BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 234 (Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

a) Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche (3. Mose 23,1-3)


3. MOSE 23,3 (Der Sabbat)

Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen

Daß der „erste Tag der Woche“, der Auferstehungstag Christi, der wöchentliche Festtag der ersten Christen wurde, den sie, wie auch wir heute, als den „Tag des Herrn“ (Offb. 1,10), d. h. den dem Herrn Jesu geweihten Tag bezeichneten, ist sehr bedeutsam.*)

Offenbarung 1,10 -- Ich war im Geist an des HERRN Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune

Durch das Erlösungswerk Christi ist ja der Glaubende befreit vom Gesetz – auch vom Sabbatgebot – und auf den weit erhabeneren Boden der Gnade gestellt. Vergebung der Sünden, göttliche Gerechtigkeit und das ewige Leben sind ihm von vorneherein in Christo geschenkt; ja, er darf sich schon jetzt im Glauben der ewigen Ruhe und Herrlichkeit Gottes rühmen! Darum hat Gott nunmehr für uns den Ruhetag an den Anfang der Woche gestellt; das ist bezeichnend für die neue Stellung und die Segnung des Christen! Von Gott gesetzlich verboten ist ihm am Sonntag die Arbeit nicht; aber er freut sich, am Tage seines Herrn und Heilandes die Werktagsarbeit möglichst beiseite zu lassen und an diesem Tage Herz und Gedanken, Kraft und Zeit in besonderer Weise dem Herrn weihen zu dürfen, der so Großes für ihn getan hat! – Sabbat und Sonntag, der siebente und der erste Tag, sind also bedeutsam und bezeichnend für den grundlegenden Unterschied und Gegensatz zwischen Gesetz und Evangelium – zwischen dem kraftlosen, vergeblichen Bemühen des natürlichen Menschen und der Kraft und Gnade Gottes in dem Erlösten!

Hiermit schließen wir unsere Ausführungen über den Sabbat. Derselbe stand also an der Spitze aller Feste Jehovas in Israel und weist zugleich hin auf das selige Schlußfest und herrliche Ziel, zu welchem Gott durch Christum alle bringen wird, die sich aufrichtig vor Ihm gebeugt haben in Buße und Glauben. Die Juden feierten, wie wir sahen, den siebenten, also den Schlußtag der Woche. Das Gesetz stellte die Ruhe an das Ende, indem es dieselbe erst versprach nach sechs Tagen des Wirkens. Ebenso wurde unter dem Gesetz das Leben nur dem in Aussicht gestellt, welcher das ganze Gesetz gehalten hatte. (Röm. 10,5; 3. Mos. 18,5.)

Römer 10,5 -- Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: "Welcher Mensch dies tut, der wird dadurch leben. / 3. Mose 18,5 -- Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR.

Aber noch nie ist aus Gesetzeswerken ein Mensch zur Gerechtigkeit, zur wahren Ruhe und zu Gottes Herrlichkeit gelangt: denn der Mensch ist ein Sünder, unfähig und kraftlos zum Guten, geknechtet unter die Sünde! (Röm. 3,9.20; Eph. 2,1-3.)

Römer 3,9.20 -- 9 Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind ... 20 darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. / Epheser 2,1-3 -- 1 Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden, 2 in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, nämlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, 3 unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unseres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern.

Selbst die Gläubigen des Alten Bundes erlangten nicht durch das Halten der Gebote, sondern durch Glauben Annahme und Gerechtigkeit bei Gott, wie uns das an Abraham, dem Vater der Gläubigen, dargetan wird. (1. Mos. 15,6.)

1. Mose 15,6 -- Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

Dann, als im Glauben Gerechtfertigte, erwiesen sie sich Gott dankbar durch einen gehorsamen Wandel in Seinen Geboten; darin sind sie uns ein leuchtendes Vorbild

(Sonntag, 13. Januar 1918)

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