BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 373 (Mose erhält vom HERRN zwei Gesetzestafeln mit göttlichem Finger auf Stein beschrieben)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

21. Mose erhält vom HERRN zwei Gesetzestafeln mit göttlichem Finger auf Stein beschrieben (2. Mose 31,18)


2. Mose 31,18

Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.

Der ewige Gott hielt diese zehn Gebote für so bedeutungsvoll, daß Er Selbst sie auf steinerne Tafeln schrieb, um sie dem Mittler Seines auserwählten Volkes in die Hand zu legen. Ja, diese zehn Gebote bilden noch heute die Grundlage der Gesetzgebung aller Kulturvölker der Erde. Nur soweit dieses gottgegebene Fundament aller Gerechtigkeit anerkannt wird, herrscht Ordnung und Zucht, Gedeihen und Segen in einem Land! Soweit man sich nicht nach diesen göttlichen Geboten richtet, zieht Unheil ein und die Gewalt der Sünde. (Lies Hiob 36,11.12; Spr. 14,34; Jer. 18,7-11.)

Hiob 36,11.12 -- 11 Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben. 12 Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen in Unverstand. / Sprüche 14,34 -- Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. / Jeremia 18,7-11 -- 7 Plötzlich rede ich wider ein Volk und Königreich, daß ich es ausrotten, zerbrechen und verderben wolle. 8 Wo sich's aber bekehrt von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll mich auch reuen das Unglück, das ich ihm gedachte zu tun. 9 Und plötzlich rede ich von einem Volk und Königreich, daß ich's bauen und pflanzen wolle. 10 So es aber Böses tut vor meinen Augen, daß es meiner Stimme nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. 11 So sprich nun zu denen in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite euch ein Unglück zu und habe Gedanken wider euch: darum kehre sich ein jeglicher von seinem bösen Wesen und bessert euer Wesen und Tun.

Gott beansprucht Alleinherrscher zu sein im Leben, im Herzen und im Haus der Menschen - im Leben der Völker! Und Er schenkt Sich ganz jeder Seele, die Ihm huldigt, gehorcht und vertraut. (Lies 5. Mos. 6,4.5.12-15; [10,12-17.20.21].)

5. Mose 6,4.5.12-15 -- 4 Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. ... 12 so hüte dich, daß du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthaus, geführt hat; 13 sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören. 14 Und sollst nicht andern Göttern nachfolgen der Völker, die um euch her sind 15 denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir, daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, über dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. / 5. Mose 10,12-17.20.21 -- 12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, 13 daß du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf daß dir's wohl gehe? 14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 15 dennoch hat er allein zu deinen Vätern Lust gehabt, daß er sie liebte, und hat ihren Samen erwählt nach ihnen, euch, aus allen Völkern, wie es heutigestages steht. 16 So beschneidet nun eure Herzen und seid fürder nicht halsstarrig. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller Götter und HERR über alle Herren, ein großer Gott, mächtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt ... 20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwören. 21 Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche große und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.

Die alten Völker, besonders die Griechen und Römer, trugen gerne Gesetze, wichtige Verträge oder geschichtliche Tatsachen von bleibender Bedeutung auf eherne Tafeln ein zu stetiger Erinnerung. (Vgl. Jes. 30,8.)

Jesaja 30,8 -- So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe für und für ewiglich.

Zu vorübergehendem Zweck wurden bei den Alten auch kleine Holztafeln - wie wahrscheinlich die des Zacharias [Luk. 1,63] - mit Wachs überzogen, beschrieben!

Lukas 1,63 -- Und er forderte ein Täfelein und schrieb also: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle.

Die Bibel spricht auch von den Tafeln des Herzens, in welche die Gebote Gottes tief und unauslöschlich eingeschrieben werden sollen: „Mein Kind, vergiß meine Belehrung nicht; laß dein Herz meine Worte bewahren! Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens, Frieden und Wohlfahrt werden sie dir mehren, Güte und Wahrheit mögen dich nicht verlassen! Binde sie um deinen Hals - schreibe sie auf die Tafeln deines Herzens; so wirst du Gunst finden und gute Einsicht gewinnen vor den Augen Gottes und der Menschen!“ [Spr. 3,1-4; vgl. 7,1-3.]

Sprüche 3,1-4 -- 1 Mein Kind, vergiß meines Gesetzes nicht, und dein Herz behalte meine Gebote. 2 Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen; 3 Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hänge sie an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, 4 so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefällt. / Sprüche 7,1-3 -- 1 Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.

Wir selbst sind verantwortlich dafür, was wir durch unsere Gesinnung, unsere Gedanken und unser Tun in unser Inneres schreiben. Von dem Zweistämmevolk mußte der Prophet Jeremia sagen: „Die Sünde Judas ist geschrieben mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze. Sie ist eingegraben in die Tafel ihres Herzens und an die Hörner ihrer Altäre! - Ihr habt ein Feuer angezündet in Meinem Zorn, das ewiglich brennen wird!“ [Jer. 17,1.4.]

Jeremia 17,1.4 -- 1 Die Sünde Juda's ist geschrieben mit eisernen Griffeln, und spitzigen Demanten geschrieben, und auf die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die Hörner an ihren Altären, 2 daß die Kinder gedenken sollen derselben Altäre und Ascherabilder bei den grünen Bäumen, auf den hohen Bergen. 3 Aber ich will deine Höhen, beide, auf den Bergen und Feldern, samt deiner Habe und allen deinen Schätzen zum Raube geben um der Sünde willen, in allen deinen Grenzen begangen. 4 Und du sollst aus deinem Erbe verstoßen werden, das ich dir gegeben habe, und ich will dich zu Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angezündet, das ewiglich brennen wird.

Es gibt einen modernen Apparat, der heißt Stenophon. Spricht man in demselben hinein, so schreibt er auf eine schnell sich drehende Wachswalze ganz feine Rillen; man kann sie mit dem bloßen Auge kaum sehen. Und doch, wenn man den Apparat ein wenig umstellt, geben diese feinen Rillen - gibt der Apparat haargenau alles wieder, was in ihn hineingesprochen worden ist, bis auf die Klangfarbe der Stimme - bis auf den einzelnen Buchstaben und Laut! - Die Walzen kann man aufbewahren und nach langer Zeit einmal wieder in den Apparat einsetzen. Vielleicht ist derjenige, der auf diese Walze gesprochen hat, längst tot; aber seine Worte, seine Stimme vernimmt man so deutlich, als wurden jetzt erst diese Worte gesprochen! - So werden die Menschen Rechenschaft geben müssen am Gerichtstage Gottes von jedem unnützen Wort, das sie gesprochen - von jeder lieblosen oder unlauteren Tat, die sie getan haben! - In den Gerichtsbüchern Gottes hat jeder Mensch seine Seite mit Namen, auf welcher alles eingezeichnet ist, was sein ganzes Leben, Tun und Denken umschließt. Und auch in unserem eigenen Gedächtnis und Gehirn ist alles unauslöschlich eingetragen, was wir je erlebten, dachten und taten. Wer möchte wohl, daß sein ganzes Leben bis in die innersten Empfindungen und Gedanken aufgerollt würde?

(Samstag, 16. März 1935)

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