BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
Juni 1917

Dienstag, den 26. Juni 1917


Psalm 107,23-28

Was todbedrohte Schiffer auf hoher See durchmachen müssen, ist so recht ein Bild davon, wie nach Gottes Vorsehung die Stürme und Nöte des Lebens, die über den Menschen hereinbrechen, dazu dienen sollen, ihn seine völlige Ohnmacht und Hilflosigkeit erkennen zu lassen. – Wenn es nur auch in unserer schweren Zeit bei allen Bedrängten soweit käme, wie es hier beschrieben ist und wie Gott es beabsichtigt, daß in der Not ihr stolzes, eigenwilliges Herz in wahrer Buße und Selbstanklage vor Ihm zerschmilzt! Wenn sie durch die äußere Bedrängnis sich doch alle dahin führen ließen, ihre Schuld und Erlösungsbedürftigkeit Gott gegenüber einzusehen und zu bekennen! O, wie bald und wie gründlich könnte ihnen geholfen werden – wie würde der mächtige Heiland sie nicht nur aus ihren äußeren Drangsalen befreien, sondern vor allem den Sturm und Aufruhr in ihrem Inneren zum Schweigen bringen, indem Er ihre Seele zum Glaubensgehorsam gegenüber dem Evangelium führte! – Wie viele gehen unter auf dem stürmischen Lebensmeer und sinken in ewige Nacht und Qual, statt in den sicheren Hafen der Hingabe an Jesum Christum einzulaufen! Warum? Weil sie sich nicht von Herzen beugen wollen mit ihrer Sündenschuld – weil ihnen bis zuletzt die Welt und die Sünde lieber ist, als die Errettung ihrer unsterblichen Seele! Und doch: „Was wir des einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewänne, aber seine Seele einbüßte?“ (Mark. 8,36.)

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