BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 174 (Nicht stehlen noch lügen. Nicht betrügerisch handeln oder falsch schwören)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
4. Wie sich die Heiligkeit des HERRN im täglichen Leben auswirken soll (3. Mose 19,1-37)

g) Nicht stehlen noch lügen. Nicht betrügerisch handeln oder falsch schwören (3. Mose 19,11-12)


3. MOSE 19,11-12

11 Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch fälschlich handeln einer mit dem andern. 12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und entheiligen den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR.

Jede Aneignung fremden Gutes ist unrecht – mag es sich um eine Stahlfeder, einen Bleistift, ein Stück Zucker oder einen Tausendmarkschein handeln. Auch jede Übervorteilung oder sonstige Schädigung des Nächsten ist Unredlichkeit! – Häufiger als man meint, lasten auf dem Gewissen der Kinder Gottes noch kleinere oder größere Unredlichkeiten! Das Gesetz ist ein Spiegel, durch welchen Gott uns manche Sünde in unserem Leben aufdeckt. Paulus hielt es für notwendig, den geistlich so hochstehenden Ephesern zu schreiben: „Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr!“ Sollten wir heute einer solchen Mahnung nicht bedürfen? – Kommt mir eine vielleicht lange zurückliegende Unredlichkeit – sei sie klein oder groß – ins Gedächtnis, so habe ich sie zu bekennen und wenn irgend möglich gutzumachen. (Vergl. 2. Mose 22,1-15; 3. Mose 5,20-26)

2. Mose 22,1-15 -- 1 Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird dabei geschlagen, daß er stirbt, so soll man kein Blutgericht über jenen lassen gehen. 2 Ist aber die Sonne über ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl. 3 Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei ein Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefältig wiedergeben. 4 Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschädigt, daß er sein Vieh läßt Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten. 5 Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezündet hat. 6 Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Geräte zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefältig wiedergeben; 7 findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die "Götter" Richter bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nächsten Habe gelegt. 8 Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die "Götter" kommen. Welchen die "Götter" verdammen, der soll's zwiefältig seinem Nächsten wiedergeben. 9 Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschädigt oder wird ihm weggetrieben, daß es niemand sieht, 10 so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also daß jener nicht bezahlen müsse. 11 Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen. 12 Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen. 13 Wenn's jemand von seinem Nächsten entlehnt, und es wird beschädigt oder stirbt, daß sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen. 14 Ist sein Herr aber dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat. 15 Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schläft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben. / 3. Mose 5,20-26 -- 20 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 21 Wenn jemand sündigen würde und sich damit an dem HERRN vergreifen, daß er seinem Nebenmenschen ableugnet, was ihm dieser befohlen hat, oder was ihm zu treuer Hand getan ist, oder was er sich mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, 22 oder wenn er, was verloren ist, gefunden hat, und leugnet solches und tut einen falschen Eid über irgend etwas, darin ein Mensch wider seinen Nächsten Sünde tut; 23 wenn's nun geschieht, daß er also sündigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er gefunden hat, 24 oder worüber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu den fünften Teil darüber geben dem, des es gewesen ist, des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt. 25 Aber für seine Schuld soll er dem HERRN zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Fehl bringen, der eines Schuldopfers wert ist. 26 So soll ihn der Priester versöhnen vor dem HERRN, so wird ihm vergeben alles, was er getan hat, darum er sich verschuldet hat.

Wir sind zu dem seligen Beruf des Gebens, des Wohltuns und Mitteilens bestimmt! (Lies Epheser 4,28; Apostelgeschichte 20,33-35)

Epheser 4,28 -- 28 Wer gestohlen hat der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. / Apostelgeschichte 20,33-35 -- 33 Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. 34 Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hände zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedient haben. 35 Ich habe es euch alles gezeigt, daß man also arbeiten müsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des HERRN Jesus, daß er gesagt hat: "Geben ist seliger denn Nehmen!"

Alle Lüge ist Gott ein Greuel; sie ist das Wesen Seines schlimmsten Feindes, des Teufels! (Johannes 8,44)

Johannes 8,44 -- 44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.

Und wie tief ist sie unserem natürlichen Wesen eingepflanzt – so tief, daß die Bibel sagt: „Alle Menschen sind Lügner!“ Wie werde ich nun als Kind Gottes frei von jeder Unwahrhaftigkeit? Indem ich – wenn irgend ich mich bei einer Unwahrheit ertappe – dieselbe demjenigen bekenne, dem gegenüber ich sie begangen habe! (Epheser 4,25)

Epheser 4,25 -- 25 Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind.

Das Erste und Wichtigste ist allerdings, daß ich mich vor Gott und meinem eigenen Gewissen der Lauterkeit und Aufrichtigkeit befleißige. Das wird aber zur Folge haben, daß ich mich bemühe, auch mit den Menschen stets die Wahrheit zu reden! (Kolosser 3,9-10)

Kolosser 3,9-10 -- 9 Lüget nicht untereinander; zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus 10 und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat;

(Freitag, 16. März 1917)

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Zuletzt geändert am 28.03.2014 13:29 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)