BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 229 (Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

2. Angaben zum Bau einer mit Gold überzogenen Bundeslade und des Gnadenthrons darüber (2. Mose 25,10-22)


2. MOSE 25,21-30

21 Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 22 Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel. 23 Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Länge sein und eine Elle sein Breite und anderthalb Ellen seine Höhe. 24 Und sollst ihn überziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen 25 und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her. 26 Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Füßen. 27 Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, daß man Stangen darein tue und den Tisch trage. 28 Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, daß der Tisch damit getragen werde. 29 Du sollst auch aus feinem Golde seine Schüsseln und Löffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe. 30 Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.

Kehren wir nun zur Stiftshütte zurück: Die Bundeslade, der Thron Gottes im Allerheiligsten, sollte von jetzt ab die Stätte sein, wo Gott um Israels, Seines Bundesvolkes willen immer neu mit Seinem geliebten Knecht Mose zusammentraf - wo Er von der goldenen Deckplatte herab das zu Mose reden wollte, was dieser im göttlichen Auftrag den Kindern Israel weitergeben sollte! - Ursprünglich war es auch für den Hohenpriester Israels - also für Aaron - bestimmt, daß er hätte dürfen zu jeder Zeit ins Allerheiligste eintreten und Gottes Weisungen empfangen! Doch als die beiden ältesten Söhne Aarons sich so schwer verfehlten, indem sie fremdes Feuer vor dem Herrn darbrachten, da sprach der Herr zu Mose: „Rede zu deinem Bruder Aaron, daß er nicht zu aller Zeit ins Heiligtum hineingehe, innerhalb des Vorhangs vor die Deckplatte der Bundeslade, sonst müßte er sterben! Denn Ich erscheine in der Wolke über der Deckplatte.“ - Fortan durfte Aaron also nur einmal im Jahr (vgl. Hes. 16,27a) am Großen Versöhnungstag, ins Allerheiligste eintreten und dort Sühnung tun für sich und sein Haus und für die ganze Gemeinde Israels.

Hesekiel 16,27 -- Ich aber streckte meine Hand aus wider dich und brach dir an deiner Nahrung ab und übergab dich in den Willen deiner Feinde, der Töchter der Philister, welche sich schämten vor deinem verruchten Wesen.

Wie anders war es mit Mose! „Mit ihm redete der Herr von Mund zu Mund wie mit einem vertrauten Freunde.“ Wie ein naher Freund jederzeit bei Tag und bei Nacht bei seinem Freunde eintreten darf, so durfte Mose zu aller Zeit, wann irgend er das Verlangen oder die Notwendigkeit empfand, ins Allerheiligste gehen und seinem Gott nahen. Der Herr bezeugt von ihm: „Mein Knecht Mose ist treu in Meinem ganzen Hause. Mit ihm rede Ich von Mund zu Mund - deutlich und nicht in Rätseln; und das Bild des Herrn schaut er!“ [4. Mos. 12,8; vgl. 5. Mos. 34,10-12.]

4. Mose 12,8 -- Mündlich rede ich mit ihm, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden? / 5. Mose 34,10-12 -- 10 Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, 11 zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, daß er sie täte in Ägyptenland an Pharao und an allen seinen Knechten und an allem seinem Lande 12 und zu aller dieser mächtigen Hand und den schrecklichen Taten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israels.

Herr Jesus, ziehe mich in Deine nahe Gemeinschaft und Freundschaft! Ich bin willig und sehr verlangend, auf alle an diese Bitte geknüpften Bedingungen einzugehen!

Dein Heil'ger Geist, o Herr, allein
Ist’s der sich Raum und Bahn
In Deiner Jünger Herzen erst
Bereiten muß und kann.

Dein Heil'ger Geist, Herr, schaff' in uns
Heil, Beugung, Liebe Licht;
Gebetsmacht, Überwinderkraft,
Die uns noch so gebricht.

O Geist der Lieb und Kraft,
Wirk unter uns, wir flehn:
Laß jedes Dir geweihte Herz
Heut Deine Wunder sehn!

