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DIE PSALMEN

85 - HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! (Psalm 85,1-13)


PSALM 85,1-4

1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erlöst; 2 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedeckt (sela); 3 der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns: 4 tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns!

Dieser Psalm ist gedichtet von den Söhnen Korahs, die so gnädig verschont wurden von dem furchtbaren Strafgericht, welches ihr Vater sich durch Hochmut und Vermessenheit zugezogen hatte (vergl. 4. Mose 16 und 26,11).

4. Mose 16 (externer Link) / 4. Mose 26,11 -- Aber die Kinder Korahs starben nicht.

In ganz besonderer Weise wußten sie also die vergebende Gnade Gottes zu schätzen. Wie die meisten Psalmen, redet auch dieser von den zukünftigen Erfahrungen und Segnungen des Volkes Israel; doch ist er von großer praktischer Bedeutung für das Volk Gottes zu allen Zeiten. In welch wunderbarer Weise hat Gott uns in Seinem Sohn Seine Gunst und Gnade erzeigt, durch Jesu Blut hat Er alle unsere Ungerechtigkeit vergeben, unsere Sünde zugedeckt (Verse 1-2). Gott hat Seinen gerechten Grimm nicht nur „zurückgezogen“, nein, Gottes eingeborener Sohn hat denselben völlig getragen für uns am Kreuze, so daß uns auch nicht eine Spur von diesem Zorn und Gericht treffen wird in Ewigkeit (lies Jesaja 53,5).

Jesaja 53,5 -- Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

So kennen und rühmen wir, die Gläubigen, nun Gott als den „Gott unseres Heils“ (Vers 4). Ernst ist es indessen, daß wir als Kinder Gottes den Unwillen unseres himmlischen Vaters erregen können, wenn wir nach unserer Bekehrung uns nicht üben in dankbarem Gehorsam und freudiger Hingebung an Ihn, unseren großen Gott. Deshalb schreibt Petrus den Gläubigen: “Wenn ihr Den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeden Werk, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht“ (1. Petr. 1,17-19). (Mittwoch, 28.7.1915)

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