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JAHRGANG 1934
November 1934

Sonntag, den 11. November 1934


2. Mose 26,1

Die Überschrift auf dem Kreuz endlich in hebräischen, griechischen und römischen Buchstaben, d. h. in der Sprache der Religion, der Wissenschaft und der Weltherrschaft, verkündete der ganzen Welt, daß dieser Jesus von Nazareth der König der Juden sei: „Jesus Nazarenus Rex Judaeorum.“ Die Erde leugnete zu ihrem Unglück Seine königlichen Anrechte, aber nicht so der Himmel! Hier wurden die Rechte Christi völlig anerkannt; hier in den ewigen Wohnungen des Lichts wurde Er als Sieger empfangen und mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Ja, hier nahm Er unter dem Jubelruf der himmlischen Heerscharen den Thron der Majestät in der Höhe ein, fortan wartend, bis Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gelegt sein werden! (Lies Ps. 2.) Das Tausendjährige Reich wird die volle Entfaltung der Königswürde des auferstandenen und verherrlichten Menschen Jesus Christus sein, und als Weltenrichter und Völkerhirte wird Er den Namen tragen: „König der Könige und Herr der Herren.“ Die vierte Farbe im Gewebe der Teppiche war Karmesinrot (oder Scharlach), die Farbe des Blutes und des Leidens. Sie weist auf unseren Herrn Jesus hin als auf Den, der für uns gelitten hat. Petrus schreibt uns: „Es bedeutet für euch Gnade bei Gott, und macht euch Ihm wohlgefällig, wenn ihr trotz eures guten Verhaltens oder gar wegen desselben zu leiden habt und dabei Geduld und Ausdauer zeigt. Zu solchem Leiden seid ihr ja berufen! Hat doch auch Christus für euch gelitten und euch dadurch ein Vorbild hinterlassen, damit ihr in Seine Fußtapfen tretet!“ [Luk. 14,25-30.] - Wäre Er nicht für uns in den Tod gegangen, so hätte uns schuldigen, verlorenen Sündern all Seine Herrlichkeit und Schönheit nichts genützt. Wir wären nie bis zu Ihm hingelangt! Hätte diese Farbe gefehlt in den wunderbaren Teppichen, so hätte es der israelitischen Stiftshütte an einem der wichtigsten Züge gemangelt. Nur durch Seinen Tod konnte Christus den vernichten, der die Macht des Todes hatte - den Teufel, der die unglücklichen Menschen knechtete! [Lies Hebr. 2,14 - 3,6.] - Unmöglich hätte der Heilige Geist, wenn Er uns ein so treffendes Bild des Herrn Jesu, der wahren Stiftshütte, vor Augen stellte, jene große Tatsache übergehen können, die den Grund gelegt hat zu unserer Erlösung, den Grund zu unserer himmlischen Vereinigung mit Ihm - die auch die Grundlage Seiner Königsherrschaft im Tausendjährigen Reich und Seiner Oberherrlichkeit über die ganze Schöpfung bildet: Seinen Opfertod! - Durch diesen freiwillig erlittenen Tod hat der Herr Jesus Seinen Gott so wunderbar verherrlicht, den Teufel besiegt und all die wunderbaren Pläne Gottes hinausgeführt. (Gal. 1,3-5.) - Der Heilige Geist stellt uns also in jenen bedeutungsvollen Teppichen den Herrn Jesus nicht nur vor Augen als den fleckenlosen, den himmlischen und als den königlichen Menschensohn, sondern auch als den Leidenden - als Den, der durch Seinen Opfertod Seine Ansprüche auf alles das geltend machte, wozu Er als Mensch nach den göttlichen Ratschlüssen berufen und berechtigt war! In Psalm 8 heißt es: „Was ist der Mensch, daß Du, o Gott, sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß Du auf ihn acht hast? Denn ein wenig hast Du Ihn unter die Engel erniedrigt. Aber dann hast Du Ihn mit Herrlichkeit und Pracht gekrönt. Ja, Du hast Ihn zum Herrscher gemacht über die Werke Deiner Hände: Alles hast Du Seinen Füßen unterworfen! - Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde, der Du Deine Majestät gestellt hast über alle Himmel!“ [Lies Eph. 1,15-23.]

Du, o Herr, bist hocherhoben,
Weilst zur Rechten Gottes droben,
Nichts kommt deiner Größe gleich!
Ja, Dein Thron ist unumstößlich
Und Dein Leben unauflöslich,
Und Dein Reich ein ew'ges Reich!

Wir sind Dir von Gott gegeben,
Ewiglich mit Dir zu leben –
Deine Herrlichkeit zu sehn,
Deine Ehr' und Macht zu teilen,
Dir zur Rechten dort zu weilen,
Deinen Ruhm stets zu erhöhn!

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