BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 259 (Angaben zu den Brettern und Riegeln für den Bau der Stiftshütte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

6. Angaben zu den Brettern und Riegeln für den Bau der Stiftshütte (2. Mose 26,15-30)


2. Mose 26,15.29

15 Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen. ... 29 Und sollst die Bretter mit Gold überziehen und ihre Ringe von Gold machen, daß man die Riegel darein tue.

Die Heilige Schrift gibt uns allen Anlaß, in der goldüberdeckten Bretterhütte nicht nur eine Darstellung von Christus Selbst, sondern auch von Seinen Erlösten hier auf Erden zu erblicken. Nachdem unser Heiland in die himmlische Herrlichkeit erhoben worden ist, hat Gott Seine Erlösten - alle wahren Jünger Christi auf Erden zusammengeschlossen durch die Herniederkunft und Innewohnung des Heiligen Geistes! (Lies 1. Kor. 2,9-16; 3,16; 2. Kor. 6,16b.)

1. Korinther 2,9-16 -- 9 Sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben." 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; 13 welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein. 15 Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. 16 Denn "wer hat des HERRN Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?" Wir aber haben Christi Sinn. / 1. Korinther 3,16 -- Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? / 2. Korinther 6,16 -- Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

Von Natur sind wir Gläubige allerdings Menschen wie alle anderen auch; darauf deutet das Akazienholz hin. Wie dieses aus dem nächsten Akazienwald herbeigeholt wurde - passende Bäume wurden gefällt und zerschnitten - ,so mußte die göttliche Gnade uns auch erst aus dem Naturwald unseres alten Lebens herausholen! - Axt, Säge und Hobel haben ihre Arbeit tun müssen, ehe die Akazienholzbohlen mit dem kostbaren Goldblech überzogen und zusammengefügt werden konnten. Was hat doch unser Gott in Seiner suchenden Liebe alles tun und anwenden müssen, ehe wir aus unserer alten stachlichten und bösen Art herausgehoben und im Herrn Jesus zu neuen Menschen gemacht worden sind! Heißt es doch von uns Menschen: „Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch, und der Rechtschaffendste wie eine Dornhecke!“ - Schon zu dem Propheten Hesekiel mußte betreffs der Menschen seiner Umgebung gesagt werden: „Nesseln und Dornen sind bei dir, und bei Skorpionen wohnst du!“ ([Micha 7,4; Hes. 2,6;] Matth. 27,29; vgl. aber Jes. 55,13; 2. Kor. 5,17.)

Micha 7,4 -- Der Beste unter ihnen ist wie ein Dorn und der Redlichste wie eine Hecke. Aber wenn der Tag deiner Prediger kommen wird, wenn du heimgesucht sollst werden, da werden sie dann nicht wissen, wo aus. / Hesekiel 2,6 -- Und du Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht fürchten noch vor ihren Worten fürchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige Dornen bei dir, und du wohnst unter Skorpionen; aber du sollst dich nicht fürchten vor ihren Worten noch vor ihrem Angesicht dich entsetzen, ob sie wohl ein ungehorsames Haus sind. / Matthäus 27,29 -- und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! / Jesaja 55,13 -- Es sollen Tannen für Hecken wachsen und Myrten für Dornen; und dem HERRN soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde. / 2. Korinther 5,17 -- Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

Es ist interessant, daß Reisende noch heute in Nordarabien in Tälern und Schluchten einen schönen Baumwuchs von starken Akazienstämmen mit prächtigen Blüten, aber auch mächtigen Stacheln, gefunden und sich überzeugt haben, daß allem Anschein nach alle jene Täler einst dicht beholzt waren.) - Kehren wir nun zu den „goldenen Brettern“ zurück. Als die starken Holzbohlen nach Moses genauer Zeichnung und Vorschrift fertiggestellt waren, da wurden sie ganz und gar mit geschlagenem Goldblech überzogen. Redet nicht diese Bedeckung des schlichten Akazienholzes von der wunderbaren göttlichen Gerechtigkeit und Herrlichkeit, mit der alle wahren Glaubenden von dem Augenblick ihrer Begnadigung von seiten Gottes angetan werden? Christus ist ja jetzt und für ewig ihr Heil und ihre Heiligung, ihre Gerechtigkeit und Herrlichkeit: „Vor Gott aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott geschenkt worden ist als unsere Weisheit, unsere Gerechtigkeit, unsere Heiligung und Erlösung. So wird das Schriftwort wahr auch in unserem Leben: „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!“ „Nur in dem Herrn, so wird man sagen, finden wir Gerechtigkeit und Stärke. Ja, in Ihm wird gerechtfertigt werden und sich rühmen aller Same Israels“ und jeder wahre Glaubende auch heute! [Vgl. Eph. 1,6.]

Epheser 1,6 -- zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten.

Was uns im Herrn Jesus geschenkt ist - was der Heilige Geist in unserem Herzen und Leben hervorbringen konnte, das allein ist wahre Schönheit. Darum spricht der Herr: „Dein Ruf ging aus unter die Menschen wegen deiner Schönheit; denn sie war vollkommen durch Meine Herrlichkeit, die Ich auf dich gelegt hatte!“ [Lies 1. Mos. 39,6b; Apgesch. 6,5a.8-15; Hohel. 2,10-14; 4,7.]

1. Mose 39,6 -- Darum ließ er alles unter Josephs Händen, was er hatte, und nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur daß er aß und trank. Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht. / Apostelgeschichte 6,5.8-15 -- 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge wohl; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien. ... 8 Stephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. 9 Da standen etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer, und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. 10 Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. 11 Da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehört Lästerworte reden wider Mose und wider Gott. 12 Und sie bewegten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten und traten herzu und rissen ihn hin und führten ihn vor den Rat 13 und stellten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. 14 Denn wir haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und ändern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. 15 Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. / Hohelied 2,10-14 -- 10 Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Stehe auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her! 11 Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin; 12 die Blumen sind hervorgekommen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube läßt sich hören in unserm Lande; 13 der Feigenbaum hat Knoten gewonnen, die Weinstöcke haben Blüten gewonnen und geben ihren Geruch. Stehe auf, meine Freundin, und komm, meine Schöne, komm her! 14 Meine Taube in den Felsklüften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn die Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich. / Hohelied 4,7 -- Du bist allerdinge schön, meine Freundin, und ist kein Flecken an dir.
Heil'ger Jesus, Heiligungsguelle –
Mehr als Kristall rein, licht und helle,
Du laut'rer Strom der Heiligkeit!
Aller Glanz der Cherubimen –
Die Heiligkeit der Seraphinen
Ist gegen Dich nur Dunkelheit!
Ein Vorbild bist Du mir,
O bilde mich nach Dir - Du mein Alles!
Durch deinen Geist hilf mir dazu,
Daß ich mag heilig sein wie Du!

(Samstag, 24. November 1934)

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