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JAHRGANG 1917
März 1917

Dienstag, den 6. März 1917


3. Mose 17,8-9

Der eherne Altar am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft war für den Israeliten die einzige Opferstätte, der alleinige Begegnungsort mit Gott. Wagte es jemand unter dem Volk, sein Opfer anderswo darzubringen, so bewies er, daß sein Herz nicht die Gegenwart Gottes begehrte – ja, daß er dieselbe verachtete und in Gefahr stand, sich dem Dämonendienst zuzuwenden. Die Todesstrafe traf ihn. – Die geistliche Anwendung dieser ernsten Verordnung für unsere Tage liegt nahe. Gott hat einen Ort erwählt, da Er dem sündigen Menschen begegnen will, und dieser Ort ist das Kreuz Christi, das Gegenbild des ehernen Altars. Auf welchem das Opfer dargebracht wurde. Auf Golgatha ist es mit welterleuchtender Klarheit festgestellt worden, daß Gott allein Anrecht auf das Leben hat – daß der Mensch durch die Sünde das Leben verwirkt hat. Freiwillig hat Jesus, der heilige Sohn Gottes, Sein Leben auf Golgatha dargelegt, um für uns den gerechten Ansprüchen Gottes zu begegnen! – So ist es denn nur auf Grund des Opfers Christi dem sündigen Menschen möglich, Gott zu nahen und vor sein Angesicht zu treten! Wer das Kreuz umgehen, den Erlösungsboden von Golgatha nicht betreten, sondern auf seine eigene Weise zu Gott kommen will, der bringt ein Kainsopfer dar, das Gott nicht wohlgefällig annehmen kann; er ist in Wahrheit ein Verächter Gottes (lies 1. Mose 4,3-7; Hebräer 11,4), denn er tritt Gottes gerechte und heilige Ansprüche mit Füßen, leugnet die eigene Schuld und Sünde und verschmäht die in Christo dargebotene Gnade und Erlösung. Ihn, Seinen eingeborenen Sohn, „hat Gott dargestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an Sein Blut … daß Er … den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum ist“ (Römer 3,24-26). Und wie das Urteil über jenen Israeliten lautete: „Selbiger Mann soll ausgerottet werden aus seinen Völkern“, so heißt es heute: „Wer dem Sohn Gottes nicht glaubt (oder gehorcht), wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“

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