BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 365 (Der HERR gebietet die Heiligung des Sabbattages als Zeichen eines ewigen Bundes)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

20. Der HERR gebietet die Heiligung des Sabbattages als Zeichen eines ewigen Bundes (2. Mose 31,12-17)


2. Mose 31,12-17

12 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 13 Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der HERR bin, der euch heiligt. 14 Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. 15 Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. 16 Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, daß sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund. 17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.

Zum Schluß aller Mitteilungen und Anordnungen gibt der Herr Mose noch einmal den Auftrag, dem Volke Israel die Beobachtung des Sabbats zu unterstreichen. - Schon in den „zehn Geboten“, die das Volk vom Sinai herab aus Gottes eigenem Munde vernahm, war ja die Forderung enthalten: „Gedenke des Sabattages, daß du ihn heiligest!“ [Lies 2. Mos. 20,8-11.]

2. Mose 20,8-11 -- 8 Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; 10 aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Und hier heißt es: „Fürwahr, Meine Sabbate sollt ihr beobachten, denn sie sind ein Zeichen des Bundes zwischen Mir und euch - auch für eure Nachkommen; damit ihr wißt, daß Ich, der Herr, es bin, Der euch heiligt! - Beobachtet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Jeder, der ihn entweiht, soll unfehlbar mit dem Tode bestraft werden! - Denn wer irgendeine Arbeit an diesem Tage verrichtet - solch ein Mensch soll aus der Mitte seines Volkes ausgerottet werden! Sechs Tage sollt ihr arbeiten; aber am siebenten Tage ist der Sabbat, der Ruhetag, der dem Herrn geheiligt ist. Dies soll euch ein ewiger Bund sein - ein Zeichen zwischen Mir und den Kindern Israel ewiglich! - Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, und am siebenten Tage hat Er geruht und Sich erquickt.“ - Nach Gottes Willen sollte also der Sabbat für Israel nicht nur ein heiliger Tag sein, sondern auch ein Tag des Segens und der Freude, ja, ein hoher Festtag vor Seinem Angesicht - ein Tag, an dem alle Glieder des Volkes nach Leib und Seele entlastet und erquickt werden sollten, um sich in Gott zu sammeln und zu stärken - sich innerlich in Seine Gegenwart zu erheben! (In 3. Mos. 23,3 finden wir diese Verordnung, daß am Sabbattage stets eine heilige Versammlung stattfinden sollte! Lies auch Jes. 58,13.14.)

3. Mose 23,3 -- Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen. / Jesaja 58,13.14 -- 13 So du deinen Fuß von dem Sabbat kehrst, daß du nicht tust, was dir gefällt an meinem heiligen Tage, und den Sabbat eine Lust heißt und den Tag, der dem HERRN heilig ist, ehrest, so du ihn also ehrest, daß du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefällt oder leeres Geschwätz; 14 alsdann wirst du Lust haben am HERRN, und ich will dich über die Höhen auf Erden schweben lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des HERRN Mund sagt's.

Vorlesungen aus dem Worte Gottes wurden wohl sehr bald eingeführt; jedenfalls hat schon Mose in der Wüste den Sabbattag benützt, um Israel vor seinem Gott zu sammeln und ihm zum Herzen zu reden, wie wir das in seinen großen Reden im 5. Buche Mose so wunderschön wiedergegeben finden. - Auch aus 2. Könige 4,23 geht hervor, und jüdische Schriftsteller bestätigen es uns, daß die Propheten Gottes, nach dem Vorgang des größten Propheten Mose, die Sabbate - wie auch die Neumonde - zu feierlichen Versammlungen und Gottesdiensten für das Volk verwerteten.

2. Könige 4,23 -- Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute nicht Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Es ist gut.

Ein treuer Israelit aß kalt am Sabbattage; kein Feuer durfte zum Kochen angemacht Werden! [2. Mos. 35,3.]

2. Mose 35,3 -- Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.

Das Einsammeln von Nahrungsmitteln und das Auflesen von Holz galt als Übertretung des Sabbatgebotes und wurde mit dem Tod bestraft. [Lies 2. Mos. 16,23; 4. Mos. 15,32-36.]

2. Mose 16,23 -- Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das lasset bleiben, daß es behalten werde bis morgen. / 4.Mose 15,32-36 -- 32 Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage. 33 Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. 34 Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte. 35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager. 36 Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, daß er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Ebenso wurde streng gehalten auf die Unterlassung des Lastentragens und die Einstellung von Handels- und Marktverkehr. [Amos 8,5; Neh. 10,31 (Luth. 32).]

Amos 8,5 -- und sprecht: "Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn feilhaben mögen und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen / Nehemia 10,32 -- auch wenn die Völker im Lande am Sabbattage bringen Ware und allerlei Getreide zu verkaufen, daß wir nichts von ihnen nehmen wollten am Sabbat und den Heiligen Tagen; und daß wir das siebente Jahr von aller Hand Beschwerung freilassen wollten.

Wiederholt wird ja auch in unserem Abschnitt dem Sabbatschänder mit Todesstrafe (Steinigung) gedroht. - Mit Welcher Liebe hat doch Gott von jeher bis auf den heutigen Tag an Seine Menschenkinder gedacht und für sie gesorgt. - Wenn der alttestamentliche Sabbat mit seinen strengen Vorschriften uns nicht mehr gilt, so ist uns statt dessen der noch viel kostbarere Sonntag als der Tag unseres Herrn Jesu gegeben, an Welchem Er uns in besonderer Weise segnen, erquicken, emporheben will! (Lies Luk. 24,1-6a.)

Lukas 24,1-6 -- 1 Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. 2 Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe 3 und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht. 4 Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. 5 Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war

Ein Sonntag war es, an welchem der Heilige Geist auf die Jünger ausgegossen wurde - der Geburtstag der neutestamentlichen Gemeinde Gottes auf Erden! (Lies Apgesch. 2,1-4.)

Apostelgeschichte 2,1-4 -- 1 Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. 2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; 4 und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.

(Freitag, 8. März 1935)

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