BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Dezember 1934

Montag, den 3. Dezember 1934


2. Mose 26,31-33

„Hänge den Vorhang auf an vier Säulen von Akazienholz, überzogen mit Gold, in Haken von Gold, stehend auf vier Füßen von Silber!“ - Dürfen wir bei den vier Säulen, an welchen der Vorhang hing, nicht denken an die vierfache Darstellung des Lebens Christi in den vier Evangelien? - Die Wirkung und Größe des Erdenlebens, des Erlöserwerkes Christi hängt ab von der Erhabenheit Seiner Person, da Er ja der einzige fleckenlose Mensch und zugleich Gott von Ewigkeit her ist! (Lies Röm. 9,5; 1. Tim. 3,16; Jes. 9,6b; Micha 5,1.) - Wir müssen bedenken, daß die vier Säulen von Akazienholz waren, mit Gold überzogen - die gleiche Zusammenstellung, die wir so oft schon in der Stiftshütte fanden: das Akazienholz, hinweisend auf Christi heilige und vollkommene Menschheit, das überdeckende Gold der Hinweis auf Seine Göttlichkeit! - Wäre Jesus nicht ein wahrer und sündloser Mensch gewesen - wie hätte Er sterben können für unsere Sünden und sie austilgen? Wäre Er nicht zugleich Gott von Ewigkeit her gewesen - hätte Ihm nicht göttliche Herrlichkeit innegewohnt - wie hätte Er das wunderbare Werk der Erlösung und Versöhnung vollbringen können? - „Gott war in Christo, die Welt mit Sich Selbst versöhnend und ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend!Ihn, der Sünde nicht kannte, hat Gott an unserer Stelle zur Sünde gemacht, damit wir als Freigesprochene und Gerechtfertigte ein lebendiges Denkmal der durch Christum rettenden und heiligenden Gerechtigkeit Gottes seien! - Der ganze wunderbare Wert und Erfolg des Heilswerkes Christi kommt aus der Kostbarkeit und Erhabenheit Seiner Person. [Lies Joh. 1,1-18.] - Die Füße der vier goldenen Säulen waren die gleichen, wie wir sie schon bei den „goldenen Brettern“ fanden. Sie sagen uns, daß der Herr Jesus als Erlöser in die Welt gekommen ist. Als solchen stellen Ihn uns die vier Evangelien vor Augen! - Sobald die Frage der Sünde durch das Opfer Christi in so überaus herrlicher Weise beantwortet war - sobald unser großer Erlöser und Versöhner Sein Leben freiwillig dahingegeben und die Sühnung unserer Schuld vollbracht hatte, zerriß Gott den Vorhang von oben bis unten! - Gott konnte Sich nun völlig offenbaren als Licht und Liebe und in all Seinen Eigenschaften. Und der begnadigte Sünder kann nunmehr als gereinigter Anbeter und als heiliger Priester Gott nahen - ja, in Gottes unmittelbare Gegenwart, an Seinen Thron und an Sein Herz kommen! (Lies Hebr. 10,19-25!) - Heiligtum und Allerheiligstes sind jetzt nicht mehr geschieden, sondern bilden ein Ganzes. Wer durch den Herrn Jesus, die Tür, eingetreten ist, der darf dem Thron Gottes ganz nahe kommen - ganz vertraut werden in Seiner Gegenwart, ganz glückselig sein in Seiner Liebe: „Wir haben geglaubt und erkannt die große Liebe, die Gott zu uns hat. Ja, Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt - sich ihr anvertraut und sich durch sie umgestalten läßt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe, die Gott zu uns hat, vertreibt die Furcht aus unserem Herzen! - Furcht verursacht ja Pein: Wer sich noch fürchtet (in der Gegenwart Gottes), der ist nicht vollendet in der Liebe, d. h. er versteht die Größe und Innigkeit dieser göttlichen, uns entgegengebrachten Liebe noch nicht recht. - Wir können jetzt so innig lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat.“ - Das alles sagt uns der zerrissene Vorhang im Tempel!

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