BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 456 (Berufung und Befähigung Bezalels und Oholiabs zur Organisation des Baus)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

5. Berufung und Befähigung Bezalels und Oholiabs zur Organisation des Baus (2. Mose 35,30-36,7)


2. Mose 35,30-36,7

30 Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, 31 und hat ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, daß er weise, verständig, geschickt sei zu allerlei Werk, 32 kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz, 33 Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit. 34 Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan. 35 Er hat ihr Herz mit Weisheit erfüllt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weißer Leinwand, und mit Weben, daß sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden. Kapitel 36: 1 Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Männer, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte. 2 Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Männer, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke. 3 Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, daß es gemacht würde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm. 4 Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten, 5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat. 6 Da gebot Mose, daß man rufen ließ durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hörte das Volk auf zu bringen. 7 Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch übrig.

Den beiden Künstlern war natürlich eine große Schar begabter, tüchtiger Arbeiter und Arbeiterinnen beigegeben, denn aus dem ganzen Volke fanden sich, wie wir sahen, bereitwillige Herzen herzu, um mit Gaben und Geschenken, mit Fähigkeiten und Arbeitskräften zu dienen. In Vers 34 hören wir, daß Bezaleel und Oholiab zu all ihren anderen Befähigungen von Gott auch die Gabe des Unterrichtens, des Anweisens und Anleitens empfangen hatten. Es gibt sehr begabte, tüchtige Menschen, auch im Königreiche Gottes, die in allen möglichen Dingen großes Geschick und wohl auch große Gnade von Gott aufweisen; aber die Fähigkeit, Selbstlosigkeit und Geduld, die dazu gehört, andere in die Arbeit hineinzuziehen, sie anzuleiten und zu tüchtigen Mitarbeitern zu erziehen, geht ihnen ab. Sie erliegen häufig mit ihren Kräften dem Übermaß der Arbeit, und dann ist niemand da, der die Sache halten und ihr dienen kann, weil sie niemand dazu erzogen haben! - Der Herr Jesus Selbst gibt uns das Vorbild, wie man Mitarbeiter erzieht. Wie Großes hat Er in den drei Jahren des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens an den Jüngern in dieser Hinsicht erreicht: sie wurden die Säulen Seines ganzen weltbedeutenden Werkes auf Erden! - Kap. 36,1: Von allen an diesem Werke Beteiligten, sowohl den Führenden als den Mitarbeitenden, wird uns gesagt, daß sie taten nach allem, was der Herr geboten hatte. Von welch großem Wert ist doch im Königreiche Gottes der Gehorsam! Wie leicht arbeiten Gott und Menschen mit solchen, die in Hingabe und Gehorsam Gott geweiht sind. Und wie wunderbar kann Gott dann die Arbeit segnen! „Dann werde ich nicht beschämt werden, wenn ich acht habe auf alle Deine Gebote!“ ([Ps. 119,6]; vgl. Hiob 22,22.26-28; Ps. 123,2.)

Psalm 119,6 -- Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zu Schanden. / Hiob 22,22.26-28 -- 22 Höre das Gesetz von seinem Munde und fasse seine Reden in dein Herz. ... 26 Dann wirst du Lust haben an dem Allmächtigen und dein Antlitz zu Gott aufheben. 27 So wirst du ihn bitten, und er wird dich hören, und wirst dein Gelübde bezahlen. 28 Was du wirst vornehmen, wird er dir lassen gelingen; und das Licht wird auf deinem Wege scheinen. / Psalm 123,2 -- Siehe! wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, also sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde.

