BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Januar 1918

Sonntag, den 13. Januar 1918


3. Mose 23,3 (Der Sabbat)

Daß der „erste Tag der Woche“, der Auferstehungstag Christi, der wöchentliche Festtag der ersten Christen wurde, den sie, wie auch wir heute, als den „Tag des Herrn“ (Offb. 1,10), d. h. den dem Herrn Jesu geweihten Tag bezeichneten, ist sehr bedeutsam.*) Durch das Erlösungswerk Christi ist ja der Glaubende befreit vom Gesetz – auch vom Sabbatgebot – und auf den weit erhabeneren Boden der Gnade gestellt. Vergebung der Sünden, göttliche Gerechtigkeit und das ewige Leben sind ihm von vorneherein in Christo geschenkt; ja, er darf sich schon jetzt im Glauben der ewigen Ruhe und Herrlichkeit Gottes rühmen! Darum hat Gott nunmehr für uns den Ruhetag an den Anfang der Woche gestellt; das ist bezeichnend für die neue Stellung und die Segnung des Christen! Von Gott gesetzlich verboten ist ihm am Sonntag die Arbeit nicht; aber er freut sich, am Tage seines Herrn und Heilandes die Werktagsarbeit möglichst beiseite zu lassen und an diesem Tage Herz und Gedanken, Kraft und Zeit in besonderer Weise dem Herrn weihen zu dürfen, der so Großes für ihn getan hat! – Sabbat und Sonntag, der siebente und der erste Tag, sind also bedeutsam und bezeichnend für den grundlegenden Unterschied und Gegensatz zwischen Gesetz und Evangelium – zwischen dem kraftlosen, vergeblichen Bemühen des natürlichen Menschen und der Kraft und Gnade Gottes in dem Erlösten!

Hiermit schließen wir unsere Ausführungen über den Sabbat. Derselbe stand also an der Spitze aller Feste Jehovas in Israel und weist zugleich hin auf das selige Schlußfest und herrliche Ziel, zu welchem Gott durch Christum alle bringen wird, die sich aufrichtig vor Ihm gebeugt haben in Buße und Glauben.

*) Die Juden feierten, wie wir sahen, den siebenten, also den Schlußtag der Woche. Das Gesetz stellte die Ruhe an das Ende, indem es dieselbe erst versprach nach sechs Tagen des Wirkens. Ebenso wurde unter dem Gesetz das Leben nur dem in Aussicht gestellt, welcher das ganze Gesetz gehalten hatte. (Röm. 10,5; 3. Mos. 18,5.) – Aber noch nie ist aus Gesetzeswerken ein Mensch zur Gerechtigkeit, zur wahren Ruhe und zu Gottes Herrlichkeit gelangt: denn der Mensch ist ein Sünder, unfähig und kraftlos zum Guten, geknechtet unter die Sünde! (Röm. 3,9.20; Eph. 2,1-3.) Selbst die Gläubigen des Alten Bundes erlangten nicht durch das Halten der Gebote, sondern durch Glauben Annahme und Gerechtigkeit bei Gott, wie uns das an Abraham, dem Vater der Gläubigen, dargetan wird. (1. Mos. 15,6.) Dann, als im Glauben Gerechtfertigte, erwiesen sie sich Gott dankbar durch einen gehorsamen Wandel in Seinen Geboten; darin sind sie uns ein leuchtendes Vorbild!

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