BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 348 (Angaben zum Bau eines kupfernen Waschbeckens für priesterliche Waschungen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

16. Angaben zum Bau eines kupfernen Waschbeckens für priesterliche Waschungen (2. Mose 30,17-21)


2. Mose 30,19-21

19 daß Aaron und seine Söhne ihre Hände und Füße darin waschen, 20 wenn sie in die Hütte des Stifts gehen oder zum Altar, daß sie dienen, ein Feuer anzuzünden dem HERRN, 21 auf daß sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen.

Psalm 84

1 Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Gittith, vorzusingen. 2 Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! 3 Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. 4 Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und Gott. 5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. (Sela.) 6 Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln, 7 die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen; und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. 8 Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sei zu Zion. 9 HERR, Gott Zebaoth, erhöre mein Gebet; vernimm's, Gott Jakobs! (Sela.) 10 Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Antlitz deines Gesalbten! 11 Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tausend; ich will lieber der Tür hüten in meines Gottes Hause denn wohnen in der Gottlosen Hütten. 12 Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 13 HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt!

Die Priester durften die heilige Stätte fortan als ihre Heimat ansehen. Die Söhne Korahs rufen aus: „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Du Herr der Heerscharen! Glückselig, die da wohnen in Deinem Hause; stets werden sie Dich loben. - Glückselig der Mensch, dessen Stärke in Dir ist, in dessen Herzen gebahnte Wege sind! Durch das Tränental gehend, macht er es zu einem Ort der Segensquellen. Ja, mit Segnungen wird es bedeckt durch den Frühregen! - Die Erlösten gehen von Kraft zu Kraft, von Sieg zu Sieg, bis sie vor Gott erscheinen in Zion! - Herr, ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als tausend andere Tage! Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten derer, die sich nach Gottes Gesetz nicht richten! Denn der Herr, unser Gott, ist uns Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird Er geben - kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln! - Du, Herr der Heerscharen, glückselig ist der Mensch, der auf Dich vertraut!“ - Welch unaussprechliche Gnade, wenn wir unsere innere Heimat, unseren Ausgangspunkt für alle Dienste und Aufgaben gefunden haben in der lichten Gegenwart Gottes - wenn der Vater zu uns spricht: „Kind, du bist allezeit bei Mir. und alles, was Mir gehört, gehört auch dir!“ - Möchten wir nur nie vergessen, daß bei unserem Aus- und Eingehen im Hause Gottes stets das eherne Waschbecken zu unserer Benützung steht, und daß uns zugerufen wird: „Reinigt euch, die ihr die Geräte des Herrn tragt!“ [Jes. 52,11.]

Jesaja 52,11 -- Weicht, weicht, zieht aus von dannen und rührt kein Unreines an; geht aus von ihr, reinigt euch, die ihr des HERRN Geräte tragt!

Wenn die Priester einem Unreinen, einem Aussätzigen zu dienen hatten [3. Mos. 13,1-8] - stets mußten sie ausgehen von der Gegenwart Gottes, vom Heiligtum und von persönlicher Reinigung!

3. Mose 13,1-8 -- 1 Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: 2 Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffährt oder ausschlägt oder eiterweiß wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron führen oder zu einem unter seinen Söhnen, den Priestern. 3 Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches sieht, daß die Haare in Weiß verwandelt sind und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewiß der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen und für unrein urteilen. 4 Wenn aber etwas eiterweiß ist an der Haut des Fleisches, und doch das Ansehen der Haut nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches und die Haare nicht in Weiß verwandelt sind, so soll der Priester ihn verschließen sieben Tage 5 und am siebenten Tage besehen. Ist's, daß das Mal bleibt, wie er's zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen an der Haut, 6 so soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschließen. Und wenn er ihn zum andermal am siebenten Tage besieht und findet, daß das Mal verschwunden ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, so soll er ihn rein urteilen; denn es ist ein Grind. Und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein. 7 Wenn aber der Grind weiterfrißt in der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und wird nun zum andernmal vom Priester besehen, 8 wenn dann da der Priester sieht, daß der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiß Aussatz.

Auch wir können die reinigende Arbeit des Wortes und Geistes Gottes an uns selbst nie entbehren. - Die größte Gefahr liegt im Leben der Reichsgottesarbeiter! Gar zu leicht geschieht es, daß wir an der Rettung und Reinigung anderer arbeiten, aber nicht mehr an uns selbst! - Man meint gar zu leicht, man habe dies nicht mehr nötig. Dann aber steht man gerade am verhängnisvollsten Wendepunkt seines Lebens, wenn es dem Teufel gelingt, diesen Gedanken uns einzugeben. Der Herr spricht: „Auf diesen will Ich gnädig blicken, auf den Elenden und auf den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor Meinem Worte!“ [Lies Spr. 3,7; 14,2.16a; 28,14.]

Sprüche 3,7 -- Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. / Sprüche 14,2.16 -- 2 Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen. ... 16 Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch. / Sprüche 28,14 -- Wohl dem, der sich allewege fürchtet; wer aber sein Herz verhärtet, wird in Unglück fallen.

Wie ehrfürchtig und dankbar wollen wir täglich unsere stille Stunde vor dem Angesicht Gottes begrüßen - die tiefgreifende Wirkung göttlicher Worte und göttlichen Geistes auf unser Herz und Gewissen! Nur so werden wir in unserem Herzen und Leben die Reinheit aufrechterhalten, die Gott in erster Linie von uns persönlich fordert; nur so wird uns die Gnade und Fähigkeit zu kraftvollem Dienst erhalten und vermehrt werden! - Zu dem geheiligten Propheten Jeremia sprach der Herr einst: „Wenn du umkehrst von deiner Mutlosigkeit, so will Ich dich an deinen Platz zurückbringen, daß du vor Mir stehst und Mir dienst! [Vgl. Spr. 8,34!]

Sprüche 8,34 -- Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, daß er wache an meiner Tür täglich, daß er warte an den Pfosten meiner Tür.

Wenn du das Köstliche vom Gemeinen heraushebst, sollst du wie Mein Mund sein, durch den Ich zu den Menschen rede!“ [Jer. 15,19.] - Es gilt, „den Herrn anzurufen aus reinem Herzen“! [2. Tim. 2,22; vgl. Ps. 24,3.4!]

Jeremia 15,19 -- Darum spricht der HERR also: Wo du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wo du die Frommen lehrst sich sondern von den bösen Leuten, so sollst du mein Mund sein. Und ehe du solltest zu ihnen fallen, so müssen sie eher zu dir fallen. / 2. Timotheus 2,22 -- Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den HERRN anrufen von reinem Herzen/ Psalm 24,3.4 -- 3 Wer wird auf des HERRN Berg gehen, und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? 4 Der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwört nicht fälschlich

(Sonntag, 24. Februar 1935)

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Zuletzt geändert am 07.09.2016 16:42 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)