Immer wieder wird uns berichtet: „Sie machten es so, wie der Herr dem Mose geboten hatte.“ Allein achtzehnmal finden wir diese Worte in Kap. 39 und 40. - V. 2-7: Nachdem der große Tag des Gebens vergangen war, standen Bezaleel und Oholiab mit ihren vielen Helfern bereit, mit freudigem Herzen ans Werk zu gehen. Mose übergab ihnen das viele Material, die wertvollen Gaben und Geschenke, die zusammengetragen worden waren, und die Arbeit konnte nun beginnen. Immer weiter flossen noch Gaben zu; Morgen für Morgen standen freudige Geber und Geberinnen da, um ihre Opfer darzubringen! - Schließlich traten die Werkmeister der verschiedenen Abteilungen zu Mose und sprachen: „Das Volk bringt viel mehr als für die Arbeit erforderlich ist, deren Ausführung der Herr geboten hat!“ Da ließ Mose im ganzen Lager ausrufen: „Niemand, weder Mann noch Weib, soll fernerhin noch eine Arbeit als Beisteuer für das Heiligtum anfertigen!“ Da hörte das Volk auf, weitere Spenden zu bringen (manche übersetzen: „Und so wurde dem Volke das Bringen gewehrt!), denn der gelieferte Vorrat reichte für die Ausführung aller Arbeiten aus; ja, es blieb davon noch übrig! - Es gibt Höhepunkte im Leben und in der Geschichte des Volkes Gottes, da der Geist mächtig wirkt und die Herzen, gelöst vom Besitz und von aller Selbstsucht, ihre Wonne darin finden, Gott zu ehren mit ihren Gaben, und Seiner Sache wirkliche Opfer zu bringen - vor allem selbst dauernd ein Opfer für Gott und die Menschen zu sein. - Für uns persönlich dürfen wir uns allezeit auf dieser Höhe bewegen, denn sie ist nur normal für die Seele, welche sprechen kann: „Christus hat mich geliebt und Sich Selbst an meiner Stelle dahingegeben!“ [Lies 1. Chron. 29,3-5. 9. 11-14. 17. 18; 2. Chron. 31,5-10.]

1. Chronik 29,3-5.9.11-14.17.18 -- 3 Überdas, aus Wohlgefallen am Hause meines Gottes, habe ich eigenes Gutes, Gold und Silber, 4 dreitausend Zentner Gold von Ophir und siebentausend Zentner lauteres Silber, das gebe ich zum heiligen Hause Gottes außer allem, was ich zugerichtet habe, die Wände der Häuser zu überziehen, 5 daß golden werde, was golden, silbern, was silbern sein soll, und zu allerlei Werk durch die Hand der Werkmeister. Und wer ist nun willig, seine Hand heute dem HERRN zu füllen? ... 9 Und das Volk ward fröhlich, daß sie willig waren; denn sie gaben's von ganzem Herzen dem HERRN freiwillig. Und David, der König, freute sich auch hoch ... 11 Dir, HERR, gebührt die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist. das ist dein. Dein, HERR, ist das Reich, und du bist erhöht über alles zum Obersten. 12 Reichtum und Ehre ist vor dir; Du herrschest über alles; in deiner Hand steht Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, jedermann groß und stark zu machen. 13 Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. 14 Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermögen, freiwillig so viel zu geben? Denn von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben. ... 17 Ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hier vorhanden ist, daß es dir freiwillig gegeben hat. 18 HERR, Gott unsrer Väter, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihre Herzen zu dir. / 2. Chronik 31,5-10 -- 5 Und da das Wort ausging, gaben die Kinder Israel viel Erstlinge von Getreide, Most, Öl, Honig und allerlei Ertrag des Feldes, und allerlei Zehnten brachten sie viel hinein. 6 Und die Kinder Israel und Juda, die in den Städten Juda's wohnten, brachten auch Zehnten von Rindern und Schafen und Zehnten von dem Geheiligten, das sie dem HERRN, ihrem Gott, geheiligt hatten, und machten hier einen Haufen und da einen Haufen. 7 Im dritten Monat fingen sie an, Haufen auszuschütten, und im siebenten Monat richteten sie es aus. 8 Und da Hiskia mit den Obersten hineinging und sahen die Haufen, lobten sie den HERRN und sein Volk Israel. 9 Und Hiskia fragte die Priester und die Leviten um die Haufen. 10 Und Asarja, der Priester, der Vornehmste im Hause Zadok, sprach zu ihm: Seit der Zeit, da man angefangen hat, die Hebe zu bringen ins Haus des HERRN, haben wir gegessen und sind satt geworden, und ist noch viel übriggeblieben; denn der HERR hat sein Volk gesegnet, darum ist dieser Haufe übriggeblieben.

(Donnerstag, 1. August 1935)

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