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JAHRGANG 1935
Februar 1935

Sonntag, den 24. Februar 1935


2. Mose 30,19-21; Psalm 84

Die Priester durften die heilige Stätte fortan als ihre Heimat ansehen. Die Söhne Korahs rufen aus: „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Du Herr der Heerscharen! - Glückselig, die da wohnen in Deinem Hause; stets werden sie Dich loben. - Glückselig der Mensch, dessen Stärke in Dir ist, in dessen Herzen gebahnte Wege sind! Durch das Tränental gehend, macht er es zu einem Ort der Segensquellen. Ja, mit Segnungen wird es bedeckt durch den Frühregen! - Die Erlösten gehen von Kraft zu Kraft, von Sieg zu Sieg, bis sie vor Gott erscheinen in Zion! - Herr, ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als tausend andere Tage! Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten derer, die sich nach Gottes Gesetz nicht richten! Denn der Herr, unser Gott, ist uns Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird Er geben - kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln! - Du, Herr der Heerscharen, glückselig ist der Mensch, der auf Dich vertraut!“ - Welch unaussprechliche Gnade, wenn wir unsere innere Heimat, unseren Ausgangspunkt für alle Dienste und Aufgaben gefunden haben in der lichten Gegenwart Gottes - wenn der Vater zu uns spricht: „Kind, du bist allezeit bei Mir. und alles, was Mir gehört, gehört auch dir!“ - Möchten wir nur nie vergessen, daß bei unserem Aus- und Eingehen im Hause Gottes stets das eherne Waschbecken zu unserer Benützung steht, und daß uns zugerufen wird: „Reinigt euch, die ihr die Geräte des Herrn tragt!“ [Jes. 52,11.] - Wenn die Priester einem Unreinen, einem Aussätzigen zu dienen hatten [3. Mos. 13,1-8] - stets mußten sie ausgehen von der Gegenwart Gottes, vom Heiligtum und von persönlicher Reinigung! Auch wir können die reinigende Arbeit des Wortes und Geistes Gottes an uns selbst nie entbehren. - Die größte Gefahr liegt im Leben der Reichsgottesarbeiter! Gar zu leicht geschieht es, daß wir an der Rettung und Reinigung anderer arbeiten, aber nicht mehr an uns selbst! - Man meint gar zu leicht, man habe dies nicht mehr nötig. Dann aber steht man gerade am verhängnisvollsten Wendepunkt seines Lebens, wenn es dem Teufel gelingt, diesen Gedanken uns einzugeben. Der Herr spricht: „Auf diesen will Ich gnädig blicken, auf den Elenden und auf den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor Meinem Worte!“ [Lies Spr. 3,7; 14,2.16a; 28,14.] - Wie ehrfürchtig und dankbar wollen wir täglich unsere stille Stunde vor dem Angesicht Gottes begrüßen - die tiefgreifende Wirkung göttlicher Worte und göttlichen Geistes auf unser Herz und Gewissen! Nur so werden wir in unserem Herzen und Leben die Reinheit aufrechterhalten, die Gott in erster Linie von uns persönlich fordert; nur so wird uns die Gnade und Fähigkeit zu kraftvollem Dienst erhalten und vermehrt werden! - Zu dem geheiligten Propheten Jeremia sprach der Herr einst: „Wenn du umkehrst von deiner Mutlosigkeit, so will Ich dich an deinen Platz zurückbringen, daß du vor Mir stehst und Mir dienst! [Vgl. Spr. 8,34!] - Wenn du das Köstliche vom Gemeinen heraushebst, sollst du wie Mein Mund sein, durch den Ich zu den Menschen rede!“ [Jer. 15,19.] - Es gilt, „den Herrn anzurufen aus reinem Herzen“! [2. Tim. 2,22; vgl. Ps. 24,3.4!]

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