BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 305 (Anweisungen zur Einsetzung Aarons und seiner Söhne zu Priestern)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

12. Anweisungen zur Einsetzung Aarons und seiner Söhne zu Priestern (2. Mose 29,1-37)

a) Vorbereitung zur Einsetzung der Priester: Opfergaben bereitstellen und Priester waschen (2. Mose 29,1-4)


2. Mose 29,1-2

1 Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, daß sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl, 2 ungesäuertes Brot und ungesäuerte Kuchen, mit Öl gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen.

Während in Kap. 28 die Dienstkleider des Hohenpriesters und seiner Söhne behandelt wurden, kommen wir in Kap. 29 zur eigentlichen Weihe Aarons und seiner Söhne. Während das, was die hohepriesterliche Kleidung darstellt, mehr den geistlichen Bedürfnissen des Volkes Gottes entspricht, entsprechen die bei der Einweihung dargebrachten Opfer (Kap. 29) vor allem den Forderungen der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes!- Wir haben gesehen, daß die Dienstgewänder des Hohenpriesters uns die kostbaren Eigenschaften und Tätigkeitendes Herrn Jesu vor Augen führen, die Er in Seinem gnadenvollen Dienst für uns entfaltet. - In den Opfern und Zeremonien, die bei der Priesterweihe stattfanden, wird uns nahegelegt, was Gott gegenüber geschehen mußte, wenn die an Christus Glaubenden wirklich und für immer in ihre herrliche neue Stellung gesetzt werden sollten. [Lies Hebr. 9,11-14.23-28.]

Hebräer 9,11-14.23-28 -- 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. 13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, 14 wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! ... 23 So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereinigt werden; aber sie selbst, die himmlischen, müssen bessere Opfer haben, denn jene waren. 24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, daß er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester geht alle Jahre in das Heilige mit fremden Blut; 26 sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht: 28 also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.

Aaron und seine Söhne bildeten die priesterliche Familie. So bildet Christus mit Seinen wahren Glaubenden die wahre Familie Gottes! - Als man einst dem Herrn Jesus berichtete: „Siehe, Deine Mutter und Deine Brüder stehen draußen und wollen Dich sprechen!“ - da streckte Er Seine Hand aus über die Ihn umgebenden Jünger und sprach: „Seht, das sind Meine Mutter und Meine Brüder! Denn wer irgend den Willen Meines Vaters tun wird, der in den Himmeln ist, der ist Mein Bruder und Meine Schwester und Meine Mutter!“ (Lies Röm. 8,14-18; Gal. 3,26-29; [Eph. 2,19-22; Hebr. 2,11-13].)

Römer 8,14-18 -- 14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. 17 Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. 18 Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden. / Galater 3,26-29 -- 26 Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. 27 Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen. 28 Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. 29 Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. / Epheser 2,19-22 -- 19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, 22 auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist. / Hebräer 2,11-13 -- 11 Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, 12 und spricht: "Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen." 13 Und abermals: "Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen." und abermals: "Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat."

Im Hebräerbrief wendet sich der Apostel an die wahren Glaubenden: „Ihr heiligen Brüder und Schwestern, ihr Genossen der himmlischen Berufung, achtet mit ganzer Seele auf Ihn, den Gott uns gesandt hat, und zu Dem wir uns als zu unserem Hohenpriester bekennen: Jesus, welcher treu ist Dem, der Ihn eingesetzt hat, wie schon Mose unter dem Alten Bund treu war in Gottes ganzem Hause! Jesus aber ist größerer Herrlichkeit gewürdigt worden als Moses.“ - Die meisten Gläubigen kennen und verstehen kaum etwas von ihrer priesterlichen Stellung und Aufgabe! - Das größte Vorrecht und der höchste Dienst eines Priesters unter dem Alten Bunde war, daß er Gott nahen durfte und daß er sich in heiliger und barmherziger Liebe um „seine Brüder“, d. h. um die Glieder des Volkes Gottes annehmen durfte. - Wenn wir zum Herrn Jesus gekommen sind, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist , so werden wir als lebendige Steine mit hineingebaut in das geistliche Haus Gottes und sind berufen zu heiligem Priesterdienst! - Wir dürfen geistliche Opfer darbringen, die Gott angenehm und wohlgefällig sind durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum ruft uns Petrus auch zu: „Ihr aber seid jetzt das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Eigentumsvolk Gottes! Eure Aufgabe ist es, die herrlichen Eigenschaften und Taten Dessen zu verkündigen, der euch berufen hat aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht!“ Dies geschieht nicht in erster Linie mit Worten, sondern vor allem mit unserer Gesinnung und unserem Tun! (Lies 1. Petr. 5,1-4.)

1. Petrus 5,1-4 -- 1 Die Ältesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und auch teilhaftig der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: 2 Weidet die Herde Christi, die euch befohlen ist und sehet wohl zu, nicht gezwungen, sondern willig; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; 3 nicht als übers Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der Herde. 4 So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Ehren empfangen.

(Samstag, 12. Januar 1934)

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