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JAHRGANG 1934
Februar 1934

Montag, den 5. Februar 1934


2. Mose 8,16-24 [Luth. 12-20]

Auf Pharaos erneute Verstockung verhängte der Herr durch Mose eine neue, dritte Plage. Aaron muß seinen Stab ausstrecken, und aller Staub der Straße wird zu Stechmücken im ganzen Lande. Diese kaum sichtbaren, aber sehr empfindlich stechenden Mücken verursachen ein schmerzhaftes Jucken und kriechen dem Menschen in Ohr und Nase. Sie entstehen in Ägypten gewöhnlich auf den überschwemmten Reisfeldern! Menschen und Vieh werden schrecklich gequält durch sie. Auch diesmal versuchen die ägyptischen Zauberer, die gleiche Plage hervorzubringen, doch sie können es nicht und mahnen den Pharao: „Das (d.h. die verhänge Plage) ist Gottes Finger!“ [Ps. 8,3 (Luth. 4); Luk. 11,20.] – Doch auch dieses Mal verhärtet sich das Herz des Pharao. – Wie schon mehrfach, wird darauf hingewiesen, daß der Herr ja die stets wiederholte Verstockung Pharaos vorausgesagt habe. Mose und Aaron erkennen immer völliger, daß ihr Gott über allem steht, daß Er alles voraussieht, ja alles zuvor verordnet hat. – Auch wir dürfen und müssen in dieser Erkenntnis befestigt werden. Unsere Ehrfurcht und unser Vertrauen unserem großen Gott gegenüber wird dadurch sehr zunehmen. – V. 20 [Luth. 16]: Wieder gebietet der Herr Mose, in der Frühe des Morgens den Pharao am Nil aufzusuchen. Nicht etwa nur, um sich am Wasser zu erfrischen oder im Nil zu baden, sondern ohne Zweifel, um dem den Ägyptern heiligen Strom göttliche Verehrung zu erweisen, begab sich Pharao morgens an den Strom. [Kap. 7,15.] – Der Nil galt ja den Ägyptern als die höchste Gottheit! – Wieder muß Mose dem Pharao die dringliche Forderung Jehovas, des Gottes Israels, aussprechen: „Laß Mein Volk ziehen, daß sie Mir dienen!“ Zugleich fügt er, die Herzenshärtigkeit des Königs voraussetzend, die Drohung Gottes an: „Wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe so werde ich Hundsfliegen über dich senden und über dein Volk!“ Diese in Ägypten häufigen Insekten sind noch schlimmer als die Stechmücken, und in ihrer Wut, sich am menschlichen Körper, besonders an den Rändern der Augenlider festzusetzen, eine fürchterliche Plage. In Psalm 78 heißt es: „Gott tat Seine Zeichen in Ägypten, Seine Wunder in dem Gefilde Zoans. Er verwandelte den Strom in Blut, so daß sie ihre fließenden Wasser nicht trinken konnten. Er sandte Hundsfliegen unter sie, welche sie fraßen, und Frösche, die sie verderbten.“ Während von den drei bisherigen Plagen auch die Israeliten im Lande Gosen betroffen worden waren, was Gott jedenfalls zu Seines Volkes Läuterung und Demütigung für nötig gehalten hatte, sondert Er von dieser, der vierten Plage ab, das Land Gosen aus, so daß die Plagen von nun ab nur noch über die Ägypter hereinbrechen! Es sollte dadurch um so klarer hervortreten, daß es der Gott Israels war, welcher Sein eigenes Volk schützte, und die Unterdrücker und Feinde Seines Volkes richtete! – Es ist bemerkenswert, daß diese und die folgenden Plagen nicht durch die Hand Moses und Aarons hervorgerufen wurden, sondern unmittelbar von Gott über die Ägypter kamen. „Er sprach, und es kamen HundsfliegenStechmücken in alle ihre Grenzen.“ – V. 23 [Luth.19]: „Ich werde eine Scheidung setzten zwischen Meinem Volke und deinem Volke!“ sprach der Herr zu Pharao. Sollte Israel als geheiligtes Volk seinem Gott wohlgefällig dienen, so war eine Lösung und Scheidung von Ägypten unerläßlich. – Die Welt ist unrein und verdorben durch die Sünde! Deshalb löst Gott diejenigen, welche Er Sich auserwählt hat, ihm zu folgen und zu dienen, mit den Herzenswurzeln heraus und verpflanzt sie in Seine Gemeinschaft, in Sein geistliches Königreich. [Lies Kol. 1,9-18; Eph. 1,3-7.]

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