BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 349 (Angaben zum Bau eines kupfernen Waschbeckens für priesterliche Waschungen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

16. Angaben zum Bau eines kupfernen Waschbeckens für priesterliche Waschungen (2. Mose 30,17-21)


2. Mose 30,19-21

19 daß Aaron und seine Söhne ihre Hände und Füße darin waschen, 20 wenn sie in die Hütte des Stifts gehen oder zum Altar, daß sie dienen, ein Feuer anzuzünden dem HERRN, 21 auf daß sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen.

Ja, es gibt heilige Lektionen gerade für uns Reichsgottesarbeiter am ehernen Waschbecken zu lernen - tiefgrabende, herzerforschende Lektionen! Es herrscht solch ein Mangel an Ehrfurcht vor Gott! - Vor dem Richterstuhl Christi, vor den wir heute oder morgen gestellt werden können, kommt das Examen. Werden Wir es bestehen? Werde ich es bestehen? (Lies 1. Kor. 3,5-15.)

1. Korinther 3,5-15 -- 5 Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid gläubig geworden, und das, wie der HERR einem jeglichen gegeben hat. 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der da pflanzt noch der da begießt, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der da begießt, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit. 9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. 11 Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 So aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, edle Steine, Holz, Heu, Stoppeln, 13 so wird eines jeglichen Werk offenbar werden: der Tag wird's klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden; und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewähren. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch durchs Feuer.

Wir wollen uns Davids Gebet zu eigen machen und es heute von neuem aus tiefstem Herzen beten: „Prüfe mich, Herr, und erprobe mich! Läutere meine Nieren und mein Herz!“ - David konnte sagen: „In meiner Lauterkeit habe ich gewandelt, und auf den Herrn habe ich vertraut; deshalb werde ich nicht wanken!“ - Ja, nichts gibt uns eine solche Ruhe und Kraft - eine solche Festigkeit und innere Tiefe, wie ein tägliches Sich-richten und Sich-reinigen in der Gegenwart Gottes. - Glücklich die, welche sich ein aufrichtiges Herz und ein zartes, lichtempfindliches Gewissen schenken ließen und zu erhalten wissen Tag für Tag! [Lies Spr. 4,10-27.]

Sprüche 4,10-27 -- 10 So höre, mein Kind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre viel werden. 11 Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, 12 daß, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du nicht anstoßest. 13 Fasse die Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. 14 Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15 Laß ihn fahren und gehe nicht darin; weiche von ihm und gehe vorüber. 16 Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Übel getan; und ruhen nicht, sie haben den Schaden getan. 17 Denn sie nähren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels. 18 Aber der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag. 19 Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel; sie wissen nicht, wo sie fallen werden. 20 Mein Sohn, merke auf meine Worte und neige dein Ohr zu meiner Rede. 21 Laß sie nicht von deinen Augen fahren, behalte sie in deinem Herzen. 22 Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und gesund ihrem ganzen Leibe. 23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß; denn daraus geht das Leben. 24 Tue von dir den verkehrten Mund und laß das Lästermaul ferne von dir sein. 25 Laß deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider richtig vor dir hin blicken. 26 Laß deinen Fuß gleich vor sich gehen, so gehst du gewiß. 27 Wanke weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom Bösen.

Gerade wenn wir durch Gnade unsere herrliche, ewig sichere Stellung des Ein-für-allemal-Vollkommengemachtseins in Christus Jesus auf Grund Seines vollbrachten Opfers kennen und einnehmen, wird es unsere vornehmste Sorge und von der größten Bedeutung für uns sein, an Tiefe, an Reinheit, an Demut und Ähnlichkeit mit unserem Herrn und Meister zuzunehmen. - Unser Glaube ruht auf dem ein für allemal vollbrachten Erlösungswerk, das Christus für uns vollbracht hat. Um so eifriger nun gilt es, zu ringen in täglichem Flehen vor Gott, daß Er auch Sein Werk in uns durchführen und vollenden könne! - Dieses göttliche Werk in uns kann ja erst vollendet sein, wenn wir bei Gott in der ewigen Herrlichkeit anlangen. In diesem Sinn mußte selbst ein Apostel Paulus sagen: „Nicht daß ich es schon ergriffen hätte oder schon vollendet sei. Ich bilde mir auch nicht ein, den Siegespreis schon erlangt zu haben oder schon am Ziel angekommen zu sein; o nein! - Aber ich jage demselben zu, daß ich es erreiche, denn dazu bin ich ja von Christus erfaßt worden. Brüder und Schwestern, ich denke durchaus nicht von mir, ich hätte schon alles erreicht oder wäre schon vollkommen! - Eins aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt - vergebene Sünden, einst besessene und um Christi willen darangegebene Vorzüge, überwundene Leiden und Schwierigkeiten! - und jage dem herrlichen Ziel, das mir gesteckt ist, wie ein Wettläufer angespannt zu. Zum hohen Kampfpreis zieht mich mächtig der Ruf Gottes, den Er durch Christus Jesus an mich gelangen ließ. - So viele von uns nun schon geistlich Erwachsene - geistlich Gereifte sind, laßt uns mit solchem Eifer voraneilen! - Und wenn ihr in irgendeinem Punkt noch anders denkt, dann wird euch Gott gewiß auch das noch klarmachen! Doch soweit ihr schon mit mir übereinstimmt, wollen wir alle in den gleichen Fußtapfen, die der Herr Jesus uns zurückgelassen hat, voraneilen!

(Montag, 25. Februar 1935)

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