9

Der Priester war dafür verantwortlich, daß seine Kinder in reinen und guten Wegen wandelten. War das nicht der Fall, so fiel die Entehrung auf ihn selbst zurück und machte ihn unfähig für seinen erhabenen Dienst. Die Sünden der Kinder eines Priesters wurden weit schwerer geahndet als die anderer Glieder des Volkes. – Sind nicht auch heute die Priester Gottes, die Gläubigen, in besonderer Weise verantwortlich für ihre Kinder? Gehören dieselben nicht mit ihnen zum Hause Gottes und sollen daher auch „in der Furcht und Ermahnung des HErrn“ aufgezogen werden? (Eph. 6,4; vgl. 1. Mose 18,19). Die Kinder der Gläubigen sind heilig (1. Kor. 7,14); Gott will sie nicht für Welt und Unglauben, für Eitelkeit und Sünde auferzogen sehen, sondern für Seinen Namen und Sein Reich! Wohl bedürfen sie, wenn sie dem zarten Kindesalter entwachsen sind, eben wie jeder andere Mensch der persönlichen Wiedergeburt, um Kinder Gottes heißen und tatsächlich in Gottes ewiges Reich eingehen zu können. Aber hierzu hat Gott sie auch besonders ausersehen, indem Er die Eltern bekehrte und zu ihnen sprach: „Glaube an den Herrn Jesum, und du wirst errettet werden, du und dein Haus!“ (Apgesch. 16,31). gerade diese herrliche Zusage nun macht es den bekehrten Eltern zur heiligen Pflicht, sich von Gott fortgesetzt Gnade und Weisheit zu erflehen, um ihren Kindern in jeder Hinsicht das beste Vorbild zu geben in einem heiligen Wandel vor dem Angesicht Gottes. Ihre Kinder sind das kostbarste irdische Geschenk von HErrn, das sie besitzen, und sie sind berufen, dieselben in der Ihm wohlgefälligen Weise zu überwachen, zu erziehen und zu beeinflussen (Lies Psalm 127 und 128!). Ja, es ist eine große, heilige Aufgabe, welche wohl viele persönliche Opfer erfordert, aber auch sehr köstlich ist, Kinder zu einem Gott geweihten Leben, zur praktischen Nachfolge Christi und für den Himmel zu erziehen! – Von den Ältesten und Dienern unter den Gläubigen, welche ein Vorbild für alle sein sollten, erwartet die Heilige Schrift, daß sie „dem eigenen Hause wohl vorstehen und ihre Kinder in Unterwürfigkeit halten mit allem würdigen Ernst“, - ja, daß sie „gläubige Kinder haben, die nicht eines ausschweifenden Lebens beschuldigt werden oder zügellos sind“ (1. Tim. 3,4.12; Tit. 1,6).

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