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DIE PSALMEN

85 - HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! (Psalm 85,1-13)


PSALM 85,5-7

5 Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn gehen lassen für und für? 6 Willst du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dich freuen möge? 7 HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!

Die Israeliten konnten nicht mit dieser freudigen Gewißheit wie heute die gläubigen Christen sagen: Wir sind errettet vom Zorn, wir kommen nicht ins Gericht, weil wir an den Sohn Gottes glauben, der am Kreuz für uns Gottes Zorn und Gericht erduldete! Doch müssen wir klar unterscheiden zwischen dem ewigen Zorn und Gericht Gottes, als des heiligen Richters und dem zeitlichen Zürnen und Richten Gottes, als des heiligen Vaters. Das erstere hat als Folge die ewige Verdammnis für alle ungeretteten Menschen; das letztere hat als Folge ernste Erziehungs- und Züchtigungswege in diesem Leben für ungehorsame Kinder Gottes (vergl. Jeremiah 30,12-17).

Jeremiah 30,12-17 -- 12 Denn also spricht der HERR: Dein Schade ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind unheilbar. 13 Deine Sache behandelt niemand, daß er dich verbände; es kann dich niemand heilen. 14 Alle deine Liebhaber vergessen dein, und fragen nichts darnach. Ich habe dich geschlagen, wie ich einen Feind schlüge, mit unbarmherziger Staupe um deiner großen Missetat und deiner starken Sünden willen. 15 Was schreist du über deinen Schaden und über dein verzweifelt böses Leiden ? Habe ich dir doch solches getan um deiner großen Missetat und um deiner starken Sünden willen. 16 Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geängstet haben, sollen alle gefangen werden; die dich beraubt haben sollen beraubt werden, und alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden. 17 Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR, darum daß man dich nennt die Verstoßene und Zion, nach der niemand frage.

In diesem letzteren Sinne also kann auch ein Gläubiger noch den Unwillen, den Zorn und das Gericht Gottes zu schmecken bekommen. Ebenso steht das ganze Volk Gottes als solches unter der heiligen Regierung und Zucht Gottes, und es gibt für dasselbe besondere Gerichtszeiten, wie es besondere Segenszeiten gibt. Darum heißt es: „Die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes“ (lies 1. Petrus 4,17-18).

1. Petrus 4,17-18 -- 17 Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium nicht glauben? 18 Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?

Von einer besonderen Gerichtszeit redet Vers 5, und in Vers 6 und 7 erfleht der Glaube für das Volk Gottes auf Erden eine neue Segenszeit. Immer wieder bedarf die Gemeinde Gottes und auch einzelne Gläubige eine Neubelebung von oben her durch das Wort und den Geist Gottes. Gerade in unseren letzten, ernsten Tagen ist es ganz besonders wichtig für die Kinder Gottes, in ihren Gebeten bei Gott nachzusuchen um eine Neubelebung für so viele einzelne lau und träge gewordene Glieder des Volkes Gottes, sowie für die Gesamtheit der Gläubigen und des Werkes Gottes auf Erden. (Donnerstag, 29.7.1915)

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