BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

5. Mose tritt erneut ein für das Volk und der HERR vergibt ihnen vorläufig (2. Mose 32,30-35)


2. Mose 32,30-32

30 Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht eure Sünde versöhnen möge. 31 Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich goldene Götter gemacht. 32 Nun vergib ihnen ihre Sünde; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast

Wir erblicken in Mose hier nicht nur eine herrliche Darstellung Jesu Christi, unseres göttlichen Mittlers und Hohenpriesters - Mose ist hier auch das hohe und anspornende Vorbild für jeden Beter! - Bitten und flehen vor Gott für andere ist eine Arbeit, in welcher jeder wahre Glaubende seine Aufgabe finden sollte und seinen höchsten Vorzug! Jede Not in dieser armen Welt und jeder Funke von göttlicher Liebe in unserem Herzen drängt uns zur Ausübung dieses hohen, uns gegebenen Vorrechtes: Fürbitter bei Gott zu sein! Nimm dem Glaubenden die Kraft des Gebets für andere, und du zerstörst die beste und höchste Fähigkeit seiner neuen Natur! - Wenn eine Mutter nicht für die Seele ihrer Kinder beten kann, dann ist das Edelste der Mutterschaft geschwunden. Wenn ich nicht über alle toten Formen und Gesetze weg mich tragen lasse durch eine große, göttliche Liebe in die Gegenwart Gottes, um für meine Mitgläubigen am Throne Gottes niederzusinken und das Herz Gottes zu erreichen - welche Frucht wird mein Leben dann bringen? (Vgl. Joh. 15,7. 8. 16. 17.)

Johannes 15,7.8.16.17 -- 7 So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8 Darin wird mein Vater geehrt, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Jünger. ... 16 Ihr habt mich nicht erwählt; sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, auf daß, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. 17 Das gebiete ich euch, daß ihr euch untereinander liebet.

Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute geschehen in dieser dunklen Welt Wunder der Macht und Barmherzigkeit Gottes, herabgeholt vom Himmel durch das obsiegende Flehen heiliger Männer und Frauen Gottes. (Lies Esther 4,15-5,3; 8,3. 4. 6.)

Esther 4,15-5,3 -- 15 Esther hieß Mardochai antworten: 16 So gehe hin und versammle alle Juden, die zu Susan vorhanden sind, und fastet für mich, daß ihr nicht esset und trinket in drei Tagen, weder Tag noch Nacht; ich und meine Dirnen wollen auch also fasten. Und ich will zum König hineingehen wider das Gebot; komme ich um, so komme ich um. 17 Mardochai ging hin und tat alles, was ihm Esther geboten hatte. Kapitel 5, 1 Und am dritten Tage zog sich Esther königlich an und trat in den inneren Hof am Hause des Königs gegenüber dem Hause des Königs. Und der König saß auf seinem königlichen Stuhl im königlichen Hause, gegenüber der Tür des Hauses. 2 Und da der König sah Esther, die Königin, stehen im Hofe, fand sie Gnade vor seinen Augen. Und der König reckte das goldene Zepter in seiner Hand gegen Esther. Da trat Esther herzu und rührte die Spitze des Zepters an. 3 Da sprach der König zu ihr: Was ist dir, Esther, Königin? und was forderst du? Auch die Hälfte des Königreichs soll dir gegeben werden. / Esther 8,3.4.6 -- 3 Und Esther redete weiter vor dem König und fiel ihm zu den Füßen und weinte und flehte ihn an, daß er zunichte machte die Bosheit Hamans, des Agagiters, und seine Anschläge, die er wider die Juden erdacht hatte. 4 Und der König reckte das goldene Zepter gegen Esther. Da stand Esther auf und trat vor den König ... 6 Denn wie kann ich zusehen dem Übel, das mein Volk treffen würde? Und wie kann ich zusehen, daß mein Geschlecht umkomme?

