BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 260 (Angaben zu den Brettern und Riegeln für den Bau der Stiftshütte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

6. Angaben zu den Brettern und Riegeln für den Bau der Stiftshütte (2. Mose 26,15-30)


2. Mose 26,18-25

18 Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag. 19 Die sollen vierzig silberne Füße unten haben, je zwei Füße unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen. 20 Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen 21 und vierzig silberne Füße, je zwei Füße unter jeglichem Brett. 22 Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen; 23 dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung, 24 daß ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer; 25 daß es acht Bretter seien mit ihren silbernen Füßen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett.

Wir sahen schon, daß jede der goldenen Doppelsäulen durch einen silbernen Doppelfuß (oder Doppelrahmen) hindurch in den Sandboden eingelassen wurde. Jeder dieser silbernen Fußrahmen war aus einem Talent Silber. [ein Talent wog 43,65 kg.] So waren es also, da jede Doppelsäule auch einen doppelten Fuß hatte, zweimal 48 gleich 96 silberne Fußrahmen. Die gleichen Fußrahmen hatten auch die vier einfachen Säulen, an welchen der wundervolle Cherubimvorhang hing - der das Allerheiligste vom Heiligtum trennte! [V. 31.32.]

2. Mose 26,31.32 -- 31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben.

Zählen wir diese vier Fußrahmen noch hinzu, so sind es im ganzen hundert. - Die Zahlensymbolik in der Schrift ist etwas ganz Wunderbares. Es sind heilige Zahlen, die uns, wie wir schon merkten, viel zu sagen haben für unser geistliches Verständnis und unser geistliches Leben. - In 2. Mos. 38,25-27 erfahren wir, woher das Silber für die hundert Fußrahmen kam: es war das Sühnegeld von den 603 550 jungen Männern, die damals bei Beginn der Wüstenreise gemustert und ausgehoben wurden zum Heeresdienst.

2. Mose 38,25-27 -- 25 Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfünfzig Lot nach dem Lot des Heiligtums: 26 so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezählt wurden von zwanzig Jahren an und darüber, sechshundertmaltausend dreitausend fünfhundertundfünfzig. 27 Aus den hundert Zentnern Silber goß man die Füße des Heiligtums und die Füße des Vorhangs, hundert Füße aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuß.

(Lies 2. Mos. 30,11-16; [4. Mos. 1,1-3.44-46].)

2. Mose 30,11-16 -- 11 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 12 Wenn du die Häupter der Kinder Israel zählst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versöhnung seiner Seele, auf daß ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden. 13 Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein. 14 Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darüber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben. 15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt für die Versöhnung ihre Seelen. 16 Und du sollst solch Geld der Versöhnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Hütte des Stifts geben, daß es sei den Kindern Israel ein Gedächtnis vor dem HERRN, daß er sich Über ihre Seelen versöhnen lasse. / 4. Mose 1,1-3.44-46 -- 1 Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai in der Hütte des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus Ägyptenland gegangen waren, und sprach: 2 Nehmet die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern und Vaterhäusern und Namen, alles, was männlich ist, von Haupt zu Haupt, 3 von zwanzig Jahren an und darüber, was ins Heer zu ziehen taugt in Israel; ihr sollt sie zählen nach ihren Heeren, du und Aaron. ... 44 Dies sind, die Mose und Aaron zählten samt den zwölf Fürsten Israels, deren je einer über ein Vaterhaus war. 45 Und die Summe der Kinder Israel nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhäusern und Namen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel, 46 war sechsmal hunderttausend und dreitausend fünfhundertundfünfzig.

Jeder dieser jungen Leute hatte bei seiner Musterung ein Sühnegeld von ½ Sekel Silber zu entrichten, das auch „das Hebopfer des Herrn“ genannt wurde. - Die Höhe dieses Sühnegeldes war für alle ohne Ausnahme die gleiche: „Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger, um Sühnung zu tun für eure Seelen!“ - Wir sehen hier: wenn man ein Streiter Gottes werden will, so ist dies nur möglich als ein mit Gott Versöhnter! Wenn du noch nicht den Herrn Jesus als die Sühnung für deine Schuld und als den Versöhner deiner Seele Gott gegenüber persönlich im Glauben ergriffen hast, dann ist es ganz ausgeschlossen für dich, in Gottes Streiterheer zu stehen und an den Kämpfen Gottes teilzunehmen. Johannes schreibt: „Jesus Christus, der Gerechte - Er ist die Sühnung für unsere Sünden!“ - Nachdem der junge Timotheus eine klare Bekehrung erlebt und persönlich seine Zuflucht genommen hatte zu der herrlichen Erlösung, die Jesus Christus mit Seinem eigenen Blut erkauft hat, konnte der Apostel Paulus ihn zu seinem Mitarbeiter machen und ihm schreiben: „Tritt als tapferer Streiter Jesu Christi in die Kampfes- und Leidensgemeinschaft ein: Kämpfe den heißen, aber herrlichen Kampf des Glaubens! Ergreife praktisch jetzt schon das ewige Leben, denn dazu bist du berufen und hast in Gegenwart vieler Zeugen ein freudiges Bekenntnis deiner Glaubensüberzeugung abgelegt.“ -Das Sühnegeld war für alle jene jungen Kämpfer das gleiche, mochte ihre Herkunft und ihr Besitz, ihr Platz und dienst, ihre Erkenntnis und ihre Bildung noch so verschieden sein; alle hatten das gleiche Lösegeld zu zahlen! - Wenn es sich um die Sühnung der Sünden und um die Versöhnung mit Gott handelt, so stehen alle Menschen auf demselben Boden. In vieler anderer Hinsicht mögen die größten Unterschiede vorhanden sein, doch die Grundlage der Versöhnung ist für alle dieselbe: Der große Apostel der Heiden und das schwächste Lamm der Herde Christi, sie stehen hinsichtlich der Erlösung auf dem gleichen Boden. Dies ist für das Volk Gottes eine sehr einfache, aber auch sehr gesegnete Wahrheit! Dies eine Lösegeld - es ist das kostbare Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Es reicht für alle aus, aber es muß auch von jedem einzelnen persönlich im Glauben ergriffen und aus innerstem Herzen bezeugt werden: „Das Blut des Sohnes Gottes floß für mich!“ [Lies Röm. 3,21-26; 1. Tim. 1,14-17.]

Römer 3,21-26 -- 21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. 23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist, 25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; 26 auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. / 1. Timotheus 1,14-17 -- 14 Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsers HERRN samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist. 15 Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin. 16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehmlich Jesus Christus erzeigte alle Geduld, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren und allein Weisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

(Sonntag, 25. November 1934)

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