BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1916
August 1916

Donnerstag, den 17. August 1916


3. Mose 14,4-5

Unser Kapitel zeigt uns nunmehr, was von Gott aus geschah, um den vom Aussatz Geretteten in den vollen Genuß aller Segnungen und Vorrechte des Volkes Gottes zurückzubringen Zunächst hatte der Geheilte selbst hierbei nichts zu tun; der Priester tat alles für ihn und an ihm. Wir werden sehen, wie herrlich und klar dies im Vorbilde hinweist auf die Reinigung und Rechtfertigung des Sünders bei seiner Bekehrung — auf seine Einführung durch Christum in all die geistlichen Segnungen und Vorrechte des erlösten Volkes Gottes. — Nur durch das Blut eines stellvertretenden Opfers konnte die Unreinheit des Aussätzigen gesühnt, seine Reinigung bewirkt werden. Sünde ist Schuld vor Gott: „Die Sünde ist Gesetzlosigkeit.“ (1. Joh. 3,4.) — Christus ist „unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden“ (Röm. 4,25); darauf weist dieses Opfer der beiden „reinen Vögel“ in klarer, segensreicher Weise hin. Der eine Vogel wurde geschlachtet und der andere wurde in dessen Blut getaucht und flog dann mit diesem Zeichen der geschehenen Sühnung ins freie Feld. — Ein sterbender Heiland sühnte unsere Schuld und Unreinheit, und ein auferstandener Heiland ist „mit Seinem eigenen Blut ein für allemal ins Heiligtum eingegangen“, als Er „eine ewige Erlösung erfunden“ und für uns vollbracht hatte. Nachdem Er „die Reinigung unserer Sünden gemacht hat“, ist Er „in den Himmel selbst eingegangen, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen“ — d. h. für alle, die mit ihrer Sünde in Wahrheit zu Ihm gekommen sind und sich Ihm anvertraut haben! (Lies Hebr.1,3; 9,11-14.24-28.)

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