BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 246 (Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

5. Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber (2. Mose 26,1-14)


2. Mose 26,1

Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weißer Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit.

Die Überschrift auf dem Kreuz endlich in hebräischen, griechischen und römischen Buchstaben, d. h. in der Sprache der Religion, der Wissenschaft und der Weltherrschaft, verkündete der ganzen Welt, daß dieser Jesus von Nazareth der König der Juden sei: „Jesus Nazarenus Rex Judaeorum.“ Die Erde leugnete zu ihrem Unglück Seine königlichen Anrechte, aber nicht so der Himmel! Hier wurden die Rechte Christi völlig anerkannt; hier in den ewigen Wohnungen des Lichts wurde Er als Sieger empfangen und mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Ja, hier nahm Er unter dem Jubelruf der himmlischen Heerscharen den Thron der Majestät in der Höhe ein, fortan wartend, bis Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gelegt sein werden! (Lies Ps. 2.)

Psalm 2 -- 1 Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: 3 " Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" 4 Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer. 5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. 6 "Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion." 7 Ich will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget: 8 heische von mir, so will ich dir Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. 9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen." 10 So lasset euch nun weisen, ihr Könige, und lasset euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! 11 Dient dem HERRN mit Furcht und freut euch mit Zittern! 12 Küßt den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!

Das Tausendjährige Reich wird die volle Entfaltung der Königswürde des auferstandenen und verherrlichten Menschen Jesus Christus sein, und als Weltenrichter und Völkerhirte wird Er den Namen tragen: „König der Könige und Herr der Herren.“ Die vierte Farbe im Gewebe der Teppiche war Karmesinrot (oder Scharlach), die Farbe des Blutes und des Leidens. Sie weist auf unseren Herrn Jesus hin als auf Den, der für uns gelitten hat. Petrus schreibt uns: „Es bedeutet für euch Gnade bei Gott, und macht euch Ihm wohlgefällig, wenn ihr trotz eures guten Verhaltens oder gar wegen desselben zu leiden habt und dabei Geduld und Ausdauer zeigt. Zu solchem Leiden seid ihr ja berufen! Hat doch auch Christus für euch gelitten und euch dadurch ein Vorbild hinterlassen, damit ihr in Seine Fußtapfen tretet!“ [Luk. 14,25-30.]

Lukas 14,25-30 -- 25 Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen: 26 So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er's habe, hinauszuführen? 29 auf daß nicht, wo er Grund gelegt hat und kann's nicht hinausführen, alle, die es sehen, fangen an, sein zu spotten, 30 und sagen: Dieser Mensch hob an zu bauen, und kann's nicht hinausführen.

Wäre Er nicht für uns in den Tod gegangen, so hätte uns schuldigen, verlorenen Sündern all Seine Herrlichkeit und Schönheit nichts genützt. Wir wären nie bis zu Ihm hingelangt! Hätte diese Farbe gefehlt in den wunderbaren Teppichen, so hätte es der israelitischen Stiftshütte an einem der wichtigsten Züge gemangelt. Nur durch Seinen Tod konnte Christus den vernichten, der die Macht des Todes hatte - den Teufel, der die unglücklichen Menschen knechtete! [Lies Hebr. 2,14 - 3,6.]

Hebräer 2,14 - 3,6 -- 14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, 15 und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. / Hebräer 3,1-6 -- 1 Derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung, nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters, den wir bekennen, Christus Jesus, 2 der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in seinem ganzen Hause. 3 Dieser aber ist größerer Ehre wert denn Mose, soviel größere Ehre denn das Haus der hat, der es bereitete. 4 Denn ein jeglich Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet hat, das ist Gott. 5 Und Mose war zwar treu in seinem ganzen Hause als ein Knecht, zum Zeugnis des, das gesagt sollte werden, 6 Christus aber als ein Sohn über sein Haus; des Haus sind wir, so wir anders das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest behalten.

Unmöglich hätte der Heilige Geist, wenn Er uns ein so treffendes Bild des Herrn Jesu, der wahren Stiftshütte, vor Augen stellte, jene große Tatsache übergehen können, die den Grund gelegt hat zu unserer Erlösung, den Grund zu unserer himmlischen Vereinigung mit Ihm - die auch die Grundlage Seiner Königsherrschaft im Tausendjährigen Reich und Seiner Oberherrlichkeit über die ganze Schöpfung bildet: Seinen Opfertod! - Durch diesen freiwillig erlittenen Tod hat der Herr Jesus Seinen Gott so wunderbar verherrlicht, den Teufel besiegt und all die wunderbaren Pläne Gottes hinausgeführt. (Gal. 1,3-5.)

Galater 1,3-5 -- 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm HERRN Jesus Christus, 4 der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen, argen Welt nach dem Willen Gottes und unseres Vaters, 5 welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Der Heilige Geist stellt uns also in jenen bedeutungsvollen Teppichen den Herrn Jesus nicht nur vor Augen als den fleckenlosen, den himmlischen und als den königlichen Menschensohn, sondern auch als den Leidenden - als Den, der durch Seinen Opfertod Seine Ansprüche auf alles das geltend machte, wozu Er als Mensch nach den göttlichen Ratschlüssen berufen und berechtigt war! In Psalm 8 heißt es: „Was ist der Mensch, daß Du, o Gott, sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß Du auf ihn acht hast? Denn ein wenig hast Du Ihn unter die Engel erniedrigt. Aber dann hast Du Ihn mit Herrlichkeit und Pracht gekrönt. Ja, Du hast Ihn zum Herrscher gemacht über die Werke Deiner Hände: Alles hast Du Seinen Füßen unterworfen! - Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde, der Du Deine Majestät gestellt hast über alle Himmel!“ [Lies Eph. 1,15-23.]

Epheser 1,15-23 -- 15 Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den HERRN Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, 17 daß der Gott unsers HERRN Jesus Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis 18 und erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen 19 und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, 20 welche er gewirkt hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckt hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21 über alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein auf dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; 22 und hat alle Dinge unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde über alles, 23 welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allem erfüllt.
Du, o Herr, bist hocherhoben,
Weilst zur Rechten Gottes droben,
Nichts kommt deiner Größe gleich!
Ja, Dein Thron ist unumstößlich
Und Dein Leben unauflöslich,
Und Dein Reich ein ew'ges Reich!

Wir sind Dir von Gott gegeben,
Ewiglich mit Dir zu leben –
Deine Herrlichkeit zu sehn,
Deine Ehr' und Macht zu teilen,
Dir zur Rechten dort zu weilen,
Deinen Ruhm stets zu erhöhn!

(Sonntag, 11. November 1934)

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Zuletzt geändert am 31.03.2016 09:59 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)