„O daß Du die Himmel zerrissest, herniederführest, daß vor Deinem Angesicht die Berge erbebten,...um Deinen Namen kundzutun Deinen Widersachern!“ - Ja, die Gebete der Heiligen erwirken es, daß Gott in Seiner Majestät die finstersten Wolken durchbricht und die Sonne Seiner Gnade hineinleuchten läßt in die dunkelsten, gottentfremdetsten Herzen. „Denn von altersher hat man nie von einem Gott gehört noch vernommen - hat kein Auge einen Gott erblickt außer Dir, der Sich in mächtigen Taten erweist für den, der auf Ihn harrt und vertraut! Ja, wunderbar kommst Du dem entgegen, der seine Freude darin findet, praktische Gerechtigkeit zu üben. Du neigst Dich zu denen, die auf Deinen Wegen wandeln und dabei ihr Herz auf Dich richten!“ [Lies Jes. 64,1-11.]

Jesaja 64,1-11 -- 1 Ach daß du den Himmel zerrissest und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen, wie ein heißes Wasser vom heftigen Feuer versiedet, daß dein Name kund würde unter deinen Feinden und die Heiden vor dir zittern müßten, 2 durch die Wunder, die du tust, deren man sich nicht versieht, daß du herabführest und die Berge vor dir zerflössen! 3 Wie denn von der Welt her nicht vernommen ist noch mit Ohren gehört, auch kein Auge gesehen hat einen Gott außer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren. 4 Du begegnest dem Fröhlichen und denen, so Gerechtigkeit übten und auf deinen Wegen dein gedachten. Siehe, du zürntest wohl, da wir sündigten und lange darin blieben; uns ward aber dennoch geholfen. 5 Aber nun sind wir allesamt wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein unflätig Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsre Sünden führen uns dahin wie Wind. 6 Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, daß er sich an dich halte; denn du verbirgst dein Angesicht vor uns und lässest uns in unsern Sünden verschmachten. 7 Aber nun, HERR, du bist unser Vater; wir sind der Ton, du bist der Töpfer; und wir alle sind deiner Hände Werk. 8 HERR, zürne nicht zu sehr und denke nicht ewig der Sünde. Siehe doch das an, daß wir alle dein Volk sind. 9 Die Städte deines Heiligtums sind zur Wüste geworden; Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstört. 10 Das Haus unsrer Heiligkeit und Herrlichkeit, darin dich unsre Väter gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt; und alles, was wir Schönes hatten, ist zu Schanden gemacht. 11 HERR, willst du so hart sein zu solchem und schweigen und uns so sehr niederschlagen?

Es gibt Männer und Frauen, die sich immer neu füllen lassen mit dem Feuer der göttlichen Liebe und Kraft - die durch ihr heißes, anhaltendes Ringen und Kämpfen für andere, störrige Geister willig machen und harte Herzen schmelzen - deren Gebete Teufel austreiben und dem Heiligen Geiste Raum und Bahn machen in Menschenherzen! - Die Gebetshände der Heiligen umklammern die Füße des Allmächtigen: „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden!“ - Josua gebietet der Sonne, stille zustehen, und eines Elia Gebete umspannen und beeinflussen Himmel und Erde: „Er war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir, und dennoch: auf sein ernstliches Gebet, daß es nicht regnen möge, regnete es nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate! Und wiederum betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte von neuem ihre Frucht hervor. - Wahrlich, das inbrünstige Flehen eines Gerechten vermag viel!“ [Jak. 5,16-18; 2. Kor. 10,4. 5.]

Jakobus 5,16-18 -- 16 Bekenne einer dem andern seine Sünden und betet füreinander, daß ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. 17 Elia war ein Mensch gleich wie wir; und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. 18 Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. / 2. Korinther 10,4.5 -- 4 Denn die Waffen unsrer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern mächtig vor Gott, zu zerstören Befestigungen; 5 wir zerstören damit die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi
Das Größte kann vollbringen.
Wer auf den Knien ringt -
Wer auch in Nacht und Kerker
Noch Dankespsalmen singt.
Er weiß, daß Gottes Wege
Nie enden in der Nacht,
Und daß nach Sturm und Wetter
Die Frühlingssonne lacht!
Und will ihn fast erdrücken
Der Menschen Sünd und Not -
Auf seinen Knien findet
Er Trost bei seinem Gott.
Hier hört er Quellen rauschen
Von ewigjunger Kraft -
Hier sieht er Gott am Werke,
Der herrlich Neues schafft!

(Dienstag, 14. Mai 1935)

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