BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 432 (GEBOT 4: Nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

16. GEBOT 4: Nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen (2. Mose 34,20b)


2. Mose 34,20b

20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lösen. Wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. Und daß niemand vor mir leer erscheine!

Nicht mit leeren Händen sollte der Israelit zum Heiligtum kommen. Es wurde dem Volke tief eingeprägt, daß sie alles, was sie waren und besaßen, ihrem herrlichen Gott verdankten - ja, daß sie nicht sich selbst angehörten, sondern Ihm, ihrem unsichtbaren König! - Der Orientale tritt nie ohne ein Ehrengeschenk vor seinen Herrscher. Je wertvollere Gaben er vor dessen Thron niederlegen kann, desto geehrter fühlt er sich. Unser Gott will nicht nur geehrt sein durch die Lobpreisung unseres Herzens und unseres Mundes - Er will nicht nur verherrlicht werden durch einen Ihm geweihten Wandel, sondern auch dadurch, daß wir Ihm von allem, was wir haben, verdienen oder empfangen, reichliche Ehrengeschenke geben! - Seine Sache auf Erden kann ja alles gebrauchen, was es auch sei. Wenn wir uns mit den Kindern Gottes vor Seinem Angesicht zusammenfinden, so wollen wir uns auch fragen, was wir mitnehmen könnten, um Ihn damit zu ehren! „Denn ein großer König ist der Herr und ein Herrscher über alle Götter! ... Ehre den Herrn von deinem Vermögen und von den Erstlingen all deines Ertrages, so werden deine Speicher sich füllen mit Überfluß und deine Keltern werden von Most überfließen!“ - Ja, wir wollen durch eifriges Geben Raum machen in unserem Keller und in unserer Küche, in unserem Geldbeutel und in unserer Kassette, in unserem Schrank und in unserer Schublade für die reichen Segnungen des Herrn! - Durch den Propheten Maleachi muß der Herr klagen, daß Sein Volk Ihn beraubt, indem es Ihm die freudige Darbringung irdischen Gutes vorenthielt: „Darf ein Mensch Gott berauben, daß Ihr Mich beraubt?“ Und sie sprachen: „Worin haben wir Dich beraubt?“ Und Gott antwortete: „In dem Zehnten und in dem Hebopfer! Deshalb seid ihr mit dem Fluch verflucht. - Bringt doch den Zehnten unverkürzt in das Vorratshaus des Tempels, auf daß Speise in Meinem Hause sei, und stellt Mich auf diese Weise einmal auf die Probe“, so spricht der Herr der Heerscharen, „ob Ich euch dann nicht die Fenster des Himmels auftue und Segen in überreicher Fülle über euch ausschütte! - Wenn ihr es so haltet, dann werde Ich euch zugut die Abfresser (die die Felder schädigen) schelten, daß sie euch die Früchte des Feldes nicht verderben, und der Weinstock auf der Flur soll euch nicht mehr Fehlfrüchte tragen“, so spricht der Herr der Heerscharen; „sondern alle Völker werden euch glücklich preisen, denn ihr werdet ein Land des Wohlgefallens sein!“ [Lies Mal. 3,7-18.]

Maleachi 3,7-18 --7 Ihr seid von eurer Väter Zeit immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich zu euch auch kehren, spricht der HERR Zebaoth. So sprecht ihr: "Worin sollen wir uns bekehren?" 8 Ist's recht, daß ein Mensch Gott täuscht, wie ihr mich den täuschet? So sprecht ihr: "Womit täuschen wir dich?" Am Zehnten und Hebopfer. 9 Darum seid ihr auch verflucht, daß euch alles unter den Händen zerrinnt; denn ihr täuscht mich allesamt. 10 Bringt mir den Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf daß in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hierin, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11 Und ich will für euch den Fresser schelten, daß er euch die Frucht auf dem Felde nicht verderben soll und der Weinstock im Acker euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth; 12 daß euch alle Heiden sollen selig preisen, denn ihr sollt ein wertes Land sein, spricht der HERR Zebaoth. 13 Ihr redet hart wider mich, spricht der HERR. So sprecht ihr: "Was reden wir wider dich?" 14 Damit daß ihr sagt: Es ist umsonst, daß man Gott dient; und was nützt es, daß wir sein Gebot halten und ein hartes Leben vor dem HERR Zebaoth führen? 15 Darum preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen nehmen zu; sie versuchen Gott, und alles geht ihnen wohl aus. 16 Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander also: Der HERR merkt und hört es, und vor ihm ist ein Denkzettel geschrieben für die, so den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken. 17 Sie sollen spricht der HERR Zebaoth, des Tages, den ich machen will, mein Eigentum sein; und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient. 18 Und ihr sollt dagegen wiederum den Unterschied sehen, was für ein Unterschied sei zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, und zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Als König David alles für den Tempelbau vorbereitete, konnte er sagen: „Mit allen mir zu Gebote stehenden Kräften habe ich für das Haus meines Gottes Gold zu den goldenen, Silber zu den silbernen Geräten beschafft. Außerdem Onyxsteine, buntfarbige und kostbare Steine jeder Art und weißes Marmorgestein in Menge! Und überdies, weil ich Wohlgefallen habe an dem Hause meines Gottes, habe ich das, was ich als eigenes Gut an Gold und Silber besitze, für das Haus meines Gottes gegeben zu allem noch hinzu, was ich schon vorher für das Haus des Heiligtums beschafft habe!“ - Dann wendet er sich zu dem ganzen Volke und fragt: „Wer von euch ist nun bereit, gleichfalls für den Herrn seine Hand zu füllen und zu dem Haus unseres Gottes beizusteuern?“ - überreiche Spenden aus allen Kreisen waren die Folge. (Lies 1. Chron. 29,1-22.)

