BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 268 (Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

7. Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte (2. Mose 26,31-37)


2. Mose 26,31-33

31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben. 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.

Von Gott aus - vom Allerheiligsten aus kommend, betrachten wir zuerst den wundervollen Cherubimvorhang, der das Allerheiligste vom Heiligen schied. Man kann ihn deshalb auch den „Scheidevorhang“ nennen. Derselbe war aus dem gleichen Material und in den gleichen Farben gewebt wie die prächtige Cherubimdecke, die das ganze Heiligtum überdeckte. Dieser Vorhang verbarg die Bundeslade im Allerheiligsten, die die Herrlichkeit Gottes darstellte, den Blicken der Menschen; denn außer Mose durfte ja niemand das Allerheiligste betreten, nur einmal im Jahr am Großen Versöhnungstag der Hohepriester mit dem Versöhnungsblute. Gott wohnte im Verborgenen. - Wir bemerkten schon, daß dieser prächtige Vorhang uns Christum vor Augen stellt in Seiner Menschheit, in Seiner göttlichen Natur und Wesensart, wie Er einst hier auf Erden war und wie Er in dem kommenden Tausendjährigen Herrlichkeitsreich vor aller Welt erscheinen wird! - Den Kolossern schreibt der Apostel: „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn empfangen habt, so tut auch weitere Glaubens- und Gehorsamsschritte in Ihm! Führt euer Leben dementsprechend, indem ihr immer tiefer wurzelt in Ihm und aufgebaut werdet in Ihm! Ja, ihr sollt befestigt werden im Vertrauen zu Ihm, so wie ihr gelehrt worden seid, und dürft darin überfließen von Dank und Lobpreis. Denn in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid vollendet in Ihm, der ja das Haupt jeglicher Herrschaft und Gewalt ist!“ - Er, der Sohn Davids, der Sohn des Menschen, ist von Gott bestimmt zum Richter und Herrscher der ganzen Welt. Er, der einst in so großer Liebe und Demut kam und den sündigen, verlorenen Menschen Heil und Leben brachte - ihnen das ewige Leben anbot, Er wird bald kommen, um zu richten die Lebendigen und die Toten: „Ihm hat der Vater die Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil Er des Menschen Sohn ist. Auf diese Seite der Herrlichkeit Christi weisen die eingewebten Cherubim hin. Sie sind ja die Hüter und Wahrer der Herrlichkeit Gottes und die ausführenden Werkzeuge der göttlichen Gerichtsmacht. (Lies Joh. 5,20-30; [Apgesch. 17,30.31; 2. Tim. 4,1.2; 1. Petr. 4,5; Offenb. 1,7].)

Johannes 5,20-30 -- 20 Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, daß ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand; sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben, 23 auf daß sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, daß die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. 26 Denn wie der Vater hat das Leben in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber, 27 und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum daß er des Menschen Sohn ist. 28 Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, 29 und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat. / Apostelgeschichte 17,30.31 -- 30 Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, 31 darum daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt. / 2. Timotheus 4,1.2 -- 1 So bezeuge ich nun vor Gott und dem HERRN Jesus Christus, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: 2 Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. / 1. Petrus 4.5 -- aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. / Offenbarung 1,7 -- Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; und werden heulen alle Geschlechter auf der Erde. Ja, amen.

Als der Herr Jesus das Erlösungswerk am Kreuz vollbracht hatte, das der Vater Ihm aufgetragen, da rief Er aus: „Es ist vollbracht!“ „Und Er neigte das Haupt und übergab den Geist. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke von oben bis unten.“ - Der Weg in die Gegenwart und Herrlichkeit Gottes, der um der Sünde des Menschen willen versperrt gewesen, tat sich in diesem Augenblick auf für alle! - Gottes Herz, Gottes wunderbare, alle Menschen umfassende Liebe und Seine Herrlichkeit, konnte und kann sich nun völlig offenbaren und auch dem schuldigsten Menschen entgegenkommen um Christi willen! - Und wer irgend will - wer irgend aus innerstem Herzen heraus sein Vertrauen auf den Herrn Jesus und Sein teures Blut setzt, der findet nicht nur Gnade und Annahme bei Gott, sondern auch innigste Gemeinschaft mit Ihm und schon jetzt die volle Berechtigung zum Eintritt in das Heiligtum - zum Eingang in die Herrlichkeit Gottes! - Ist es nicht höchst bedeutsam, daß die Hohenpriester den zerrissenen Vorhang damals wieder geflickt haben müssen? Denn der jüdische Gottesdienst im Tempel wurde noch fast 40 Jahre nach dem Kreuzestod Christi fortgesetzt, bis dann die Römer kamen und Stadt und Tempel zerstörten. - Der geflickte Vorhang stellt den so vielfach durchgeführten Versuch dar, Gläubige sowie Sünder zurückzuführen unter das Gesetz, d. h. unter eigene Bemühungen, die uns Gott wohlgefällig machen sollen und es doch niemals vermögen. „Denn alle, die sich auf den Boden des Gesetzes stellen, die sich mit sittlichen und religiösen Leistungen abmühen und Gott nahen wollen, geraten unter den Fluch!“ [Lies Gal. 3,10-14; vgl. Röm. 3,20-24.28.]

Galater 3,10-14 -- 10 Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: "Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue." 11 Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn "der Gerechte wird seines Glaubens leben." 12 Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern "der Mensch, der es tut, wird dadurch leben." 13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!"), 14 auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. / Römer 3,20-24.28 -- 20 darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. 21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. 23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist. ... 28 So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

(Montag, 03. Dezember 1934)

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