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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 035 (DRITTE Plage: Stechmücken. VIERTE Plage: Stechfliegen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

4. DRITTE Plage: Stechmücken. VIERTE Plage: Stechfliegen (2. Mose 8,16-24)


2. MOSE 8,16-24 [Luth. 8,12-20]

12 Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, daß Stechmücken werden in ganz Ägyptenland. 13 Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Mücken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Mücken in ganz Ägyptenland. 14 Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören, daß sie Mücken herausbrächten, aber sie konnten nicht. Und die Mücken waren sowohl an den Menschen als an Vieh. 15 Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte. 16 Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen früh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Laß mein Volk, daß es mir diene; 17 wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen über dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, daß aller Ägypter Häuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen. 18 Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhält, daß kein Ungeziefer da sei; auf daß du innewerdest, daß ich der HERR bin auf Erden allenthalben; 19 und will eine Erlösung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen. 20 Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Häuser und über ganz Ägyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer.

Auf Pharaos erneute Verstockung verhängte der Herr durch Mose eine neue, dritte Plage. Aaron muß seinen Stab ausstrecken, und aller Staub der Straße wird zu Stechmücken im ganzen Lande. Diese kaum sichtbaren, aber sehr empfindlich stechenden Mücken verursachen ein schmerzhaftes Jucken und kriechen dem Menschen in Ohr und Nase. Sie entstehen in Ägypten gewöhnlich auf den überschwemmten Reisfeldern! Menschen und Vieh werden schrecklich gequält durch sie. Auch diesmal versuchen die ägyptischen Zauberer, die gleiche Plage hervorzubringen, doch sie können es nicht und mahnen den Pharao: „Das (d.h. die verhänge Plage) ist Gottes Finger!“ [Ps. 8,3 (Luth. 4); Luk. 11,20.]

Psalm 8,4 -- Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast / Lukas 11,20 -- So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch.

Doch auch dieses Mal verhärtet sich das Herz des Pharao. – Wie schon mehrfach, wird darauf hingewiesen, daß der Herr ja die stets wiederholte Verstockung Pharaos vorausgesagt habe. Mose und Aaron erkennen immer völliger, daß ihr Gott über allem steht, daß Er alles voraussieht, ja alles zuvor verordnet hat. – Auch wir dürfen und müssen in dieser Erkenntnis befestigt werden. Unsere Ehrfurcht und unser Vertrauen unserem großen Gott gegenüber wird dadurch sehr zunehmen. – V. 20 [Luth. 16]: Wieder gebietet der Herr Mose, in der Frühe des Morgens den Pharao am Nil aufzusuchen. Nicht etwa nur, um sich am Wasser zu erfrischen oder im Nil zu baden, sondern ohne Zweifel, um dem den Ägyptern heiligen Strom göttliche Verehrung zu erweisen, begab sich Pharao morgens an den Strom. [Kap. 7,15.]

2. Mose 7,15 -- Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward

Der Nil galt ja den Ägyptern als die höchste Gottheit! – Wieder muß Mose dem Pharao die dringliche Forderung Jehovas, des Gottes Israels, aussprechen: „Laß Mein Volk ziehen, daß sie Mir dienen!“ Zugleich fügt er, die Herzenshärtigkeit des Königs voraussetzend, die Drohung Gottes an: „Wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe so werde ich Hundsfliegen über dich senden und über dein Volk!“ Diese in Ägypten häufigen Insekten sind noch schlimmer als die Stechmücken, und in ihrer Wut, sich am menschlichen Körper, besonders an den Rändern der Augenlider festzusetzen, eine fürchterliche Plage. In Psalm 78 heißt es: „Gott tat Seine Zeichen in Ägypten, Seine Wunder in dem Gefilde Zoans. Er verwandelte den Strom in Blut, so daß sie ihre fließenden Wasser nicht trinken konnten. Er sandte Hundsfliegen unter sie, welche sie fraßen, und Frösche, die sie verderbten.“ Während von den drei bisherigen Plagen auch die Israeliten im Lande Gosen betroffen worden waren, was Gott jedenfalls zu Seines Volkes Läuterung und Demütigung für nötig gehalten hatte, sondert Er von dieser, der vierten Plage ab, das Land Gosen aus, so daß die Plagen von nun ab nur noch über die Ägypter hereinbrechen! Es sollte dadurch um so klarer hervortreten, daß es der Gott Israels war, welcher Sein eigenes Volk schützte, und die Unterdrücker und Feinde Seines Volkes richtete! – Es ist bemerkenswert, daß diese und die folgenden Plagen nicht durch die Hand Moses und Aarons hervorgerufen wurden, sondern unmittelbar von Gott über die Ägypter kamen. „Er sprach, und es kamen HundsfliegenStechmücken in alle ihre Grenzen.“ – V. 23 [Luth.19]: „Ich werde eine Scheidung setzten zwischen Meinem Volke und deinem Volke!“ sprach der Herr zu Pharao. Sollte Israel als geheiligtes Volk seinem Gott wohlgefällig dienen, so war eine Lösung und Scheidung von Ägypten unerläßlich. – Die Welt ist unrein und verdorben durch die Sünde! Deshalb löst Gott diejenigen, welche Er Sich auserwählt hat, ihm zu folgen und zu dienen, mit den Herzenswurzeln heraus und verpflanzt sie in Seine Gemeinschaft, in Sein geistliches Königreich. [Lies Kol. 1,9-18; Eph. 1,3-7.]

Kolosser 1,9-18 -- 9 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehört haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verständnis, 10 daß ihr wandelt würdig dem HERRN zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken 11 und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden, 12 und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; 13 welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, 14 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden; 15 welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. 16 Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. / Epheser 1,3-7 -- 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum; 4 wie er uns denn erwählt hat durch denselben, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe; 5 und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen sich selbst durch Jesum Christum nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, 7 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade

(Montag, 5. Februar 1934)

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