BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 233 (Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

a) Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche (3. Mose 23,1-3)


3. MOSE 23,3 (Der Sabbat)

Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen

In Verbindung mit dem Sabbat legt sich uns sofort der Gedanke nahe an den Sonntag, der der „Tag des Herrn“ genannt wird. (Offb. 1,9.10.)

Offenbarung 1,9.10 -- 9 Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trübsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heißt Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi. 10 Ich war im Geist an des HERRN Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune

Wie kommt es, daß wir Christen diesen ersten Tag der Woche feiern? Der Sonntag ist der Auferstehungstag des Herrn Jesu. Während des jüdischen Sabbats lag Er im Grabe, aber am folgenden Morgen vor Sonnenaufgang ging Er, die wahre Lebenssonne, siegreich und herrlich aus Tod und Grab hervor. (Lies Mark. 16,1.2.9; Luk. 24,1-6.)

Markus 16,1.2.9 -- 1 Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn. 2 Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr früh, da die Sonne aufging. ... 9 Jesus aber, da er auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. / Lukas 24,1-6 -- 1 Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. 2 Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe 3 und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht. 4 Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. 5 Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war

Seine Auferstehung verkündet es laut vor aller Welt, daß Er Satan und Sünde, Tod und Verdammnis auf ewig besiegt hat und daß durch Ihn Leben und Unverweslichkeit, Heil und Rettung, Erlösung von Schuld und Sünde ans Licht gebracht und bereit sind für jeden Glaubenden. Nicht nur einer Maria Magdalena, einem Petrus und den Emmausjüngern erschien Er an diesem wunderbaren Tage, sondern am Abend desselben trat Er als der Auferstandene auch in die Mitte der versammelten Jüngerschar und brachte ihnen den kostbaren Frieden, den Er ihnen so teuer am Kreuz erworben hatte durch Sein Blut und Seine Wunden. Ja, der Sonntag, der „erste Tag der Woche“, ist der große Siegestag unseres Herrn und Heilandes. Wir sehen, daß Er während jener 40 Tage nach Seiner Auferstehung denselben immer wieder dadurch kennzeichnete, daß Er den versammelten Jüngern erschien (lies Luk. 24; Joh. 20, besonders V. 19 und 26);

Johannes 20.19.26 -- 19 Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! ... 26 Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!

obwohl damit natürlich nicht gesagt sein soll, daß Er nicht auch an anderen Tagen Sich einzelnen offenbarte. Wir verstehen aber, daß die ersten Christen stets diesen ersten Tag der Woche heiligten, nicht als ein ihnen auferlegtes Gebot, sondern als einen Tag hoher Vorrechte und Segnungen, als den ihrem erhöhten Herrn gehörigen und geweihten Tag! An diesem Tage feierten sie das Gedächtnismahl des Herrn, das „Brechen des Brotes“, durch welches sie Seinen Tod verkündigten und Seine Gnade priesen. (Vergl. Apg. 20,7.)

Apostelgeschichte 20,7 -- und das Schweißtuch, das Jesus um das Haupt gebunden war, nicht zu den Leinen gelegt, sondern beiseits, zusammengewickelt, an einen besonderen Ort.

Und in Verbindung mit ihrem Zusammenkommen an diesem Tage standen auch ihre Geldsammlungen für ihre bedürftigen Mitgläubigen (1. Kor. 16,1.2) als ein köstliches Zeugnis der Liebe und des Verbundenseins untereinander!

1. Korinther 16,1.2 -- 1 Was aber die Steuer anlangt, die den Heiligen geschieht; wie ich den Gemeinden in Galatien geordnet habe, also tut auch ihr. 2 An jeglichem ersten Tag der Woche lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch und sammle, was ihn gut dünkt, auf daß nicht, wenn ich komme, dann allererst die Steuer zu sammeln sei.

Sehr tröstlich und lieblich ist es, zu sehen, daß der Apostel Johannes, der geliebte Jünger des Herrn, als er um des Wortes Gottes willen auf die einsame Insel Patmos verbannt worden war, auch den Auferstehungstag des Herrn Jesus hochhielt, indem er an diesem Tage in besonderer Weise „im Geiste“, d. h. innerlich von allem Sichtbaren abgewandt und auf Gott und den Herrn Jesus gerichtet war. Und der Herr schenkte ihm an diesem Tage die wunderbare „Offenbarung“, die den Abschluß der Heiligen Schrift bilden und uns so wichtige, ernste und herrliche Dinge kundtun sollte!

(Samstag, 12. Januar 1918)

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