BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

22. Mose gehorcht dem HERRN und schreibt diese zehn Worte auf die Steintafeln (2. Mose 34,27-28)


2. Mose 34,27-28

27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. 28 Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.

Wie bei der ersten Schließung des Gesetzesbundes Mose die ganzen Abmachungen Gottes mit dem Volke in ein Buch eintrug [lies 2. Mos. 24,4-8], so sollte er nun auch seine jetzigen Erlebnisse und Abmachungen mit Gott niederschreiben zum Zeugnis des erneuerten Bundesverhältnisses

2. Mose 24,4-8 -- 4 Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens früh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwölf Säulen nach den zwölf Stämmen Israels, 5 und sandte hin Jünglinge aus den Kindern Israel, daß sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HERRN von Farren. 6 Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Hälfte sprengte er auf den Altar. 7 Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen, 8 da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht über allen diesen Worten.

Gott spricht hier: „Nach diesen Satzungen habe Ich mit dir und mit Israel einen Bund geschlossen!“ Dieser erneuerte Bund findet seine Stütze vor allem in der Mittlerschaft des Mose; Gott sagt in erster Linie: „mit dir!“ - Es war nicht wie das erstemal nur ein Bund des Gesetzes, sondern in Berücksichtigung des heißen Flehens Moses mischte Gott dieses Mal auch Gnade, Güte und Langmut hinein. (Vgl. V. 10.)

2. Mose 34,10 -- Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde.

Zum Schluß wird darauf verwiesen, daß Mose hier zum zweitenmal vierzig Tage und vierzig Nächte bei Jehova auf dem Berge war! - Während das erstemal Josua, der Diener und Mitarbeiter des Mose, mit hinaufstieg, hatte Mose diesmal niemanden mitgenommen: „Niemand soll mit dir heraufsteigen; niemand soll auch nur gesehen werden auf dem ganzen Berge!“ Mose sollte und wollte ganz allein sein mit seinem Gott; denn Schwereres als je hatte er durchzuringen im Gebet. Angesehen von den zuletzt ihm zuteil werdenden Anweisungen [V. 11-26] hat er diese vierzig Tage und vierzig Nächte, wie wir schon früher sahen, auf seinem Angesicht gelegen vor Gott: „Ich warf mich vor dem Herrn nieder wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig Nächte. Brot aß ich nicht und Wasser trank ich nicht, um all eurer Sünde willen, die ihr begangen hattet, indem ihr tatet, was übel war in den Augen des Herrn und was Ihn reizte! Denn mir war bange vor dem Zorn und vor dem Grimm, mit welchem der Herr über euch ergrimmt war. Er wollte euch vertilgen!“ - Es gibt Augenblicke und Lagen in der Geschichte des Reiches Gottes, da dem treuen Knechte nur noch die Flucht in die Einsamkeit mit Gott Rettung verheißt für Gottes Sache und Gottes Ehre! Und es gibt ein Eingreifen der Macht und Barmherzigkeit Gottes, das wir nur erreichen In tiefster Einsamkeit am Thron der himmlischen Majestät. Rettungen und Antworten von Gott gibt es, die erst nach Tagen oder Wochen heißen Ringens und Harrens vor Gott in der Einsamkeit erlangt werden. Aber da sind sie auch zu erlangen und zu erreichen! (Lies Dan. 10,2-13.)

Daniel 10,2-13 -- 2 Zur selben Zeit war ich, Daniel, traurig drei Wochen lang. 3 Ich aß keine leckere Speise, Fleisch und Wein kam nicht in meinen Mund, und salbte mich auch nie, bis die drei Wochen um waren. 4 Und am vierundzwanzigsten Tage des Monats war ich bei dem großen Wasser Hiddekkel Tigris 5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann in Leinwand und hatte einen goldenen Gürtel um seine Lenden. 6 Sein Leib war wie Türkis, sein Antlitz wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Füße wie helles, glattes Erz, und seine Rede war wie ein großes Getön. 7 Ich, Daniel, aber sah solch Gesicht allein, und die Männer, so bei mir waren, sahen's nicht; doch fiel ein großer Schrecken über sie, daß sie flohen und sich verkrochen. 8 Und ich blieb allein und sah dies große Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir, und ich ward sehr entstellt und hatte keine Kraft mehr. 9 Und ich hörte seine Rede; und in dem ich sie hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde. 10 Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir auf die Kniee und auf die Hände, 11 und er sprach zu mir: Du, lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte. 12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, da du von Herzen begehrtest zu verstehen und dich kasteitest vor deinem Gott, sind deine Worte erhört; und ich bin gekommen um deinetwillen. 13 Aber der Fürst des Königreiches im Perserland hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, der vornehmsten Fürsten einer, kam mir zu Hilfe; da behielt ich den Sieg bei den Königen in Persien.

David sagt in Ps. 40,1-3 [Luth. 2-4]: „Mit Ausdauer - mit Beharrlichkeit habe ich auf den Herrn gewartet; da hat Er Sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Er hat mich heraufgeführt aus der Grube des Verderbens, aus kotigem Schlamm, und hat meine Füße auf einen Felsen gestellt - meine Schritte befestigt! Und in meinen Mund hat Er gelegt ein neues Lied, einen Lobgesang unserem Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den Herrn vertrauen!“

Psalm 40,2-4 -- 2 Ich harrte des HERRN; und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien 3 und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann; 4 und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN fürchten und auf ihn hoffen.

„Ja, das inständige Flehen eines Gerechten hat große Kraft!“ Das erfährt jedes aufrichtige Herz auch heute! - Zum Schluß ließ Sich Gott herab, noch einmal mit Seinem eigenen Finger auf die von Mose gefertigten Tafeln die gleichen zehn Worte zu schreiben wie auf die ersten. - Wahrlich „der Herr ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit“!

(Mittwoch, 26. Juni 1935)

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