BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 158 (Gebot 1: Habe keine anderen Götter neben mir)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

2. Die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17)

a) Gebot 1: Habe keine anderen Götter neben mir (2. Mose 20,1-3)


2. MOSE 20,1-3

1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Wir haben hier die erhabenen zehn Grundgebote für Israel, wie Gott sie dem Mose gab und dieser sie zunächst mündlich dem Volk übermittelte. Diese zehn Gebote bilden noch heute die Grundlage der Gesetzgebung aller Kulturvölker der Erde! Nur soweit dieses gottgegebene Fundament aller Gerechtigkeit anerkannt wird, herrscht Ordnung, Zucht, Gedeihen und Segen in einem Lande. Soweit man sich nicht nach diesen göttlichen Geboten richtet, zieht Unheil ein und die Gewalt der Sünde! - Gott beansprucht, Alleinherrscher zu sein im Leben, im Herzen und Haus des Menschen. Und Er schenkt Sich ganz jeder Seele, die Ihm huldigt, gehorcht und vertraut! - Luther sagt so schön: „Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und Ihm vertrauen!“ (Lies 5. Mos. 6,4.5.12-15; 10,12-17. 20.21.)

5. Mose 6,4.5.12-15 -- 4 Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. ... 12 so hüte dich, daß du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthaus, geführt hat; 13 sondern du den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören. 14 Und sollst nicht andern Göttern nachfolgen der Völker, die um euch her sind 15 denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir, daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, über dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. / 5. Mose 10,12-17. 20.21 -- 12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, 13 daß du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf daß dir's wohl gehe? 14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 15 dennoch hat er allein zu deinen Vätern Lust gehabt, daß er sie liebte, und hat ihren Samen erwählt nach ihnen, euch, aus allen Völkern, wie es heutigestages steht. 16 So beschneidet nun eure Herzen und seid fürder nicht halsstarrig. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller Götter und HERR über alle Herren, ein großer Gott, mächtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt ... 20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwören. 21 Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche große und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.

Israel kannte seinen herrlichen Gott als Den, welcher es herausgerettet hatte aus dem Lande Ägypten, aus dem Haus ihrer Sklaverei! - Dieses Denkmal gottgeschenkter Hilfe - diese Erfahrung der rettenden Gnade, der Gegenwart und der Wundertaten des heiligen Gottes, bildet den Ausgangspunkt des Lebensverhältnisses zwischen Gott und Seinem erlösten Volke! - Ganz ähnlich ist es bei dem gläubigen Christen. Gott hat ihn erlöst und befreit aus der Gewalt der Sünde und des Teufels. Die heilbringende Gnade Gottes hat ihn aus der Macht der Finsternis gerettet und ihn versetzt in das Königreich des geliebten Sohnes Gottes. Er ist schon jetzt geheiligt und befähigt zur Teilnahme am Erbe der Heiligen droben im Licht! - Das erste große Gebot Gottes für Israel lautete: „Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir, oder: zu Meinem Angesicht hinzu!“ - Wenn Israel wirklich im Lichte des liebenden Angesichtes Gottes wandelte, dann war es unmöglich für das Volk, das Angesicht eines Götzen daneben zu stellen. Wenn Israel dies hernach so häufig tat, so bewies es nur, daß es sich von dem Angesicht seines Gottes sehr weit entfernt hatte - daß es gar nicht mehr wußte, welche Liebe und Herrlichkeit dieses Angesicht ausstrahlte! - Die Segnung, welche der Hohepriester Israels immer neu über das Volk aussprach, lautete: „Jehova segne dich uud behüte dich! Jehova lasse Sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Jehova erhebe Sein Angesicht auf dich und gewähre dir Frieden!“ - In Ps. 89,15-17 [Luth. 16-18] ruft Ethan, der Esrachiter, aus: „Glückselig das Volk, das den Jubelschall kennt! Herr, im Lichte Deines Angesichts wandeln sie; in Deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag, und durch Deine Gerechtigkeit werden sie erhöht! Denn der Ruhm ihrer Stärke bist Du, und durch Deine Huld wird erhöht unsere Macht!“

Psalm 89,16-18 -- 16 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln; 17 sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. 18 Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch dein Gnade wirst du unser Horn erhöhen.

Wer Gott nahesteht durch den Herrn Jesus, der kennt etwas von dieser wunderbaren Glückseligkeit, im Lichte Seines liebenden Angesichts zu wandeln - in tiefer glückseliger Abhängigkeit und Gemeinschaft mit Ihm, dem Unsichtbaren, zu leben. [Lies Hebr. 11,24-27.]

Hebräer 11,24-27 -- Durch den Glauben wollte Mose, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos, 25 und erwählte viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben, 26 und achtete die Schmach Christi für größern Reichtum denn die Schätze Ägyptens; denn er sah an die Belohnung. 27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht des Königs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.

Doch wie leicht geschieht es, daß ein Kind Gottes ein geteiltes Herz hat und andere Personen oder Dinge anfangen, die Zuneigung, das Vertrauen, die Hoffnungen des Kindes Gottes auszufüllen! Kein Wunder, daß der Friede gestört ist - daß die Entfernung und Herzensentfremdung zwischen einer solchen Seele und ihrem Gott immer größer wird und Sünde, Verkehrtheit und Finsternis die Oberhand bekommen. Das Volk Israel hatte Gott erwählt und erlöst zum Eigentumsvolk, damit es Sein Zeuge inmitten der Weltvölker sei: „Dieses Volk, das Ich Mir gebildet habe, sie sollen Meinen Ruhm erzählen!“ - Wie erquickend und beglückend tönt es heute ins Herz des lauteren, vertrauenden Kindes Gottes: „Ich bin der Herr, dein Gott!“ - So völlig ist mein Gott für mich da, als sei ich das einzige Kind Seiner Gnade, um welches Er Sich anzunehmen hätte! [Lies Jes. 43,1-4.]

Jesaja 43,1-4 -- 1 Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2 Denn so du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Mohren und Seba an deine Statt. 4 Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mußt du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deine Statt und Völker für deine Seele.

(Donnerstag, 14. Juni 1934)

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