BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
März 1935

Freitag, den 15. März 1935


2. Mose 31,18

Vierzig Tage und vierzig Nächte war Mose, der geehrte Knecht, ganz allein auf dem Berg bei seinem Herrn gewesen. Alles, was uns von 2. Mos. 25,1 bis hierher berichtet wird, hat der Herr in diesen vierzig Tagen zu Mose geredet. Sein Diener Josua verharrte in angemessener Entfernung. Gott hatte gleich im Anfang gesprochen: „Steige zu Mir herauf auf den Berg und weile daselbst, und Ich will dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz und Gebot, das Ich geschrieben habe, um Israel zu unterweisen!“ (Lies 2. Mos. 24,12-18.) - Als der Herr nun alles zu Mose geredet hatte, was Er geplant, da gab Er ihm „die zwei Tafeln des Zeugnisses“ - Tafeln von Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes. - In 2. Mos. 32,15.16 hören wir, daß diese Tafeln Gottes eigenes Werk waren und daß Gott mit eigener Hand sie auf beiden Seiten beschrieb. - Diese Tafeln taten Israel den heiligen Willen seines Gottes für Ihr tägliches Leben kund. - Ehe die Sünde in die Welt gekommen war, hatte der im Bilde Gottes geschaffene Mensch im persönlichen Umgang mit Gott gestanden. Jetzt aber redete Gott durch Sein heiliges Gesetz! - Zugleich schrieb Gott diese zehn Gebote, die auf den Tafeln standen, allen Menschen in ihr Gewissen, was gerade bei den Heiden so klar erkennbar ist, die nie etwas von der Bibel oder aus der Bibel gehört haben und dennoch in ihrem Innersten so klar und unmißverständlich die heiligen Forderungen Gottes vernehmen: „Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht besitzen, von Natur die Forderungen des Gesetzes in sich tragen, so sind sie, obwohl sie kein Gesetz besitzen, sich selbst ein Gesetz! Denn durch ihr Verhalten zeigen sie, daß das vom Gesetz gebotene Tun ihnen tief ins Herz geschrieben ist! Hierfür legt auch ihr Gewissen Zeugnis ab, denn ihre Gedanken verklagen sich untereinander und entschuldigen sich dann auch wieder (oder: suchen sich zu rechtfertigen)! An dem großen Tage, wo Gott entsprechend der jetzt verkündeten Heilsbotschaft die verborgenen Gedanken der Menschen durch Jesus Christus, unseren Herrn, richten wird, wird dies völlig offenbar werden!“ [Lies Röm. 2,4-16.] - So muß der Mensch, wollend oder nicht, das Bewußtsein der Forderungen und Gebote Gottes in sich tragen, auch wenn er auf Wegen der Sünde geht. Ja, gerade da wird diese heilige innere Stimme sich immer wieder warnend und schreckend bemerkbar machen. Der empörerische Mensch will sich allerdings von seinem Gewissen - von Gott und Seiner warnenden Stimme losmachen und lossagen. Ja, er wagt es, öffentlich die heiligen Worte Gottes für nichtig zu erklären. Es ist vergebens! Wie könnte menschlicher Eigenwille, Ungehorsam und Trotz jemals die göttlichen Gebote aufheben - das ihm einerschaffene Gewissen aus sich herausreißen? - „Denn wir wissen, daß das Gesetz vom Geiste diktiert ist; ich aber bin fleischlich - unter die Sünde verkauft. - O ich unglückseliger Mensch! Wer erlöst mich von diesem Leben, das doch nur ein elendes Dahinsterben in der Sünde ist!“ (Lies Röm. 7,14-19.24.)

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