BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 182 (Keine anderen Götter; keinen Altar aus behauenen Steinen; keine Stufen zum Altar)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

4. Keine anderen Götter; keinen Altar aus behauenen Steinen; keine Stufen zum Altar (2. Mose 20,22-26)


2. MOSE 20,24-26

24 Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedächtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen. 25 Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darüber fährst, so wirst du ihn entweihen. 26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, daß nicht deine Blöße aufgedeckt werde vor ihm.

Von der Sünde und den um der Sünde willen erforderlichen Opfern ist hier noch nicht die Rede. Der Altar ist hier die Stätte der Anbetung - des Nahens zu Gott! Unser Herr Jesus Selbst sagt uns, daß Gott, unser Vater, angebetet sein und die Huldigung erlöster und dankbarer Herzen entgegennehmen will: „Der Vater sucht solche als Seine Anbeter, die Ihn im Geist und in Wahrheit anbeten!“ - Für jedes gläubige Herz ist es von größter Bedeutung, daß es verstehen lerne, was es heißt, Gott im Geist und in Wahrheit anzubeten! - Durch die erlösende Tat unseres großen Heilandes sind alle wahren Glaubenden mit Gott versöhnt und Ihm, dem Gott der Liebe und der Herrlichkeit, nahegebracht auf ewig; sie dürfen sich durch den Herrn Jesus Gottes rühmen und freuen und Ihm allezeit die Opfer des Lobes und der Huldigung darbringen - die Anbetung, die Ihm gebührt und Ihn ehrt!

Ja, unser Gott und Vater ist die Liebe; wenn wir Ihm in Ehrfurcht und Dankbarkeit nahen, dann will Er auch uns nahen und uns segnen; Er läßt Sein Angesicht voll Gnade über uns leuchten, neigt Sich zu uns herab und verleiht uns Freude und Frieden, Kraft und Sieg in allen Lagen! (Lies 4. Mos. 6,22-27; Eph. 1,3-8; Ps. 128,5.)

4. Mose 6,22-27 -- 22 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: 24 Der HERR segne dich und behüte dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich sie segne. / Epheser 1,3-8 -- 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum; 4 wie er uns denn erwählt hat durch denselben, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe; 5 und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen sich selbst durch Jesum Christum nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, 7 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und Klugheit; / Psalm 128,5 -- Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang 6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!

War der Altar von Steinen, so sollten sie unbehauen genommen werden; denn „wenn du mit deinem Meißel über sie fährst, so entweihst du sie“! Die Einfalt und Weihe unseres neuen Verhältnisses zu Gott wird gestört, unser Gebet und Dienst ist Ihm nicht mehr angenehm, sowie wir unser Eigendenken und Selbstmachenwollen dabei zur Geltung bringen. Paulus spricht von Menschen, die auf religiösem Gebiet „Gebote und Lehren“ aufstellen, einen eigenwilligen Gottesdienst üben und sich dabei für sehr fromm und weise halten. Der Herr Jesus aber sagt: „Ihr macht das Gebot Gottes ungültig durch eure frommen Einrichtungen! Euren Vorschriften zuliebe übertretet ihr Gottes Gebot, und euren Satzungen zuliebe setzt ihr Gottes Gesetz außer Kraft! - Ihr Heuchler! treffend hat Jesaja von euch geweissagt: Dieses Volk ehrt Mich mit seinen Lippen; aber ihr Herz ist fern von Mir! Ihr Gottesdienst ist wertlos und vergeblich; denn sie verkündigen Lehren, die nichts als Menschengebote sind!“ Kol. 2,23 sagt uns, daß alle menschliche Art von Frömmigkeit im Grunde der Eitelkeit des Menschen schmeichelt und selbst beim Gläubigen nur zur Befriedigung der alten Natur dient, nicht der neuen! [Matth. 15,3-9.]

Kolosser 2,23 -- welche haben einen Schein der Weisheit durch selbst erwählte Geistlichkeit und Demut und dadurch, daß sie des Leibes nicht schonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft. / Matthäus 15,3-9 -- 3 Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsätze willen? 4 Gott hat geboten: "Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben." 5 Ihr aber lehret: Wer zum Vater oder Mutter spricht: "Es ist Gott gegeben, was dir sollte von mir zu Nutze kommen", der tut wohl. 6 Damit geschieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehrt, und also habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen. 7 Ihr Heuchler, wohl fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: 8 "Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; 9 aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebote sind."

Ebensowenig wie die Geschicklichkeit des natürlichen Menschen kann im Dienste für Gott unsere Anstrengung und Bemühung taugen: „Du sollst nicht auf Stufen zu Meinem Altar hinaufsteigen; sonst wird nur deine Blöße an ihm enthüllt!“ In den Tagen Jesu meinten die Pharisäer eine besondere Stufe der Frömmigkeit erreicht zu haben - höher und näher bei Gott zu stehen als andere. (Lies. Luk. 18,9-14.)

Lukas 18,9-14 -- 9 Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. 13 Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden

Aber Jesus muß ihnen sagen: „Ihr wollt bei euresgleichen in Ansehen stehen, aber nach jener Ehre, die von Gott kommt und bei Ihm gilt, trachtet ihr nicht!“ [Lies Joh. 5,41-44.]

Johannes 5,41-44 -- 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42 aber ich kenne euch, daß ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. 43 Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr annehmen. 44 Wie könnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? und die Ehre, die von Gott allein ist, suchet ihr nicht.

Wie leicht mischt sich auch bei uns Gläubigen noch die eigene Ehre - das Selbstbewußtsein in unsere Frömmigkeit ein: „Du sagst: Ich bin reich und habe Schätze (der Erkenntnis Gottes) gewonnen und bedarf nichts weiter! Und dabei weißt du gar nicht, daß gerade du auf geistlichem Gebiet der Elende und Jämmerliche bist - arm, blind und bloß! Darum rate Ich dir: Kaufe von Mir Gold, im Feuer geläutert, damit du wirklich reich werdest, und weiße Kleider, damit du wirklich bedeckt seiest und nicht die Schande deiner Blöße offenbar werde; und Augensalbe für deine Augen, damit du doch wirklich sehend werdest! - Alle, die Ich liebhabe, die weise Ich zurecht und erziehe sie. So wache denn auf und werde eifrig, deinen Sinn zu ändern und aufrichtig Buße zu tun!

(Mittwoch, 8. August 1934)

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Zuletzt geändert am 23.10.2015 11:49 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)