Während die Bundeslade allein im Allerheiligsten stand, folgen nun die Gegenstände, die für das Heiligtum angefertigt werden sollten. Da ist zunächst der goldene Schaubrottisch. Er wurde von Akazienholz angefertigt und mit reinem Goldblech überzogen. Er war 2 Ellen lang, 1 Elle breit, ½ Elle hoch. Eine goldene Kranzleiste lief rings um die Tischplatte, und wie es scheint, war auch der unter der Tischplatte laufende Tischrand mit Blumen in Gold verziert. An den vier Ecken waren Ringe angebracht wie bei der Bundeslade, durch welche die gleichfalls mit Gold überzogenen Tragstangen liefen. - auf diesen goldenen Tisch kamen jeden Sabbat neu die zwölf „Schaubrote“ oder „Brote des Angesichts“, (So hießen sie, weil sie beständig vor dem Angesicht des Herrn liegen mußten.) In diesen zwölf Broten waren die zwölf Stämme Israels dargestellt, wie Gott sie allezeit vor Augen hat! [Lies Jer. 31,31-40!]

Jeremia 31,31-40 -- 31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen; 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Ägyptenland führte, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; 34 und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: "Erkenne den HERRN", sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der HERR. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken. 35 So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht; der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen, HERR Zebaoth ist sein Name: 36 Wenn solche Ordnungen vergehen vor mir, spricht der HERR, so soll auch aufhören der Same Israels, daß er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich. 37 So spricht der HERR: Wenn man den Himmel oben kann messen und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, was sie tun, spricht der HERR. 38 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß die Stadt des HERRN soll gebaut werden vom Turm Hananeel an bis ans Ecktor; 39 und die Richtschnur wird neben demselben weiter herausgehen bis an den Hügel Gareb und sich gen Goath wenden; 40 und das Tal der Leichen und Asche samt dem ganzen Acker bis an den Bach Kidron, bis zur Ecke am Roßtor gegen Morgen, wird dem HERRN heilig sein, daß es nimmermehr zerrissen noch abgebrochen soll werden.

auf den Schaubroten lag Weihrauch; denn auch dem zwölfstämmigen Volke Israel kommt die Weihe und Kostbarkeit des Herrn Jesu zugut - auch sie werden noch angenehm und wohlgefällig gemacht werden in Ihm, dem Geliebten, wenn jene wunderbare und heute nicht ferne Zeit der großen Erweckung und Segnung Israels kommt! (Lies Jer. 31,1-6; Kol. 1,3-14.)

Jeremia 31,1-6 -- 1 Zu derselben Zeit, spricht der HERR, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 2 So spricht der HERR: Das Volk, so übriggeblieben ist vom Schwert, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe. 3 Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. 4 Wohlan, ich will dich wiederum bauen, daß du sollst gebaut heißen, du Jungfrau Israel; du sollst noch fröhlich pauken und herausgehen an den Tanz. 5 Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen. 6 Denn es wird die Zeit noch kommen, daß die Hüter an dem Gebirge Ephraim werden rufen: Wohlauf, und laßt uns hinaufgehen gen Zion zu dem HERRN, unserm Gott! / Kolosser 1,3-14 -- 3 Wir danken Gott und dem Vater unsers HERRN Jesu Christi und beten allezeit für euch, 4 nachdem wir gehört haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu allen Heiligen, 5 um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, von welcher ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit im Evangelium, 6 das zu euch gekommen ist, wie auch in alle Welt, und ist fruchtbar, wie auch in euch, von dem Tage an, da ihr's gehört habt und erkannt die Gnade Gottes in der Wahrheit; 7 wie ihr denn gelernt habt von Epaphras, unserm lieben Mitdiener, welcher ist ein treuer Diener Christi für euch, 8 der uns auch eröffnet hat eure Liebe im Geist. 9 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehört haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verständnis, 10 daß ihr wandelt würdig dem HERRN zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken 11 und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden, 12 und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; 13 welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, 14 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden;

O daß heute die Kinder Gottes es zu schätzen wüßten, daß die Gnade ihnen ein so herrliches Heil und Teil geschenkt hat: „Jubelt, ihr Gerechten, in dem Herrn! Den Aufrichtigen ist Lobgesang bereitet; darum singt dem Herrn ein neues Lied!

(Donnerstag, 25. Oktober 1934)

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Zuletzt geändert am 25.01.2016 13:04 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)