BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 372 (Mose erhält vom HERRN zwei Gesetzestafeln mit göttlichem Finger auf Stein beschrieben)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

21. Mose erhält vom HERRN zwei Gesetzestafeln mit göttlichem Finger auf Stein beschrieben (2. Mose 31,18)


2. Mose 31,18

Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.

Vierzig Tage und vierzig Nächte war Mose, der geehrte Knecht, ganz allein auf dem Berg bei seinem Herrn gewesen. Alles, was uns von 2. Mos. 25,1 bis hierher berichtet wird, hat der Herr in diesen vierzig Tagen zu Mose geredet. Sein Diener Josua verharrte in angemessener Entfernung. Gott hatte gleich im Anfang gesprochen: „Steige zu Mir herauf auf den Berg und weile daselbst, und Ich will dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz und Gebot, das Ich geschrieben habe, um Israel zu unterweisen!“ (Lies 2. Mos. 24,12-18.)

2. Mose 24,12-18 -- 12 Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, daß ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst. 13 Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes 14 und sprach zu den Ältesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben. 15 Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg, 16 und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke. 17 Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel. 18 Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Nächte.

Als der Herr nun alles zu Mose geredet hatte, was Er geplant, da gab Er ihm „die zwei Tafeln des Zeugnisses“ - Tafeln von Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes. - In 2. Mos. 32,15.16 hören wir, daß diese Tafeln Gottes eigenes Werk waren und daß Gott mit eigener Hand sie auf beiden Seiten beschrieb.

2. Mose 32,15.16 -- 15 Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten. 16 Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben.

Diese Tafeln taten Israel den heiligen Willen seines Gottes für Ihr tägliches Leben kund. - Ehe die Sünde in die Welt gekommen war, hatte der im Bilde Gottes geschaffene Mensch im persönlichen Umgang mit Gott gestanden. Jetzt aber redete Gott durch Sein heiliges Gesetz! - Zugleich schrieb Gott diese zehn Gebote, die auf den Tafeln standen, allen Menschen in ihr Gewissen, was gerade bei den Heiden so klar erkennbar ist, die nie etwas von der Bibel oder aus der Bibel gehört haben und dennoch in ihrem Innersten so klar und unmißverständlich die heiligen Forderungen Gottes vernehmen: „Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht besitzen, von Natur die Forderungen des Gesetzes in sich tragen, so sind sie, obwohl sie kein Gesetz besitzen, sich selbst ein Gesetz! Denn durch ihr Verhalten zeigen sie, daß das vom Gesetz gebotene Tun ihnen tief ins Herz geschrieben ist! Hierfür legt auch ihr Gewissen Zeugnis ab, denn ihre Gedanken verklagen sich untereinander und entschuldigen sich dann auch wieder (oder: suchen sich zu rechtfertigen)! An dem großen Tage, wo Gott entsprechend der jetzt verkündeten Heilsbotschaft die verborgenen Gedanken der Menschen durch Jesus Christus, unseren Herrn, richten wird, wird dies völlig offenbar werden!“ [Lies Röm. 2,4-16.]

Römer 2,4-16 -- 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? 5 Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6 welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: 7 Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; 8 aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade, und Zorn; 9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen; 10 Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. 12 Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren werden; und welche unter dem Gesetz gesündigt haben, die werden durchs Gesetz verurteilt werden 13 (sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz hören, gerecht sind, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein. 14 Denn so die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun des Gesetzes Werk, sind dieselben, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, 15 als die da beweisen, des Gesetzes Werk sei geschrieben in ihren Herzen, sintemal ihr Gewissen ihnen zeugt, dazu auch die Gedanken, die sich untereinander verklagen oder entschuldigen), 16 auf den Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird laut meines Evangeliums.

So muß der Mensch, wollend oder nicht, das Bewußtsein der Forderungen und Gebote Gottes in sich tragen, auch wenn er auf Wegen der Sünde geht. Ja, gerade da wird diese heilige innere Stimme sich immer wieder warnend und schreckend bemerkbar machen. Der empörerische Mensch will sich allerdings von seinem Gewissen - von Gott und Seiner warnenden Stimme losmachen und lossagen. Ja, er wagt es, öffentlich die heiligen Worte Gottes für nichtig zu erklären. Es ist vergebens! Wie könnte menschlicher Eigenwille, Ungehorsam und Trotz jemals die göttlichen Gebote aufheben - das ihm einerschaffene Gewissen aus sich herausreißen? - „Denn wir wissen, daß das Gesetz vom Geiste diktiert ist; ich aber bin fleischlich - unter die Sünde verkauft. - O ich unglückseliger Mensch! Wer erlöst mich von diesem Leben, das doch nur ein elendes Dahinsterben in der Sünde ist!“ (Lies Röm. 7,14-19.24.)

Römer 7,14-19.24 -- 14 Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Sünde verkauft. 15 Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich. 16 So ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut sei. 17 So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. 19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. ... 24 Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?

(Freitag, 15. März 1935)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 30.04.2018 13:58 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)