1. Chronik 29,1-22 --1 Und der König David sprach zu der ganzen Gemeinde: Gott hat Salomo, meiner Söhne einen, erwählt, der noch jung und zart ist; das Werk aber ist groß; denn es ist nicht eines Menschen Wohnung, sondern Gottes des HERRN. 2 Ich aber habe aus allen meinen Kräften zugerichtet zum Hause Gottes Gold zu goldenem, Silber zu silbernem, Erz zu erhernem, Eisen zu eisernem, Holz zu hölzernem Geräte, Onyxsteine und eingefaßte Steine, Rubine und bunte Steine und allerlei Edelsteine und Marmelsteine die Menge. 3 Überdas, aus Wohlgefallen am Hause meines Gottes, habe ich eigenes Gutes, Gold und Silber, 4 dreitausend Zentner Gold von Ophir und siebentausend Zentner lauteres Silber, das gebe ich zum heiligen Hause Gottes außer allem, was ich zugerichtet habe, die Wände der Häuser zu überziehen, 5 daß golden werde, was golden, silbern, was silbern sein soll, und zu allerlei Werk durch die Hand der Werkmeister. Und wer ist nun willig, seine Hand heute dem HERRN zu füllen? 6 Da waren die Fürsten der Vaterhäuser, die Fürsten der Stämme Israels, die Fürsten über tausend und über hundert und die Fürsten über des Königs Geschäfte willig 7 und gaben zum Amt im Hause Gottes fünftausend Zentner Gold und zehntausend Goldgulden und zehntausend Zentner Silber, achtzehntausend Zentner Erz und hundertausend Zentner Eisen. 8 Und bei welchem Steine gefunden wurden, die gaben sie zum Schatz des Hauses des HERRN unter die Hand Jehiels, des Gersoniten. 9 Und das Volk ward fröhlich, daß sie willig waren; denn sie gaben's von ganzem Herzen dem HERRN freiwillig. Und David, der König, freute sich auch hoch 10 und lobte den HERRN und sprach vor der ganzen Gemeinde: Gelobt seist du, HERR, Gott Israels, unseres Vaters, ewiglich. 11 Dir, HERR, gebührt die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist. das ist dein. Dein, HERR, ist das Reich, und du bist erhöht über alles zum Obersten. 12 Reichtum und Ehre ist vor dir; Du herrschest über alles; in deiner Hand steht Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, jedermann groß und stark zu machen. 13 Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. 14 Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermögen, freiwillig so viel zu geben? Denn von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben. 15 Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir wie unsre Väter alle. unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten, und ist kein Aufhalten. 16 HERR, unser Gott, aller dieser Haufe, den wir zugerichtet haben, dir ein Haus zu bauen, deinem heiligen Namen, ist von deiner Hand gekommen, und ist alles dein. 17 Ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hier vorhanden ist, daß es dir freiwillig gegeben hat. 18 HERR, Gott unsrer Väter, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihre Herzen zu dir. 19 Und meinem Sohn Salomo gib ein rechtschaffenes Herz, daß er halte deine Gebote, Zeugnisse und Rechte, daß er alles tue und baue diese Wohnung, die ich zugerichtet habe. 20 Und David sprach zu der ganzen Gemeinde: Lobet den HERRN, euren Gott! Und die ganze Gemeinde lobte den HERRN, den Gott ihrer Väter; und sie neigten sich und fielen nieder vor dem HERRN und vor dem König 21 und opferten dem HERRN Opfer. Und des Morgens opferten sie Brandopfer: tausend Farren, tausend Widder, tausend Lämmer mit ihren Trankopfern, und opferten die Menge unter dem ganzen Israel 22 und aßen und tranken desselben Tages vor dem HERRN mit großen Freuden und machten zum zweitenmal Salomo, den Sohn Davids, zum König und salbten ihn dem HERRN zum Fürsten und Zadok zum Priester.

(Montag, 17. Juni 1935)

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