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JAHRGANG 1915
Juli 1915

Sonnabend, den 10. Juli 1915


3. Mose 6,7-11 (6,14-18) u. 7,9-10

Nach Darbringung des Gedächtnisteils kam das Speisopfer den Priestern zu. Es ist das Vorrecht der Gläubigen als Priester Gottes, den Herrn Jesum in Seinem vollkommenen Leben als Mensch auf Erden mit Glaubensaugen anzuschauen. Ja, unsere Seele darf sich an Ihm, dem „wahrhaftigen Brot aus dem Himmel“ (Joh. 6,32), sättigen. Er sagt: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu Mir kommt, wird nicht hungern, und wer an Mich glaubt, wird nimmermehr dürsten“ (Joh. 6,35). In dessen das Speisopfer war „ein Hochheiliges“; nur „an heiliger Stätte“, d. h. im Vorhof der Stiftshütte, durften die Priester es essen. Jeder Gläubige ist ein Priester in Gottes Augen. Wenn er jedoch nicht durch Glauben seine hohe Berufung erkennt und würdig derselben wandelt, so wird seine Seele sich nicht wahrhaft an Jesus, dem herrlichen Speisopfer, erquicken. Und doch ist es sein „für ewig bestimmtes“ köstliches Teil! Aber praktische Heiligung, Gelöstsein von der Welt und der Sünde, ist unbedingt erforderlich. Ach, es gibt viele Gläubige, viele „Priester Gottes“, welche sich nicht in Wahrheit erquicken und freuen können an Jesus! Warum nicht? Weil sie nicht „an Heiliger Stätte“, nicht in Gottes Gegenwart und Gemeinschaft, stehen mit ihrem Herzen und praktischen Leben. Sie können keinen Gebrauch machen von ihren Vorrechten, weil sie nicht treu sind. Wann werden sie „sich reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes“?

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