BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 228 (Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

2. Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber (2. Mose 25,10-22)


2. MOSE 25,16-22

16 Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 17 Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite. 18 Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls, 19 daß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden. 20 Und die Cherubim sollen ihr Flügel ausbreiten von oben her, daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. 21 Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 22 Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.

Am großen Versöhnungstage wurde das durch den Hohenpriester hereingebrachte Blut einmal auf diesen goldenen Sühndeckel, siebenmal vor die Bundeslade gesprengt. Einmal war genug für Gott, aber siebenmal nur genügend für das Herz und Gewissen des hinzunahenden Anbeters! [Lies 3. Mos. 16,13.14.]

3. Mose 16,13.14 -- 13 und das Räuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, daß der Nebel vom Räuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, daß er nicht sterbe. 14 Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen.

Wir müssen oft an die Vollkommenheit dessen erinnert werden, was unser Herr Jesus zu unserem Heil am Kreuz auf Golgatha vollbracht hat; vor Gottes Augen ist Christi vollbrachtes Erlösungswerk allezeit in seinem vollen Werte uns zugut! (Lies Hebr. 10,12-23.)

Hebräer 10,12-23 -- 12 Dieser aber, da er hat ein Opfer für die Sünden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt nun zur Rechten Gottes 13 und wartet hinfort, bis daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden. 14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden. 15 Es bezeugt uns aber das auch der heilige Geist. Denn nachdem er zuvor gesagt hatte: 16 "Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen", spricht der HERR: "Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben, 17 und ihrer Sünden und Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken." 18 Wo aber derselben Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer für die Sünde. 19 So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, 20 welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, 21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: 22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; 23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;

So völlig Gott in heiligem Zorn und Strafgericht Stellung nehmen muß gegen die Sünde, so völlig ist Er in all Seiner Macht und Herrlichkeit für den Sünder, sobald dieser seine Zuflucht nimmt zu dem heiligen Blut Christi, und auf Ihn, den Erlöser, Sein Vertrauen setzt. (Lies Röm. 3,21-26; [5,1.2.11; 8,31-39]!)

Römer 3,21-26 -- 21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. 23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist, 25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; 26 auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. / Römer 5,1.2.11 -- 1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, 2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. ... 11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern HERRN Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. / Römer 8 31-39 -- 31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? 32 welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. 35 Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert? 36 wie geschrieben steht: "Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe." 37 Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN.

Nach Fertigstellung der Bundeslade sollte Mose „das Zeugnis“ hineinlegen, das Gott ihm ja noch hier auf dem Berge geben wollte - die heiligen Bundestafeln, auf welche Er selbst mit Seinem Finger die 10 Gebote eingrub; dieselben werden hier „das Zeugnis“ genannt, und die Bundeslade die „Lade des Zeugnisses“. [Vgl. Kap. 40,2.3.]

2. Mose 40,2.3 -- 2 Du sollst die Wohnung der Hütte des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats. 3 und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang hängen.

Während aber jene „10 Gebote“ ein Zeugnis gegen den sündigen Menschen sind - ihn verurteilen und unter den Fluch bringen müssen, ertönt jetzt vom Himmel her ein ganz anderes Zeugnis Gottes an die Menschen! Der Apostel Johannes schreibt: „Wenn wir dem Zeugnis der Menschen schon vertrauen, so ist doch wahrhaftig Gottes Zeugnis noch viel sicherer und bedeutungsvoller, denn es ist Gottes Zeugnis über Seinen Sohn: Wer an den Sohn Gottes glaubt, der trägt dieses Zeugnis in sich; wer dagegen Gott kein Vertrauen schenkt, der stellt Ihn als Lügner hin; er glaubt ja nicht dem, was Gott von Seinem Sohn bezeugt! - Dies aber ist die wohlbezeugte Kunde: Gott hat uns ewiges Leben gegeben - dasselbe Leben, das Sein eigener Sohn hat! Wer also den Sohn Gottes zu eigen hat, der hat auch das Leben; wer aber den Sohn Gottes nicht hat, der hat dieses Leben nicht. Dies habe ich euch, die ihr euch dem Namen des Sohnes Gottes anvertraut habt, geschrieben, damit ihr völlig gewiß seid und es klar wißt, daß ihr ewiges Leben habt!“ - Und an anderer Stelle bezeugt uns derselbe Apostel: „Aus Christi Fülle haben wir alle empfangen - eine Gnade um die andere. Einst wurde ja das Gesetz durch Moses gegeben; die volle, herrliche Gnade und Wahrheit aber ist uns durch Jesus Christus geoffenbart worden. [Lies Gal. 3,1-14!]

Galater 3,1-14 -- 1 O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet, welchen Christus Jesus vor die Augen gemalt war, als wäre er unter euch gekreuzigt? 2 Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? 3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? 4 Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst! 5 Der euch nun den Geist reicht und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? 6 Gleichwie Abraham hat Gott geglaubt und es ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. 7 So erkennet ihr ja, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. 8 Die Schrift aber hat es zuvor gesehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht; darum verkündigte sie dem Abraham: "In dir sollen alle Heiden gesegnet werden." 9 Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. 10 Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: "Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue." 11 Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn "der Gerechte wird seines Glaubens leben." 12 Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern "der Mensch, der es tut, wird dadurch leben." 13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!"), 14 auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.

Niemand hat Gott jemals gesehen; doch der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat Ihn uns kundgemacht!

(Mittwoch, 24. Oktober 1934)

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