BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 049 (Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

11. Die Ordnung des Passahfests: Das Blut des Lamms an den Türen läßt die letzte Plage vorübergehen. (2. Mose 12,1-13)


2. MOSE 12,1-3

1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus.

Die Herausrettung Israels aus der Sklaverei Ägyptens stand nun dicht bevor und mit derselben Israels Bestätigung als Volk Jehovas. Damit begann für das Volk ein neues Leben – eine ganz neue Zeitrechnung. Die Befreiung aus jahrhundertelanger Sklaverei war ein so gewaltiges Ereignis, daß dadurch das Leben des Volkes in allen seinen Beziehungen neugestaltet wurde. Während das bisherige bürgerliche Jahr mit dem ersten Neumond noch der Herbstnachtgleiche begann, fing nun das heilige Jahr mit dem ersten Neumond nach der Frühlingsnachtgleiche an. Ähnlich ist es wenn ein Mensch durch die erlösende Gnade Gottes herausgerettet wird, um in einem neuen Leben Gott zu verherrlichen und dem Herrn Jesus nachzufolgen. Die Bekehrung oder Wiedergeburt ist das größte Ereignis, gleichzeitig das notwendigste Erlebnis in der kurzen Erdenzeit des Menschen. Gott spricht hinsichtlich desselben: „Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe alles ist neu geworden!“ (Lies 1. Petr. 1,1-7.)

1. Petrus 1,1-7 -- 1 Petrus, ein Apostel Jesu Christi, den erwählten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, 2 nach der Vorsehung Gottes, des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel 5 euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 6 In derselben werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewährt wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn nun offenbart wird Jesus Christus

Eine wahre Bekehrung ist ja ein Herausgehobenwerden aus der bisherigen Gleichgültigkeit, Verkehrtheit, und Oberflächlichkeit - ein Versetztwerden in das Königreich Gottes! Deshalb wird allen wahren Erlösten zugerufen: „Danksaget dem Vater, der uns fähig und passend gemacht hat, am Erbe der Heiligen in dem Lichte teilzuhaben. Er hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Königreich Seines geliebten Sohnes. In Ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung unserer Sünden!“ (Kol. 1,12-14; vgl. Apgesch. 26,15-18.)

Kolosser 1,12-14 -- 12 und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; 13 welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, 14 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden; / Apostelgeschichte 26,15-18 -- 15 Ich aber sprach: HERR, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; aber stehe auf und tritt auf deine Füße. 16 Denn dazu bin ich dir erschienen, daß ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen; 17 und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, 18 aufzutun ihre Augen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.

Israel in der Sklaverei Ägyptens ist uns ein Bild von der unglückseligen Knechtung unter Sünde, Ichleben und Satansmacht, in der wir alle aufgewachsen sind. Pharao in seiner Grausamkeit und Verstockung stellt uns den Teufel, den Gott dieser Welt, vor Augen, der lange unseren Sinn verblendet hat, bis endlich der Lichtglanz des herrlichen Evangeliums von Jesus uns ins Herz drang und alles neu machte. [Lies 2. Kor. 4,3-6; 1. Petr. 2,9.10.]

2. Korinther 4,3-6 -- 3 Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; 4 bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum, daß er sei der HERR, wir aber eure Knechte um Jesu willen. 6 Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. / 1. Petrus 2,9.10 -- 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; 10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.

Das „Lamm ohne Fehl“, dessen Blut die Kinder Israel schützte vor dem göttlichen Gericht, stellt uns unseren Herrn Jesus vor Augen, von welchem es heißt: „Siehe das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt!“ – Nur Christi stellvertretendes Sühneleiden am Kreuz konnte uns retten vom ewigen Verderben und uns dem Herzen Gottes auf ewig nahebringen als geliebte Kinder. [Lies Jes. 53,4-12.]

Jesaja 53,4-12 -- 4 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. 8 Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war. 9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Länge leben, und des HERRN Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. 11 Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er vieler Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

V.3: Mose und Aaron sollten nun zu der ganzen Gemeinde Israel reden und sie auf ihren Auszug aus Ägypten und auf die demselben vorausgehende Passahnacht vorbereiten. Während über ganz Ägyptenland der letzte und schwerste Gerichtsschlag Gottes, die Tötung aller Erstgeburt, hereinbrach, sollten die Kinder Israel in jener Nacht ihre Erlösung feiern, ein Fest ihrem herrlichen Gott! Dabei sollten sie schon reisefertig sein denn noch vor Morgengrauen verließen sie ihre ärmlichen Hütten im Lande Gosen und zogen, von Mose geführt, aus dem Lande ihrer Sklaverei in die Freiheit! – Als der gute Hirte und große Befreier hat unser Herr Jesus uns in der Knechtschaft und dem Unglück unseres Ichlebens gesucht und gefunden! Da Er uns nun zum Heil und zum ewigen Leben – zu Friede und Freude geführt hat durch Sein vollbrachtes Erlösungswerk, dürfen wir Kinder Gottes unserem herrlichen Gott ein beständiges Fest feiern. Unsere Freude an Jesus und an dem vollen Heil darf zur Geltung kommen in einem Ihm geweihten Wandel!

(Montag, 19. Februar 1934)

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