BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 079 (Der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule und bei Nacht in einer Feuersäule.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

20. Der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule und bei Nacht in einer Feuersäule. (2. Mose 13,20-22)


2. MOSE 13,20-22

20 Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste. 21 Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, daß er den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. 22 Die Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersäule des Nachts.

4. MOSE 9,17-23

17 Und so oft sich die Wolke aufhob von der Hütte, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel. 18 Nach dem Wort des HERRN zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagen sie still. 19 Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des HERRN und zogen nicht. 20 Und wenn's war, daß die Wolke auf der Wohnung nur etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und zogen nach dem Wort des HERRN. 21 Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch. 22 Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder länger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie sich dann erhob, so zogen sie. 23 Denn nach des HERRN Mund lagen sie, und nach des HERRN Mund zogen sie, daß sie täten, wie der HERR gebot, nach des HERRN Wort durch Mose.

Und wie völlig war Sein Vertrauen zu der Liebe, Weisheit und Macht Seines Vaters! Sein ganzes Erdenleben, wie die Evangelisten es uns beschreiben, zeugt davon. Es ist für unsere Förderung von hoher Bedeutung, daß wir die Evangelien betend lesen und dabei den Herrn Jesus anschauen als unser Vorbild im Vertrauen und Gehorsam, in der Demut und in der Ausdauer! – Könnte Gott es schenken, daß wir Gläubige alle die hohe Bedeutung der göttlichen Leitung völliger erfaßten! – Wie oft bilden wir uns eitlerweise ein und behaupten es kühn, daß „die Wolke“ sich gerade in der Richtung bewege, welche unserer Neigung entspricht. Wir wünschen etwas zu tun oder einen gewissen Weg einzuschlagen und suchen uns dann zu überzeugen, unser Wille sei der Wille Gottes! Anstatt göttlich geleitet zu werden, verführen und täuschen wir uns auf solche Weise selbst! – Unser Wille ist ungebrochen, und daher können wir nicht wirklich vom Herrn geleitet werden! Denn das wahre Geheimnis, richtig geführt – von Gott regiert zu werden, besteht darin, daß wir unseren Willen vollständig Gott unterwerfen – daß wir unsere Wünsche und Neigungen in den Tod geben, damit der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes unser Herz und Leben regiere! – Da muß es noch viel Sterben für unser natürliches Herz geben. Nur die Demütigen – die mit Christo Gestorbenen – leitet Gott im Recht: „Die Demütigen lehrt Er Seinen Weg!“ – Bist du schon ein Demütiger im Sinne der Schrift, mein Bruder, meine Schwester? – „So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt zu tun, was dir frommt – der dich leitet auf dem Wege, den du gehen sollst. O daß du merktest auf Meine Gebote! Dann würde dein Friede sein wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie des Meeres Wogen.“ [Lies Ps. 43,3-5; Spr. 4,10-13.18.]

Psalm 43,3-5 -- 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 4 daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. / Sprüche 4,10-13.18 -- 10 So höre, mein Kind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre viel werden. 11 Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, 12 daß, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du nicht anstoßest. 13 Fasse die Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. ... 18 Aber der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag.

Nur ein ganz gehorsames und mit der Mutter innig verbundenes Kind wir von ihr „mit den Augen geleitet“ werden können; bei anderen muß der Befehl, die feste Hand und, wenn nötig, die Züchtigung erst den Gehorsam bewirken! – Wollen wir Kinder Gottes zu Unrecht den Namen tragen „Kinder des Gehorsams“? Wollen wir nicht in solch inniger Verbindung des Herzens mit unserem Gott stehen, daß ein Wink Seiner heiligen Augen – eine leise Mahnung Seines Geistes genügt, um uns Seinen Willen verstehen und tun zu lassen? – Das Von-Gott-geleitet-werden ist nicht nur ein Vorrecht – es ist eines der wichtigsten Erkennungszeichen eines wahren Kindes Gottes: „Du gabst ihnen Deinen guten Geist, um sie zu unterweisen!“ [Neh. 9,20.] Die Schrift sagt: „Die, welche sich durch den Geist Gottes leiten lassensie sind als Kinder Gottes zu erkennen!“ (Lies Gal. 5,16-25; [Eph. 4,30-32; Luk 12,12].)

16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. 18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. 19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, 20 Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, 21 Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. 23 Wider solche ist das Gesetz nicht. 24 Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. 25 So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. / Epheser 4,30-32 -- 30 Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. 31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. 32 Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo. / Lukas 12,12 -- denn der heilige Geist wird euch zu derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt. -]

Herr, eines bitt ich Dich,
darin erhöre mich:
O gib es mir, auch in den tiefsten Leiden,
Dem Namen Dein nur Ehre zu bereiten!

Eines begehre ich,
Herr dieses lehre mich:
O laß mich Dir bei allem Deinen Walten
Gehorsam, fröhlich, glaubend stille halten!

(Dienstag, 20. März 1934)

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