BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 245 (Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

5. Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber (2. Mose 26,1-14)


2. Mose 26,1

Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weißer Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit.

Die zweite Farbe, die wir an den zehn Teppichen wahrnehmen, ist Blau, die Farbe des Himmels. (Sowohl der rote als der blaue Purpur wird aus dem Blut oder dem Saft der orientalischen Purpurschnecke gewonnen!) Unser Herr Jesus hat Seine himmlische Herkunft hier in der Welt keinen Augenblick verleugnet! Er sagte zu den Juden: „Ich rede zu euch von himmlischen Dingen. Niemand aber ist in den Himmel hinaufgestiegen außer Dem, der vom Himmel gekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der (auch während Er auf der Erde wandelt) im Himmel ist!“ - Der Apostel Paulus legt unserem hochgelobten Herrn den Namen „der Himmlische“ bei: „Wie der Himmlische (der Herr Jesus), so auch die Himmlischen (die wahren Gläubigen)!“ Ja, Er war der von oben Gekommene, der in jeder Hinsicht über allen stand, „der Herr vom Himmel“. [Joh. 3,31; 1. Kor. 15,47.]

Johannes 3,31 -- Der von obenher kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über alle / 1. Korinther 15,47 -- Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist der HERR vom Himmel.

Obwohl Er ein wirklicher Mensch war, lebte Jesus hier auf Erden in dem ununterbrochenen Bewußtsein Seiner Verbindung mit Gott als ein himmlischer Fremdling. Nicht einen Augenblick vergaß Er, woher Er gekommen war, wo Er Sich befand und was Sein Ziel war! Die Quelle aller Seiner Freuden war droben bei dem Vater, der Sich zu Ihm neigte und dessen Nähe Er so sehr bedurfte, daß Er ganze Nächte im Gebet vor Ihm zubrachte! - Die irdischen Verhältnisse konnten Ihn weder reicher noch ärmer machen. Er, der die Erquickungen des Himmels gewohnt war, mußte die Erfahrung machen, daß für Seine Seele diese Welt ein dürres Land ohne Wasser war. Deshalb konnte Seine tägliche Kraft und Freude nur von oben kommen, „von dem Vater des Lichts, bei welchem es keine Veränderung, keinen Wechsel von Licht und Schatten gibt“, wie wir ihn hier auf Erden haben! Unseres Herrn Jesu ganzes Tun und Lassen - Seine Gesinnung und Seine Art - alles atmete Himmelsluft! [Lies Joh. 16,28.]

Johannes 16,28 -- Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

Die dritte Farbe in den zehn Teppichen war roter Purpur, das Zeichen der Königswürde! - Gott sandte den Herrn Jesus in die Welt als den König der Juden. Seiner Mutter Maria wurde durch den Engel gesagt: „Du sollst Seinen Namen Jesus nennen; Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herr, Gott, wird Ihm den Thron Seines Vaters David geben! - Ja, Er wird über das Haus Jakobs herrschen ewiglich, und Seiner Königsherrschaft wird kein Ende sein!“ - Wie bestürzt war Herodes, der unrechtmäßig den jüdischen Königsthron innehatte, als plötzlich aus fernem Osten Priester und Sternkundige in Jerusalem anlangten und sprachen: „Wo ist der König der Juden, der kürzlich geboren ist? Wir sind gekommen, um Ihm zu huldigen!“ [Matth. 2,1-12.]

Matthäus 2,1-12 -- 1 Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. 4 Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. 5 Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten: 6 "Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda's; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein HERR sei." 7 Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8 und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. 9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kindlein war. 10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

Die alttestamentlichen Propheten können sich nicht genug tun in der Ankündigung und Beschreibung der weltumfassenden Königsherrschaft Jesu Christi. Und unser Heiland Selbst war Sich dieser zukünftigen irdischen Herrlichkeit voll und ganz bewußt, die Ihm von Gott bestimmt ist! Selbst als Er vor dem Hohenrate stand, der ihn zum Tode bringen wollte, bekannte Er Sich als den gottgesandten Messias Israels und fügte hinzu: „Ihr werdet des Menschen Sohn sitzen sehen zur Rechten der Macht Gottes und wiederkommen mit den Wolken des Himmels.“ Auch dem römischen Statthalter Pilatus gegenüber bestätigte Er es, daß Er ein König sei, und fügte hinzu: „Mein Königreich ist jedoch nicht von der Art dieser Welt!“ (Vgl. Matth. 27,27-31.)

Matthäus 27,27-31 -- 27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus zu sich in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar 28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an 29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! 30 und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. 31 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm seine Kleider an und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten.

(Samstag, 10. November 1934)

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