BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 269 (Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

7. Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte (2. Mose 26,31-37)


2. Mose 26,31-33

31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben. 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.

Johannes 1,14

14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Johannes sagt: „Das Wort ward Fleisch, d. h. wahrhaftiger Mensch, und hat für eine Weile unter uns gewohnt, und wir haben Seine Herrlichkeit angeschaut - eine Herrlichkeit, wie sie nur dem eingeborenen Sohn des Vaters eigen ist, voller Gnade und Wahrheit!“ - Von welch unendlicher Bedeutung ist es doch, daß klar erkannt und festgehalten werde, was die Heilige Schrift sagt von der Person des eingeborenen Sohnes Gottes, von Seiner göttlichen Herrlichkeit, von Seiner heiligen Menschheit, von Seiner Sündlosigkeit und Unantastbarkeit! „Wer ist ein Weltüberwinder? Nur, wer da glaubt: Jesus ist Gottes Sohn!“ [1. Joh. 5.5; vgl. 1. Joh. 2,22-28; lies auch Matth. 11,27; Joh. 1,1-3.14-18.]

1. Johannes 5,5 -- Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? / 1. Johannes 2,22-28 -- 22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht, der da leugnet, daß Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. 24 Was ihr nun gehört habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch bleibt, was ihr von Anfang gehört habt, so werdet ihr auch bei dem Sohn und dem Vater bleiben. 25 Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. 26 Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen. 27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm. 28 Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbart wird, wir Freudigkeit haben und nicht zu Schanden werden vor ihm bei seiner Zukunft. / Matthäus 11,27 -- Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. / Johannes 1,1-3.14-18 -- 1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. ... 14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 15 Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. 16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden. 18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt.

Wenn die Erhabenheit und Herrlichkeit der Person Christi angetastet und geleugnet wird, so kann man sich auch in keiner Weise mehr auf die durch Christum vollbrachte Erlösung stützen. Alles gerät ins Wanken für denjenigen, der die Würde und Herrlichkeit, die Sündlosigkeit und Göttlichkeit Christi antastet! - Es ist die Sorge und zugleich die Wonne des Heiligen Geistes, die Ehre Christi hochzuhalten und von Ihm Zeugnis zu geben nach allen Seiten! (Lies Joh. 14,26; 16,8-14.)

Johannes 14,26 -- Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. / Johannes 16,8-14 -- 8 Und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: 9 um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; 10 um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet; 11 um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. 12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden. 14 Derselbe wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.

Die goldenen Säulen, an welchen der Vorhang hing - die Darstellungen der heiligen Person Christi, sie blieben stehen in jenem gewaltigen Augenblick, da der Vorhang zerriß. Christi Werk auf Erden ist vollendet. Der Zugang zu Gott ist aufgetan; Er Selbst aber, der heilige und herrliche Herr, bleibt bestehen als Der, „der da war und der da ist und der da kommt!“ - Wie wunderbar finden wir Seine echte Menschheit und Seine ewige Gottheit schon vereinigt in den Worten, die der Engel der Jungfrau Maria sagte, noch ehe der Herr Jesus geboren war: „Das Heilige. das von dir geboren werden wird, wird Gottes Sohn genannt werden!“ (Vgl. Matth. 1,20.21.)

Matthäus 1,20.21 -- 20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.

Schon der Prophet Jesaja sagt Jahrhundert zuvor das klare Wort: „Siehe, die Jungfrau wird einen Sohn gebären, und man wird Seinen Namen Emmanuel nennen, was ja heißt: Gott mit uns!“ - Und als der Augenblick gekommen war, da lag der Sohn Gottes im Schoße der Jungfrau. Wer kann dieses Geheimnis ergründen? Es bot eine neue, nie zuvor gekannte Veranlassung zum Jubel, zur Freude. Ja, „die Menge der himmlischen Heerscharen sammelte sich plötzlich über den erstaunten Hirten, lobten Gott und sangen: Herrlichkeit gebührt Gott in der Höhe, und Frieden wird gestiftet auf Erden, und an den Menschen hat Gott ein Wohlgefallen!“ „Wahrlich, etwas Großes ist es um das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart im Fleische - beglaubigt und anerkannt durch den Heiligen Geist - geschaut von den Engeln - gepredigt unter den Völkern - geglaubt in der Welt - aufgenommen mit Herrlichkeit zur Herrlichkeit!“ - Dies alles sagt uns der wundervolle Cherubimvorhang. Und er zerriß: „Christus starb!“ - Und „durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht alle, die geheiligt werden“. Gott bezeugt es uns durch Seinen Heiligen Geist: „Eurer Sünden und eurer Ungerechtigkeiten will Ich nie mehr gedenken!“ - So haben wir denn, geliebte Brüder und Schwestern, die vollste Freiheit, in das Heiligtum einzutreten auf Grund des Blutes Jesu. Wir dürfen den neuen und lebendigen Weg betreten, den Er uns eingeweiht hat durch den (zerrissenen) Vorhang hindurch. das ist Sein Leib (den Er für uns opferte)! - Und nun haben wir Ihn im Himmel als den großen Priester über das Haus Gottes. Darum dürfen wir hinzunahen mit wahrhaftigem Herzen - in freudigster Glaubensgewißheit!

(Dienstag, 04. Dezember 1934)

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