BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 431 (GEBOT 3: Alle Erstlingsgeburt gehört dem HERRN)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

15. GEBOT 3: Alle Erstlingsgeburt gehört dem HERRN (2. Mose 34,19-20a)


2. Mose 34,19.20

19 Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was männlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf. 20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lösen. Wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. Und daß niemand vor mir leer erscheine!

Auf die vom göttlichen Strafgericht in Ägypten verschonte Erstgeburt Israels machte Gott Anspruch. Das bezog sich nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf das Vieh. Ein erstgeborenes Rind oder Schaf, sofern es ein männliches war, wurde dem Herrn dargebracht, indem der Israelit es beim Heiligtum ablieferte; es war von Gott für die Priester bestimmt. Dem Erstgeborenen von unreinen Tieren, wie z. B. vom Esel, mußte entweder das Genick gebrochen werden, oder es wurde dem Heiligtum ersetzt durch ein Lamm! - Wurde einem israelitischen Ehepaar ihr erstgeborenes Söhnlein geschenkt, so mußte statt seiner gleichfalls ein Lamm geopfert werden; denn der Herr hatte gesprochen: „Heilige Mir alles Erstgeborene unter den Kindern Israel; es ist Mein!“ - Diese Weihe für Gott konnte nur geschehen auf dem Wege des Todes für die menschliche Natur, weil diese sündig ist. Daher wurde statt des Söhnleins und für es ein Lamm geschlachtet! - Es ist bedeutsam, daß der Mensch hier auf die gleiche Stufe gestellt wird mit einem unreinen Tier, denn wie das erstgeborene Söhnlein, so mußte, wie wir sahen, auch ein erstgeborener Esel (unreines Tier) durch ein stellvertretendes Lamm (reines Tier) gelöst werden. [2. Mos. 13,13.]

2. Mose 13,13 -- Die Erstgeburt vom Esel sollst du lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen.

Dies einzusehen und anzuerkennen, war für die Israeliten sehr demütigend und zeigt auch uns, auf welche Stufe unsere Sünde und die Sünde unserer Voreltern uns Gott gegenüber gebracht hat! - Erlösung durch ein stellvertretendes Opfer ist der einzige Weg zur Rettung: „Christus hat uns losgekauft vom Fluch, indem Er an unserer Stelle ein Fluch geworden ist! Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt! - Auf diese Weise konnte der Abraham versprochene Segen auch zu den Nichtjuden kommen, so daß auch wir die von altersher verheißene Segnung - den Heiligen Geist - empfangen haben!“ [Gal. 3,13. 14.]

Galater 3,13. 14 -- 13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!"), 14 auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.

Da die Erstgeborenen eines Volkes das ganze Volk darstellen, so ging diese Anordnung das ganze Israel an und sagte ihnen, daß sie von Natur alle Sünder und Gott mißfällig seien und nur durch ein stellvertretendes, reines Opfer dem göttlichen Gericht entrinnen konnten. [2. Mos. 4,22.]

2. Mose 4,22 -- Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn;

Wie groß ist doch die Herablassung unseres Herrn Jesu, daß Er, welcher Gott von Ewigkeit war, ein Kindlein in der Krippe wurde! Ja, Er ließ es Sich gefallen, daß Seine Eltern Ihn 33 Tage nach Seiner Geburt [3. Mos. 12,1-8] '''nach Jerusalem brachten und Ihn Gott weihten im Tempel.

3. Mose 12,1-8 -- 1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfängt und gebiert ein Knäblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet. 3 Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden. 4 Und sie soll daheimbleiben dreiunddreißig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis daß die Tage ihrer Reinigung aus sind. 5 Gebiert sie aber ein Mägdlein, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung. 6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind für den Sohn oder für die Tochter, soll sie ein jähriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Sündopfer dem Priester vor die Tür der Hütte des Stifts. 7 Der soll es opfern vor dem HERRN und sie versöhnen, so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz für die, so ein Knäblein oder Mägdlein gebiert. 8 Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Sündopfer; so soll sie der Priester versöhnen, daß sie rein werde.

Von keinem Kindlein konnte es je in diesem Sinn und Maß heißen: Heilig dem Herrn! wie von dem Jesuskindlein'''. [Lies Luk. 2,22-24.]

Lukas 2,22-24 -- 22 Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose's kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstellten dem HERRN 23 (wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des HERRN: "Allerlei Männliches, das zum Ersten die Mutter bricht, soll dem HERRN geheiligt heißen") 24 und das sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des HERRN: "Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben."

Wir alle sind durch die Sünde unreine Menschen und daher Gott mißfällig: „Es gibt da keinen Unterschied - alle haben gesündigt und können so, wie sie sind, die Herrlichkeit Gottes nicht erreichen!“ Jesus aber, das Lamm Gottes, hat Sich an unserer Stelle geopfert. Wer sich persönlich in tiefer Reue von der Sünde weg zu Gott bekehrt und sich im Glauben den Opfertod Christi aneignet, der entrinnt dem wohlverdienten, göttlichen Zorn. Er findet Gnade und Annahme bei Gott, ja, er ist von diesem Augenblick an wohlgefällig und angenehm bei Gott durch Jesus, der für uns starb und auferstand und der Gottes Wonne ist. In dieser neuen, herrlichen Gnadenstellung darf und soll jeder Erlöste sich Gott weihen und Ihm geheiligt sein! (Lies Röm. 5,19-6,11.)

Römer 5,19-6,11 -- 19 Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte. 20 Das Gesetz aber ist neben eingekommen, auf daß die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade viel mächtiger geworden, 21 auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern HERRN/ Kapitel 6,1-11 -- 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf daß die Gnade desto mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben sind? 3 Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, 6 dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN.

Ist es nicht köstlich, daß es nun für uns, die Glaubenden, heißt: „Ihr seid gekommen zu dem Berge Zion - zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem - zu der Festversammlung der vielen Tausende von Engeln - zu der Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen in den himmlischen Welten eingetragen sind - vor allem zu Jesus, dem Sohne Gottes, der uns eine ganz neue Gottesstiftung vermittelt hat!“

(Sonntag, 16. Juni 1935)

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