BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
Juni 1917

Freitag, den 8. Juni 1917


3. Mose 19,19

Mit den Worten „Meine Satzungen sollt ihr beobachten“ beginnt eine neue Reihe von Geboten, welche dem Volke Gottes die Heilighaltung der natürlichen und sittlichen Weltordnung zur Pflicht macht.. - Israel sollte die natürliche Ordnung und Sonderung in der Tier- und Pflanzenwelt als eine göttliche, in der Schöpfung begründete achten! – In dem Gebot: „Dein Feld sollst du nicht besäen mit zweierlei Samen“ liegt für uns Christen eine tiefe, geistliche Bedeutung. Unsere kurze Lebenszeit auf Erden wird als ein Ackerland angesehen; jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat ist eine Aussaat., die entweder böse oder gut sein kann. Nun will unser Gott nicht, daß das praktische Leben seiner Kinder eine Mischsaat von Gutem und Bösem, von Fleischlichem und Geistlichem sei! (Lies Jak. 3,10-17). Nein, Er will uns Gnade schenken, das Böse zu meiden und das Gute zu tun. Wir sollen uns nicht täuschen über unser Tun, denn unser Gott lässt Seiner nicht spotten.! „Wer für sein eigenes Fleisch säet, (d.h. wer nach seinem natürlichen Herzen und alten Wesen lebt und denkt, redet und handelt), der wird von dem Fleische Verderben ernten“ – auch der Gläubige! Man denke an Ananias und Sapphira, an Hymenäus und Alexander! (Lies Apgesch. 5,1-11; 1. Tim. 1,18-20). Wir sind aber durch die Gnade berufen, „für den Geist zu säen“ und von dem Geiste „ewiges Leben zu ernten“. Deshalb folgt die Aufforderung, Gutes zu tun und nicht darin müde zu werden. Die herrliche Ernte, der köstliche, ewige Lohn beim HErrn wird folgen, wenn wir nicht ermatten und nicht ins alte natürliche Wesen und Tun zurücksinken! (Lies Gal. 6,7-10). Der ganze Wandel der Kinder Gottes soll ein einheitliches Kleid praktischer Gerechtigkeit sein – nicht ein Gewirke, das von natürlichem Wesen und göttlicher Gnade gemischt ist, sondern die einheitliche Darstellung der Tugenden unseres Heilandes! Soll dies aber durch die Gnade der Fall sein, so gilt es, „allezeit das Sterben Jesu am Leibe umherzutragen, auf daß auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Leibe (d.h. in unserem praktischen, täglichen Leben) offenbar werde!“ (2. Kor. 4,10)

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